Naturerlebnisführer Ruhrgebiet

Was macht man bei so einem Dauerregenwetter? Draußen rumwandern oder radfahren und sich dabei eine dicke Erkältung holen? Eher nicht. Dann doch lieber sich hinsetzen und die nächsten Touren planen. Denn ein paar spät sommerlich schöne Tage werden wir bestimmt noch bekommen.

Dazu möchte ich dir den, vom LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) herausgegebenen Naturerlebnisführer Ruhrgebiet empfehlen.

Übersichtskarte

Übersichtskarte

Das „Kerngebiet“ des Ruhrpotts von Duisburg bis Dortmund, im Norden mit Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen, Herten, Recklinghausen und Castrop-Rauxel, im Süden mit Mülheim a.d.R., Essen und Bochum und mittendrin noch Herne sind in der Übersichtskarte dargestellt. Durch Anklicken einer Stadt wird ein passender Kartenausschnitt mit speziellen Flächen ausgewiesen. Leider klapp das aber noch nicht mit allen Städten, Gelsenkirchen zeigt nur die Meldung: „Diese Seite wird vorbereitet“. Und bei den speziellen Flächen (grad von Mülheim) sind noch nicht alle fertig.

Beispielseiten

Beispielseiten PDFs

Diejenigen aber, die bereits abrufbar sind, gefallen mir sehr gut. Es gibt immer zunächst eine allgemeine Info über das Gebiet und dann die Tourenbeschreibung per mehrseitigem, bebildertem PDF-Download und oft einem knapperen, zusammenfassendem Faltblatt mit Karte (ich empfehle immer beides mitzunehmen).

Faltblattbeispiel

Faltblattbeispiel

Alternativ können die Daten auch online durchblättert werden: Streckenlänge im Kilometern mit Zeitangaben für Fußgänger und Radfahrer, Beschaffenheit der Strecke für Rollstuhl oder Kinderwagen. Naturtipps pro Jahreszeit, wie das Froschkonzert im Frühling, die schlüpfenden Libellen im Sommer oder die Waldfärbung im Herbst, Besonderheiten und Naheliegendes werden erwähnt, Anfahrtshinweise, Markierung der Parkplätze, Spielplätze, Essen und Trinken runden den Service ab.

Nehmen wir mal ein paar Beispiele:

  • Duisburg – eines von 9 beschriebenen Gebieten sind die Rheinauen von Eppingen bis Beeckerwerth. Die 12km lange Tour hat 7 beschriebene Beobachtungspunkte, von der Anlegestelle der Rheinfähre über Altstromrinne, Brachflächen (im Winter mt arktischen Gänsen), kleine Weiher bis zum Ausblick vom Deich. Das PDF hat 6 Seiten, Faltblatt mit Karte vorhanden.
  • Oberhausen – die Tour im Kaisergarten ist zwar deutlich kürzer (1,5km), hat aber auch 7 Punkte und ist mit Tiergehege (meist einheimische Tiere und auch Streichelzoo) und Altarm der Emscher (Enten und andere Wasservögel) besonders was für kleine Kinder. Außerdem ist der Eintritt in den Kaisergarten inkl. Zoo kostenlos! Das Faltblatt ist nicht mehr ganz aktuell, noch kein Hinweis auf Minigolf und Bogenschießen.
  • Essen – zum Weltkulturerbe Zollverein gibt es einen 10seitigen Bericht mit einer umfangreichen Linksammlung zum Schluss, ein guter Einstieg in dieses weitläufige und vielseitige Gelände. Natürlich gibt es auch was zur Schurenbachhalde mit der Bramme. Außerdem aber auch noch zu weniger bekannten Punkten wie das Tal des Oefter Baches, den Schellenberger Wald oder den Ruderalpark Frintrop.
  • in Herten finde ich die schöne Ecke mit dem Emscherbruch (inkl. Ewaldsee) und die weniger bekannte Halde Hoppenbruch aber keinen Bericht zur Halde Hoheward (na ja, dazu gibt es ja wirklich genügend anderes Material;-).
  • in Bochum sind unter anderem beschrieben: Westpark, Kemnadersee, Harpener Teiche und Zeche Hannover.
  • in Dortmund neben Hohensyburg und Dellwiger Bachtal auch Bolmke oder Süggel.

Mein Fazit: Einfach mal stöbern und schauen wo und wie du den einen oder anderen Ausflug in die Natur machen kannst. Die Beschreibungen sind immer flexibel aufgebaut, es muss nicht eine Strecke ganz abgelaufen oder abgeradelt werden. Alles sehr praktische Tipps und Infos, dazu weiterführende Links und appetitmachende Fotos. Lohnt sich.

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Interview von „Hallo Herne“ auf der Cranger Kirmes

Katharina Kruppa interviewt für „Hallo Herne„: Fritz Pleitgen, den Vorsitzenden Geschäftsführer der Ruhr.2010, Gudrun Thierhoff, die Kulturdezernentin in Herne und Meinolf Nowak, den weltweit wohl einzigen  Kirmesdezernenten (und sonst auch noch Dezernent für Sicherheit und Ordnung;-) zur Cranger Kirmes und der Local Hero Woche in Herne:

Den entsprechenden Artikel (und viele weitere) auf Hallo Herne gibt es hier.

Lesebericht zu den ErlebnisRadtouren Kulturkanal

Kartenstudium, Foto von Stefanie Thomczyk - GoBetween2 (c)

Kartenstudium, Foto von Stefanie Thomczyk - GoBetween2 (c)

ErlebnisRadtouren Kulturkanal, so lautet der offizielle Name der fünf kostenlosen Radtouren-Karten entlang des Rhein-Herne-Kanals (neupottisch Kulturkanal) , die es seit heute in den Touristenbüros und ähnlichem der Anrainerstädte zum abholen oder bestellen (ausreichend frankierter Rückumschlag!) gibt. Mein liebster Göttergatte hatte heute ein Paket in Essen (gegenüber Hbf) besorgt und ich hab sie mir natürlich gleich mit Argusaugen angeschaut.

Und ich muss sagen, sie gefallen mir gut.

Die Karten mit ihren Abdeckung:

  • 1: Duisburg|Oberhausen: Innen-/Außenhafen, Ruhrorter Häfen, Vinckekanal, Ruhrschleife, unten bis ans Dellviertel und Speldorf, links Alt-Homberg, Rheinpreußenhafen, Rheinschleife bei Beeckerwerth abgeschnitten, Bruckhausen, Hamborn, Neumühle, Buschhausen, rechts Alt-Oberhausen, rechts unten die Kartenlegende.
  • 2: Oberhausen|Bottrop|Essen: RHK verläuft im unteren Drittel der Karte vom Kaisergarten Oberhausen über Borbeck, Berne, Stinneshafen bis zur Schurenbachhalde, links Alt Oberhausen, Eisenheim, Osterfeld, links oben die Kartenlegende, oben Bottrop von Fuhlenbrock bis Boy mit allen Halden (Tetraeder, Alpincenter, Mottbruch), rechts Brauck, Karnap, Altenessen, unten Vogelheim, Gerschede, Frintrop
  • 3: Essen|Gelsenkirchen|Herne: RHK verläuft von links unten bis rechts oben, links Karnap, Altenessen, Horst, Rosenhügel, oben die Legende, dann Resser Mark, Rand von Herten mit Halden Hoheward und Hoppenbruch (und der Zentraldeponie Emscherbruch), rechts knapp Recklinghausen Süd, Crange, Wanne, Röhlinghausen, unten Gelsenkirchen (bis zum Betriebshof der Bogestra), Feldmark, Altenessen Nord
  • 4: Herne|Recklinghausen|Castrop-Rauxel: links Baukau, Hochlarmark, links oben Legende, oben Hillerheide, Berghausen, Suderwich, Becklem, Borghagen, rechts Henrichenburg, Rauxel, Deininghausen, knapp schwerin, unten Holthausen, Sodingen, Herne
  • 5: Waltrop|Datteln: RHK verläuft von unten nach oben leicht schräg, links Suderwich, Horneburg, links oben Legende, oben Datteln, Pelkum, rechts Dahler Holz, Waltrop bis einschließlich Zeche Waltrop, unten Brockenscheidt, Leveringhausen, Borghagen, Becklem
Kanalspringer, Foto von Brigitte Kraemer (c)

Kanalspringer, Foto Brigitte Kraemer (c)

Jede Karte hat ein Deckblatt mit einem aktuellen Foto aus dem jeweiligen Inhalt: Duisburger Innenhafen mit der Küppersmühle, Gasometer Oberhausen mit Ausstellungsplakat Sternstunden, die Bramme für das Ruhrgebiet von Richard Serra auf der Schurenbachhalde, der Recklinghäuser Hafen inklusive Mond am Kran, Museumsschiff Franz-Christian am Alten Schiffshebewerk Henrichenburg.

Der Kartenteil ist in 1:20.000 ausgeführt, zeigt deutlich Straßen, Rad- und Fußwege, Eisenbahnstrecken und Stromleitungen, Kanäle, Flüsse und Bäche, Stadt, Stadtteil und Bauernschaftsnamen, Wald, Wiese, Bebauung und einfache Darstellung von Höhen und Halden, dazu die markierten Wege entlang des Kanals oder der Emscher, besondere Punkte durch Symbole (Schiffsschraube für Anlegestellen, Kirche, Parkplatz, Zeltplatz, Marina, Tierpark, Techn. Sehenswürdigkeit, Burg, Bahnhof, Revierradstationen, Museen, Gastronomie, …. alle in der Legende erklärt. Die Radwege sind beschriftet mit Namen und Nummern, wobei ich mir das an ein paar Stellen besser vorstellen könnte (z. B. steht nirgendwo Erzbahn dran). Die aufgelassenen Eisenbahnstrecken sind auch noch sichtbar (z. B. Karte 5 von Becklem nach Rappen), sodass ich mir vorstellen könnte da ist noch was als Radweg in Planung.

Radweg direkt am Kanal, Foto von Stefan Schejok (c)

Radweg direkt am Kanal, Foto von Stefan Schejok (c)

Die Touren führen am Kanal entlang – wo möglich – oder auch mal ganz anders. Beim RHK meist auf Wegen der Wasser- und Schifffahrstdirektion oder durch angrenzende Siedlungen. Nur selten an großen Straßen entlang. Praktisch immer gibt es zwei Alternativen um von einer Stadt zur anderen zu kommen, näher am Kanal entlang oder weiter weg (z. B. auf Karte 5 ein Ausflug am DEK bis nach Waltrop). Andere Radwege wie die Erzbahn, der Grüne Pfad, der Styrumer Pfad (nur geplant), R31, Berne Route, der Emscher-Park-Radweg, ein Abstecher nach Consol, oder die König-Ludwig-Trasse sind eingezeichnet.

Besondere Punkte sind mit Buchstaben-Zahlen-Kombinationen gekennzeichnet, die sich dann auf der Rückseite in einer kurzen aber guten Beschreibung wiederfinden: Historisch, Industriekultur, Kunst, Freizeit. Die Nummerierung ist fortlaufend und zeigt z. B. in der 5. Karte mit H26 das Rathaus der Stadt Datteln, oder in der 4. Karte mit K32 die Wartburginsel, oder die Picknick Plätze K15 Vierjahreszeitendecke, K18 Ballsportdecke, K21 Nasobemdecke, K23 Kirmessagedecke (alle Karte 3). Auf Karte 2 unter anderem F4, der Neandertaler Pastplatz oder auf Karte 1 die I3 Buckelbrücke oder I10 Thermosiedlung Ratingsee.

Picknick, Foto von Brigitte Kraemer (c)

Picknick, Foto von Brigitte Kraemer (c)

Zu den Beschreibungen kommt noch jeweils ein Serviceteil in dem Freizeit-, Fahrrad-, Schiffsanleger- und Fahrgastschiffs-, Übernachtungs- und Gastronomieangebote mit Adressen (Ort, Straßen, Telefon) aufgelistet sind (keine Öffnungszeiten oder Eintritte), dazu ein paar Internetlinks. Ergänzende Infos zu Änderungen, noch nicht fertigen Brücken, Umleitungen und ähnlichem gibt es übrigens im Internet.

Alle Karten stecken in einem kleinen Plastikschuber und machen einen robusten Eindruck. Die eine oder andere Tour werden sie darin, passend gefaltet, überstehen. Wasserfest imprägniert sind sie allerdings nicht.

Mein Fazit? Als kostenloses Angebot ein absolutes Superteil. Vernünftiges Kartenmaterial, bekannte und unbekannte Sehenswürdigkeiten markiert und teilweise auch beschrieben, übersichtlich, genau auf die Route Kulturkanal = Rhein-Herne-Kanal zugeschnitten. Abholen, mitnehmen, abfahren!

Tag 99

Nu guck ich natürlich besonders auf das Projekt Schachtzeichen. Wo gibt es schon Infos im Netz? Wie sieht es mit einer Karte aus?

  • Östlichster Schacht wird wohl der in Flierich werden.
  • In Bochum soll es bisher nur schlappe 17 Ballonanträge geben (schlapp wegen der Anzahl von über 100 ehemaligen Schächten in der Stadt)
  • Gelsenkirchen ist da schon weiter und bietet sogar eine Liste im Netz an.
  • Zu Essen hab ich auch einiges gefunden, die machen auch eine Fahrradtour entlang der Standorte und einen Frühschoppen unterm Ballon
  • In Moers werden Rheinpreußen und Niederberg bespielt.
  • In Gladbeck laufen sie am 24. April für die SchachtZeichen (Maschinenhalle Zweckel), ähnlich wie beim Kultur-Run letztes Jahr in Oberhausen
  • In Herne (Mont Cenis) war sogar schon mal ein Ballon.

So könnte ich die Liste noch um einiges weiterführen. Und es werden täglich mehr. Deshalb geh doch einfach selbst auf die Suche und google ein bisschen.

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Na, jetzt gibt es doch noch ein paar Bilanzierungen zum ersten Teil der Kulturhauptstadt. Anlass sind wohl die hundert Tage, die morgen vorbei sind. Eine sehr gemischte mit Bildern gibts im Westen.

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Autoren an der Ruhr? Na klar, es gibt zum Beispiel das Literaturbüro Ruhr e.V. in der Stadtbücherei in Gladbeck. Autoren und Leserförderung steht auf dem Programm. Und für die Ruhr.2010 ist das Projekt „Mehr Licht!“ aufgestellt worden, Start zum 1. September, deshalb schon mal vormerken:

„Mehr Licht! – Die europäische Aufklärung weiter gedacht
Die Veranstaltungsreihe des Literaturbüros Ruhr fragt nach der Zukunft aufklärerischen Denkens. Namhafte internationale und regionale Schriftsteller, Philosophen, Wissenschaftler und Vertreter anderer Disziplinen diskutieren die zukünftige Bedeutung und Rolle einer sich selbst aufklärenden Aufklärung, die von menschlichem Mitgefühl inspiriert bleibt. Ihre Teilnahme zugesagt haben u. a. schon Ilija Trojanow, Wilhelm Schmid, Denis Scheck, Gabriele von Arnim, Herman Philipse, Gerd Scobel und Juli Zeh.“

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Launiger Artikel über den Pott und die Kulturhauptstadt auf DiePresse.com: Der Pott im Kopf.

Im Bunker nix Neues?

ImBunkerNixNeues

ImBunkerNixNeues

Heute (4.4.) war der letzte Tag in der Eröffnungsausstellung im Luftschutzbunker Sodingen in Herne. Die 1. Ausstellung zu dem Ruhr.2010 Projekt „Starke Orte„. Keine Sorge, wenn du die verpasst hast, es wird bestimmt wieder neue Ausstellungen in dem Bunker geben – dafür ist der einfach zu gut geeignet und dafür gibt es einfach zu viele interessante Künstler in Herne. Und Starke Orte gibt es auch noch eine ganze Menge!

Die 133 Künstlerinnen und Künstler haben zumeist gemalte, gedruckte oder fotografierte Bilder ausgestellt. Aber auch einige Skulpturen, Lichtkunstwerke oder Installationen waren dabei. Die Kunst war vielseitig, teilweise überraschend, teilweise handwerklich interessant.

  • Gleich nach dem Eingang auf dem Boden: „Für Nüsse“ von Christoph Werdelmann, eine Installation im Holzrahmen mit den leeren Nussschalen. Leider war ich nicht da als er die Nüsse geknackt und an die Besucher verteilt hat, kostenlos natürlich, für Nüsse eben.
  • Ganz hinten in einer Ecke die Installation „Raumgespinst“ aus Draht und Torf von Regine Rostalski. Erinnert mich stark an ein Insektennest.
  • Auf dem Boden ein paar Schieferplatten auf denen ein Hase hockt. Er ist aus kleinen durchsichtigen Plexiglaskugeln in deren Inneren wiederum Plastikbildchen eines Hasen gebastelt sind. Das „Geburtstagspräsent an Dürer“ stammt von Patrick Alexander Deventer und nimmt Bezug auf die Naturstudie Feldhase.
  • „Spannende Lektüre“ von Rolf Pötter besteht aus drei Collagen, die Männeroberkörper beim Lesen von Büchern zeigt. Erst auf den zweiten Blick geht mir auf das dort Zeitschriftenschnipsel das Gesicht formen.
  • Die Tussibilder von Annegret Schrader verführen mich fast zum Kauf, zumal sie mit 90,-€ meinem Geldbeutel angemessen wären. Faszinierend ist die Verarbeitung von Garnen ins Bild, der Tüllrock weht richtig, die Haare fliegen.
  • „On-Off“, ein Diptychon von Richard A. Cox, würde aber wohl nicht in unser Wohnzimmer passen. Die beiden cirac 2 mal 2 Meter großen Platten zeigen alle paar Sekunden in Grün das ON und in Rot das OFF. Mit Beleuchtung und dem Hintergrundgeräusch des Schaltens.
  • Aus Schuhspannern hat Ilse Hilpert ihre Installation „SpannerUnterwegs“ erstellt, die in einer Ecke grün-grau leuchtende Insekten auf schwarzem Grund zeigt.
  • Barbara Grosse hat einen Riss in der Wand und auf dem Boden des Bunkers zum Kunstwerk umfunktioniert und damut das Motto mt dem Raum zu kommunizieren ernst genommen. Verschiedene Münzen stecken in dem Spalt und ziehen sich bis zur Decke. „hey, ich war da!“ ist der Titel.
  • „Keine Schonkost“, Überschriften und Textzeilen aus Zeitungen, angeordnet auf einem Teller, von Irmgard Potthoff hat schon den Eingang in eine Zeitungsmeldung geschafft. Auf der Homepage mit Bild!
  • „claire obscur“ ist eine 4-teiligee Lichtobjekt von H.R. Rey. Die Künstlerin hat zeitgleich eine Einzelausstellung „Deja Vu“ in der nahe gelegenen Akademie Mont Cénis.

Irgendwie hab ich mal wieder mehr Installationen als Bilder beachtet, sehr seltsam;-). Und der raum , er Bunker an sich aht auch stark auf mich gewirkt. Alleine die Toiletten waren schon Kunst an sich.Oder die Treppen. Oder …

Insgesamt eine sehr lohnende Sache, organisiert vom Künstlerbund Herne. Hier noch ein paar Fotos von mir:

(alles eigene Bilder, Lizenz: cc-by-sa 3.0)

Weitere Bilder von mir findest du auf meiner Facebook-Seite.

Tag 69

Hmmm, klingt das lecker – Pfefferpotthast von der Bergmannskuh, würziges Kastenpickert-Küchlein und Stielmus.

Teaser vom Weblog:

„Julius Meimberg von der Köchegruppe „ReVier“ verrät das Rezept zum Hauptgang des regionalen Frühjahrsmenüs im Weinrestaurant „Julius“, Herne, am 17. April und 8.Mai. Als Bergmannskuh wird im Ruhrgebiet die Ziege bezeichnet, die von den Bergleuten in ihren Gärten gehalten wurde.“

Mal schauen was ich davon nachkochen kann. Oder ich meld mich noch zur nächsten Ruhrgebietsküche an: „Das Essener Restaurant „Rotisserie du Sommelier“ und der Feinkosthandel „Essengenuss“ präsentieren am 13.3. ein Menü mit dem Schwein des Bergmanns, dem Bunten Bentheimer.“ Anmeldezettel für das Schlachtfest auf dem Weblog (oben rechts).

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Ich hab mich immer gefragt was das mit der Busschule auf sich hat, die mir auf dem Monitor beim Busfahren immer wieder auffällt. Bis mir jetzt der Hinweis zu den Aktivitäten der Bogestra in die Hände gefallen ist. Die machen nämlich schon lange in Sachen Fahrzeugbegleiter! das sind alles Aktionen zur Mobilitätspädagogik. Busse&Bahnen NRW hat dazu einiges zusammengestellt.

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Fazil Say (Wikipedia, Kaechartists, Homepage, DerWesten) ist seit 2006 Künstler im Konzerthaus Dortmund. Zum Abschluss seiner Residenz 2010 gibt es als Zeitinsel vier Highlights [Datum durch mich ergänzt, alle Termine starten um 20:00 Uhr]:

„… März 2010 stehen die Uraufführung seines Werks „Istanbul Sinfonie“ [13.3.] sowie die Deutsche Erstaufführung seines Violinkonzerts „1001 Nacht im Harem“ [10.3.] mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln auf dem Programm. Außerdem findet ein Rezital mit Say statt [11.3.] und das Konzert „Fazıl Say & Friends“ [12.3.] mit seinen musikalischen Weggefährten – darunter Musiker und DJs aus Istanbul, Jazzer und Vertreter der klassischen Musik. Ein Gastspiel des Programms in der Kulturhauptstadt Europas Istanbul 2010 ist geplant.“

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Die International Police Association (IPA), eröffnet am kommenden Freitag um 10:00 Uhr in der Norbertstraße 165  in Essen ein Polizeimuseum. Geziegt wird preußische und deutsche Polizeigeschichte beginnend um das Jahr 1850, darunter Pickelhauben, Tschakos, … Und eine alte Wache mit Funktisch, Telefonvermittlung und Erkennungsdienst.

Die IPA führt laut Pressemeldung nach telefonischer Rücksprache sachkundige Führungen durch.

Tag 50

Viele Städte des Ruhrpott haben hohe Schulden – und einige schließen sich jetzt mit anderen NRW-Städten zum Bündnis „Raus aus den Schulden“  zusammen (Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Kreis Ennepe-Ruhr, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hagen, Hamm, Herne, Leverkusen, Mülheim a.d.R., Oberhausen, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Solingen, Wesel, Kreis Wesel, Witten und Wuppertal). „Wege aus der Kommunalverschuldung“, heißt die Tagung zu der sich Kommunalvertreter in der Messe Essen trafen. Das „Essener Signal„, heute auf der Tagung verabschiedet, fordert einen Entschuldungsfonds für Kommunen und Kreise. Weitere Infos: RPonline, Aachener Nachrichten, WDR, WAZ.

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So schlimm stinkt es doch im Ruhrpott nun wieder auch nich, oder? Aber wahrscheinlich hat es demjenigen zu viel aufem Pott gestunken, der dort zwei Dosen Raumspray geleert hatte. Leider hat sich das Luft-Spray-Gemisch anschließend entzündet, der Verursacher sowie ein Kollege erlitten Brandverletztungen. Der Kollege bekommt jetzt 20.000 € Schmerzensgeld. Quellen: Locus & Spiegel. *g*

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Das Interview mit Mario Kalweit hat mir endlich mal die Sache erklärt wie auskräftig-deftiger Bergmanns oder Bauernküche die neuen, leichten Sachen gemacht werden. Da wird aus Spanisch-Fricco, auch Schusterpastete genannt (geschichteter, im Ofen gegarter Kartoffelauflauf mit Rind- und Schweinefleischlagen, gewürzt mit Zwiebeln, Paprika, oben drauf Sauerrahm) eine nette Vorspeise (geschichtete Sülze mit Bratkartoffeln und Fleisch, Sauerrahm geliert, plus Paprikasaft als Sauce). Also die Zutaten nehmen, das grundsätzliche Erscheinungsbild nehmen und dann neue Ideen entwickeln und die Geschichte/Gerichte „übersetzen“.

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Juhuhhh, ich hab die neuen Rubbellose von WestLotto. Hat mir mein Göttergatte mitgebracht. Sechs verschiedene Motive aus dem Ruhrpott. Tetraeder, Datt U, Landschaftspark Duisburg-Nord mit Schachtzeichen-Ballon, Gasometer, Henrichenburg, Zollverein. Werd morgen vielleicht mal eins einscannen. Jedes vierte Los gewinnt 1,-€, jedes 20. gewinnt 2,-€, zwei Lose der 4.000.000 Stück werden 50.000,- € Gewinn bringen. Wie heißt es so schön hinten drauf: „Bedenken Sie: Sie riskieren den Verlust des Spieleinsatzes.“