Stau auf der A40

Hab den ersten Rundgang von meinem Standort Block 83, Kilometer 11,7, Tisch 32 bis hinter das Kreuz A43 gemacht. Vom Kegelverein über Amnesty International, vom Heimatverein Breckerfeld über die Kluterthöhle bis zu zwei Bauchtanzgruppen und einer Trommelkombo ist alles vertreten. Circa die Hälfte der Tische sind frei, und zwar in Blockform. Ein km frei, einer wieder belegt.

Eine große Menge Leute hier unterwegs, und das wo es doch gar keinen „großen“ Programmpunkt gibt wie etwa weiter westwärts an Bochum-Stadion, wo u. a. Bochum Total steht. Und eine wirklich, wirklich riesige Menge Fahrradfahrer. Ununterbrochen radeln sie in mehreren Reihen nebeneinander und knubbeln sich an den Engstellen bei den Edekawagen oder Dixi-Klos. Kleiner Tipp: am besten immer rechts halten;-).

Aber nicht nur normales Volk ist vor Ort, grad kam auch Franz Münterfering vorbei. Wie sagt der Mensch am Nachbartisch dazu:“Ist zwar ein SPD-Mann, finde ich abba eine ganz tolle Geste.“ *smile*

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Tag 80

Meine Güte, das Jahr fliegt nur so vorbei. Bald ist der März rum, die Sommerzeit wird wieder aktiv, Osterurlaub. War doch grad erst Silvester?

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Hier gibt es Bilder vom Umbau der A40 am Westkreuz Bochum, der sogenannten Bochumer Lösung. Gut, das ich da nicht jeden Tag herfahren muss. Und so aus der luft betrachtet sieht das nach einem zweiten Spaghettiknoten aus!

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Schrebergärten gibt es zuhauf im Ruhrpott. Alleine in Bochum sind es insgesamt 5600 Parzellen in 80 Kleingartenvereinen. 1,24 Mio Minigärten sind es in ganz Deutschland. Und immer mehr jüngere Leute pachten das Stückchen Land, sagt zumindest dieser Artikel und dieser. Der Name für die Kleingärten stammt übrigens von dem Arzt Moritz Schreber. Er hat sie aber nicht erfunden, das war der Lehrer Ernst Innozenz Hauschild. Den ersten Schrebergarten in Leipzig kannst du heutzutage noch besuchen. Aber zurück zum Ruhrpott, was mir beim Bahnfahren immer wieder auffällt sind die „wilden“ Schrebergärten neben der Strecke. Das kann doch nicht gesund sein da Gemüse anzubauen, oder? Das sind die Armengärten unserer Zeit.

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St(r)ahltreppe im Ruhrmuseum, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

St(r)ahltreppe im Ruhrmuseum, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Wir haben es geschafft und sind im Ruhrmuseum gewesen! Abends war Buddy Holly im Colloseum (datt letzte Musical da!) angesagt, da sind wir vorher ebend ins Museum gegangen. Schöne Rolltreppe bis ganz (fast) oben. Dann in „Datt große Spill“ und anschließend in die Dauerausstellung. Herrlich. Alleine der Bau ist schon ein Erlebnis. Diese Treppe. Überall Reste von Maschinen und Bunkern. Ganz viel Bekanntes wiederentdeckt. Vor allem die Lebenswelten bringen Geschichte an den Mann und die Frau. Muss euch unbedingt demnächst mehr erzählen.

Ist das Kunst – oder kann das wech? A40 Barcode

Schön gemacht von Lab2010. Witzig, informativ, grafisch gut gemacht, flüssig, rund. Gefällt mir gut.Weiter so. Populär gemacht, geschickt verpackt, trotzdem Journalismus. Wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was drin ist bevor man es nicht probiert hat. Weitere interessante Filme gibt es natürlich immer direkt bei Lab2010.

Weiterführende Links:

  • Hier war die Aktion von Anfang Februar bis Ende März 2009 im Internet gelaufen
  • Weitere Infos auf Straßen.nrw
  • Die 160 Gewinner finden sich hier
  • Ba/A40 die Schönheit der großen Straße auf StadtBauKultur
  • Selbst mal entwerfen? Geht noch – auch wenn es nicht mehr an die Straße kommt

Noch mehr Tische auf der A40

Logo Still-Leben

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Im letzten Jahr hab ich ja einen Tisch bei der Auffahrt Bochum-Harpen ergattert und werd deshalb im Ruhrstillleben A40 nicht die Autobahn entlang radeln sondern schauen wer bei mir vorbei kommt. Ein paar Programmideen hab ich schon aber wer noch Vorschläge hat …

Jetzt könnt ihr aber auch noch versuchen Platz zu nehmen an der längsten Tafel der Welt (ist ein ein Weltrekord und wird ins Guinnessbuch der Rekorde kommen). Ab heute wird der nächste Schwung verlost, siehe hier.

Die Chancen stehen übrigens gut. Die erste Anmeldewelle brachte nur 6.000 Interessenten und bei der ersten Verlosung wurden 2010 Plätze vergeben. Wer Losglück hatte konnte dann 1-3 zusammenhängende Tische buchen. Die restlichen Interessenten brauchen nix zu tun, sie kommen automatisch wieder in die Lostrommel.

Ein paar Programmpunkte dieses „große Begegnungsfest der Alltagskulturen“ findet man schon im Internet:

Termin: 18. Juli 2010

Zugang: 11:00-17:00 Uhr, eine Programmspur (nur zu Fuß), eine Mobilitätsspur (Fahrrad, Inliner, alles ohne Motor)

Eintritt: Frei

Tischreservierung: Circa 25 Euro (plus Gebühren)

Weitere Infos: http://www.ruhr2010.still-leben-ruhrschnellweg.de/