Tag 31 – Erste Bilanz im Blog

Volun"tier" auf der Eröffnungsfeier, Bild von Rainer Halama, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Volun"tier" auf der Eröffnungsfeier, Bild von Rainer Halama, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

1 Monat online, 100 Beiträge geschrieben, fast wirklich >2000 Besucher, hab angefangen zu zwitschern, bin Blogplattform Zwanzig10 beigetreten, hab keinen einzigen Wikipedia Artikel geschafft in der Zeit, als Volunteer bei der Ruhr.2010 tätig gewesen, in  hellblauem (siehe Eisbär) und rostrotem Riesenverhüterli auf der Eröffnungsfeier Infos verteilt und den Weg zum Klo oder zu den Engeln gewiesen, vier Local Hero Städte erforscht, Leute mit seltsamen Fortbewegungsarten kennen gelernt, in den beiden neuen tollen Museen immer noch nicht gewesen, meine Ruhrpott-bei-Nacht-Fotos rausgekramt und durchgeschaut,  … mögest du in interessanten Zeiten leben. 😉

Was fandet ihr am interessantesten? TopTen der Artikel:

Woher seid ihr gekommen?

Wohin geht ihr?

Die schönsten Suchbegriffe über die der Blog gefunden wurde:

  • mörder + kulturhauptstadt
  • engel ueber zollverein
  • sicherheitspartnerschaft ruhr

Nun denn. Auf in den nächsten Monat des Kulturhauptstadtjahres. Viel Spaß!

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wir4-Onleihe

Screenshot: wir4-onleihe

Screenshot: wir4-onleihe

Warum gibt es datt nich überall im Ruhrpott?

Nun denn, dann stellen wir uns erstmal doof und fragen: Watt is datt überhaupt?

Als Bücherei-/Biblitheksnutzer der vier Städte Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg brauchst du deinem ganz normalen Bibliotheksausweis, ein Password und einen Internetanschluss und kannst du dich dann bei wir4-onleihe einloggen. Dann stehen dir ganz viele „ieeees“ zur Verfügung: eBook, ePaper, eAudio, eVideo. Bei wir4 sind es nach eigenen Angaben circa 2000 Medien, von „Die drei ???“ über „Mathematik-Klausurtrainer“ und „Italienisch – Essen und Trinken“ bis „Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit“ oder „Photoshop Elements 7 für digitale Fotos“ ist alles mögliche zu finden.

Gleichzeitige Ausleihe eines einzigen Buches von mehreren Leuten gibbet natürlich nicht und so musst du ein paar Einschränkungen beachten: Du kannst nicht mehr als 6 Medien gleichzeitig ausleihen. Die Ausleihzeit beträgt bei Büchern 7 Tage, bei Zeitungen nur 1 Stunde oder 1 Tag. Wenn das Medium grad ausgeliehen ist kannst du dich dafür vormerken lassen (max. 6 Titel) und bekommst eine e-Mail wenn es wieder verfügbar ist. Zurückgeben ist ganz einfach, da brauchst du gar nix zu tun (genial, keine Mahngebühren mehr!). Die Datei kann nach Ablauf der Leihzeit nicht mehr geöffnet werden und nimmt nur noch Platz weg auf deinem Rechner.

Technik: Notwendig sind der Acrobat Reader mindestens ab Version 8 plus in vielen Fällen auch das Zusatzmodul Digital-Editions. Für Audio und Video ist der Windows Media Player ab Version 10 notwendig. Die vier Bibliotheken setzen auf Microsoft was leider für Apple-Fans bedeutet das es nicht funktioniert mit iPod oder Mac. Die beiden DRM-Systeme sind sich spinnefeind. Für andere MP3-Player geht es aber, vorausgesetzt er ist Microsoft DRM10-fähig.  Weiteres in der Hilfe.

Ich hab mal nachgeschaut:

  • Am heutigen Sonntag, den 31. Januar ist die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nur vom letzten Sonntag da (und ausleihbar)
  • Beim Handelsblatt ist die Ausgabe vom 29. Januar da und verfügbar
  • Bei der Suche nach dem Volltext-Begriff „Ruhrgebiet“ kommen Bücher zum Schwarzwald, Köln, Sexgeschichten  und auch eins zum BVB
  • Bei den Reiseführern Europa gibt es 136 Medien, von Algarve über Helgoland und la Palma bis Zürich

Und das Beste ist? Es gibt das online-Verleihsystem nicht nur am Niederrhein. Wir4 gehört zum onleihe.net, das in 131 deutschen, österreichischen und Schweizer Städten bereits online Ausleihmöglichkeiten anbietet. In NRW sind das zum Beispiel der Kreis Recklinghausen mit seinen 10 Städten, Hamm, Gütersloh, Remscheid, Wuppertal, Köln, Düsseldorf, … . Geplant sind welche in Gelsenkirchen, Herne, Dinslaken und Münster.

Na da werd ich doch mal meinen alten Bibliothekaausweis abstauben gehen und die Sache praktisch ausprobieren.  Montag gleich ein Password organisieren und ab. Meld mich wieder ;-).

Tag 30

Zum Frauenkulturfahrplan (siehe busfahren): die Broschüre ist fertig!

Erster Eindruck: Doch nich alle 53 Städte stellen was zum Thema auf die Beine! Angesagt war auf Ruhr.2010:

„Keine „Local-Heroes“-Woche ohne hiesige Heldinnen! Die Kulturmacherinnen der Metropole Ruhr sind 2010 bei jeder der 53 „Local-Heroes“-Wochen am Start. Einsteigen, Abfahren und Abgefahrenes erleben lässt sich von Dinslaken bis Unna, von Recklinghausen bis Hagen. Die komplette Bandbreite kreativen Schaffens findet in den 53 Wochen eine Bühne.“

Wenn ich mich nich verzählt hab dann tun datt sogar nur knapp die Hälfte, schämt euch!

Die Veranstaltungen selbst sind dann schon sehr interessant, mir gefallen besonders: Frauenkulturtage Herten Seite 12 (gibt es schon zum 24. Mal), „Ich träume deutsch … und wache türkisch auf“ Lesung von Nilgün Tasman in Herne Seite 14, „Stark für Unna“ Ausstellung von Frauenportraits Seite 18 und duktus: „Der weibliche Blick auf das Ruhrgebiet“ Ausstellung in Dortmund Seite 29.

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Pendler freut euch mal wieder, der Ruhrpott leiht Ersatzzüge nach Nürnberg aus. Die standen sich da nämlich auf den Füßen bzw. bleiben auf dem Bahnsteig stehen. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

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Schon mal vormerken für Sonntag: Galileo Spezialdie magischen Experimente des Zauberlehrlings. Da versucht jemand mit einem Reisigbesen alla Harry Potter zu fliegen – in der Jochen Schweizer Indoor Skydiving Anlage in Bottrop.

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Und auch noch merken: Skifahren im Sauerland möglichst antizyklisch zu den Ruhrpöttlern und Holländern angehen! Mit aktuellem Tipp (psst, nicht weitererzählen … sonst wird es so voll wie bei der Eröffnung des Folkwang Museums!)

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Das Folkwang Museum beschäftigt natürlich auch die Blogger:

Neukirchen-Vluyn, allein der Name ist schon Kunst!

Plakat aus 2009 (c) Ruhr.2010

Plakat aus 2009 (c) Ruhr.2010

Wie steht es so schön auf der städtischen Webseite –> „Hier treffen sich Niederrhein und Ruhrgebiet„:

„Neukirchen-Vluyn am linken Niederrhein bietet rund 30.000 Einwohnern eine attraktive Heimat mit vielfältigen Freizeiteinrichtungen. Die aufstrebende Stadt bildet die Verbindung zwischen dem Niederrhein mit seiner reizvollen Landschaft und der pulsierenden Region Rhein/Ruhr. Durch die Anbindung an die Autobahnen A40 und A57 ist Neukirchen-Vluyn gut erreichbar, sowohl vom Niederrhein und den benachbarten Niederlanden, als auch vom angrenzenden Ruhrgebiet und dem Münsterland aus.“

Von 1917 bis 2001 war in und um Neukirchen-Vluyn das Bergwerk Niederberg mit insgesamt fünf Schächten in Betrieb, gefördert wurde Ess-, Mager- und Anthrazitkohle. Die Zeche hatte auch den Beinamen „Hausbrandzeche“ (die einzige im Bereich der Ruhrkohle AG), da aus der Feinkohle in der eigenen Fabrik raucharme Ruhr-CS-Briketts hergestellt wurden. 1917 begann auch der Bau der ersten Zechensiedlung, der „Alten Kolonie“. Zwischen 1926 und 1930 entstand dann die zweite, die „Neue Kolonie“. Größter Arbeitgeber war lange Jahre der Bergbau, heute ist es die Trox Group. Noch vom Bergbau zeugt die Halde Norddeutschland. 2001 wurde die Schüttung beendet, seitdem ist sie zu einer Landmarke (Hallenhaus & Himmelstreppe, beide Abends illuminiert) und Freizeitstätte (Gleitschirmflieger, Dong Open Air, Nordic Walking und Wanderrouten, Karte) ausgebaut worden. Das ortsgeschichtliche Museum zeigt alles vom Mittelalter über Flachsanbau, Textilindustrie bis Bergbau und heutzutage.

Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland, Bild von Sebastian Becker, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland, Bild von Sebastian Becker, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Route der Industriekultur: Zeche, Siedlungen, Halde, Museum. Umfangreiche Infos zur Zeche Niederberg mit Bildern, Karten, Geschichte auf fördergerüst.de.

Schloss Bloemersheim ist das älteste historische Gebäude der Stadt, heute eine Gutsverwaltung mit Land-, Forstwirtschaft und Obstplantagen. Dort finden auch Schlosskonzerte und der Weihnachtsmarkt Bloemersheim statt. Es gibt noch ein Uhrenmuseum, verschiedene Windmühlen und Dorfkirchen, Naturdenkmäler wie die Friedenseiche, und vieles mehr. Das Naturschutzgebiet Staatsforst Rheurdt/Littard wird als Naherholungsgebiet genutzt. Kulturveranstaltungen gibt es in der Stadthalle und woanders, z. B. Kunstausstellungen, Workshops, Theaterstücke, Kunstmeile, Karl-May-Tage, Internationales Gitarrenfestival, YoungArt, Themenabende, „Gipfelsturm“ auf der Halde Norddeutschland, Literaturzelt, Offene Ateliers, …

Und was ist mit der Local Hero Woche?

Klein, fein und mit einem eindeutigen Schwerpunkt, nämlich auf Kinder und Jugendliche. Die Schulen der Stadt bestreiten die meisten Programmpunkte. Eine schöne Idee. Auch gut: viele Veranstaltungen bieten freien Eintritt, z. B. vom CVJM Neukirchen: „Mit allen Sinnen erleben“ oder in der Tersteegenschule: „Afrikanische Woche und Trommelzauber für die Ohren“ (irgendwie haben es die Niederrheiner mit Afrika, oder;-). Anderes Beispiel: für 32,- Euro gibt es am Donnerstag das „Drama à la carte“. Lehrer und Schüler der Niederrheinschule bekochen und wirten die Gäste dieser Mordsgeschichte (fragt sich was spannender ist: das Essen oder die Kriminalstory).

Die Stadt gibt auch einen kleinen Flyer heraus.

Nach der Local Hero Woche gibt es auch noch weitere Aktionen, u. a. bei den Schachtzeichen, !Sing und dem Still-Leben Ruhrschnellweg.

Das Folkwang Museum

Ehemaliger Eingangsbereich (2004) des Museums, Bild von Raimond Spekking, Wikipedia. Lizenz cc-by-sa 3.0

Ehemaliger Eingangsbereich (2004) des Museums, Bild von Raimond Spekking, Wikipedia. Lizenz cc-by-sa 3.0

Das Museum Folkwang ist eigentlich kein Teil der Ruhr.2010, die hätte sich dies auch gar nicht leisten können. Die Krupp-Stiftung unter der Führung von Berthold Beitz finanzierte mit 55 Millionen Euro den Neubau am Museum Folkwang nach den Plänen von David Chipperfield. Aber schön ist es trotzdem im Kulturhauptstadtjahr solch ein Museum wieder eröffnet zu bekommen.

Alle möglichen Zeitungen und andere berichten von der Eröffnung bzw. zum Museum:

Sehr schön der Filmbericht über das Museum im Ratgeber Bauen & Wohnen vom 17. Januar.

Dieses Wochenende ist Eröffnung gewesen und freier Eintritt bis Sonntag. Da es trotz Schnee vermutlich sehr voll wird geh ich lieber später mal hin. Trotzdem hab ich es mir schon mal angeschaut! Wo? In der 3d-Version vom WDR kannst du prima drin rumlaufen, die Räume bestaunen und zusätzliche Berichte abrufen.

Jetzt aber noch ein paar weitere Infos:

  • Folkwang heißt soviel wie Volkshalle oder Feld des Volkes. In der germanischen Mythologie nimmt die Göttin Freyja dort gefallene Krieger auf, analog zu Odins Walhall.
  • Folkwang heißen in Essen und anderen Orten so einige kulturelle Einrichtungen: Museum, Kunstring, Kammerorchester, Musikschule und weitere Schulen, Universität.
  • Der Titel „Das schönste Museum der Welt“ bezieht sich auf einen Ausspruch Paul J. Sachs, einer der sieben Gründer des 1929 eröffneten Museums of Modern Art in New York, zurück. Bei einem 1932 in Essen bezeichnete er das Museum Folkwang als „das schönste Museum der Welt“. In der Ausstellung (Achtung, macht erst Ende März im Altbau auf!) wird versucht die ursprüngliche Sammlung des Museums bis 1933 zu rekonstruieren, wie sie zunächst von Karl Ernst Osthaus und dann von Ernst Gosebruch aufgebaut worden war.
  • Das ursprüngliche Museum Folkwang wurde von Karl Ernst Osthaus 1902 in Hagen gegründet und ist heute als Osthaus Museum Hagen zu besichtigen. Nach dem frühen Tod des Kunstmäzens wurde die Sammlung nach Essen verkauft, was nicht unumstritten war!

Das Museum hat auch eine sehr gute Webseite, ruhig, übersichtlich, informativ, schön typografisch aufgebaut. Hier findest du natürlich sowas wie die Öffnungszeiten oder die aktuellen Ausstellungen. Und es gibt dort auch Infos zum Neubau und dem dafür stattgefundenen Wettbewerb und eine kleine online-Sammlung.

Steiger Award 2010

Die Preisträger des diesjährigen und insgesamt 6. Steiger-Awards (hier die Webseite vom letztjährigen Award) wurden jüngst bekannt gegeben:

In einer festlichen Gala in der Jahrhunderthalle in Bochum werden die Preise am Samstag, 13. März überreicht.

„Mit dem STEIGER AWARD werden Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland geehrt, die sich den Tugenden des Steigers verbunden fühlen. Dazu gehören Geradlinigkeit, Offenheit, Menschlichkeit und Toleranz. Der Steiger ist ein Zeichen für den Bergbau und steht als Synonym für die Geradlinigkeit und Offenheit der Bergleute. Zudem ist er ein Symbol für Verlässlichkeit, Treue und Zusammenhalt in guten und schlechten Tagen.“ (Zitat von der Webseite)

Ausgezeichnet wurden in den letzten Jahren solche Leute wie Sir Bob Geldof, Dr. Edmund Stoiber, Wolfgang Niedecken, José Carreras, Friedrich Nowottny, Hamid Karzai, Gottfried Helnwein. Es gab mal Nachwuchs und Sonderpreise oder eine Kategorie doppelt. Finanziert wird der Preis aus der Privatwirtschaft.

Was ist dein Tipp für die Nummer 10? Kategorie Toleranz? Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es eine Frau sein?

Tag 29 – nachgelegt

Maki zushi, Bild von Lotus Head, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 2.5

Maki zushi, Bild von Lotus Head, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 2.5

Ein paar kleine Sachen;-).

Wie wäre es mit einem Riesen-Sushi? Gibt es demnächst in Wattenscheid zum Einstand von Koangmin Kim als Restaurantbesitzer des sushi & more (Oststraße 29). 18 Meter lang, 1,60 Meter dick und 1300 Kilogramm schwer. Wird derzeit in einer Speditionshalle in Dortmund hergestellt und am 6. Februar rübergefahren und im Restaurant verspeist. Wer das verpasst kann es vielleicht noch im Fernsehen bewundern, ein Filmteam begleitet das ganze.

RuhrUndercover (c)

RuhrUndercover (c)

Ruhrundercover hat jetzt nach eigenen Angaben bereits 200 hidden places. Wurst Willi steht unangefochten an der Spitze der Beliebtheitsskala (22 Stimmen), danach folgen weitere Gourmettipps. Wird die Seite zum Restaurant- oder Pommenbudenführer? Konzentriert sich auch ein bisschen stark auf Dortmund / Bochum. Aber sie wächst, werd das weiter beobachten.

Auch dort genannt wird der Bergmann Kiosk, an dem das Dortmunder Bergmann Bier (DBB) vertrieben wird. Ich selbst hab es noch nicht probiert, es bekommt aber gute Kritiken. Und hat eine schöne Webseite. Und zwittschert. Mehr im WAZ-Artikel oder bei der Denkmalbehörde.

Kannst du schreiben? Magst du Literatur? Und den Ruhrpott? Dann ist dieser Literaturwettbewerb: „Wir suchen den schönsten Text übers Ruhrgebiet!“ vielleicht was für dich. Einsendeschluss 26. Februar. Keine formalen Einschränkungen. 500€ Preisgeld für den ersten, 250€ für den 2. und 3. Platz.