Neukirchen-Vluyn, allein der Name ist schon Kunst!

Plakat aus 2009 (c) Ruhr.2010

Plakat aus 2009 (c) Ruhr.2010

Wie steht es so schön auf der städtischen Webseite –> „Hier treffen sich Niederrhein und Ruhrgebiet„:

„Neukirchen-Vluyn am linken Niederrhein bietet rund 30.000 Einwohnern eine attraktive Heimat mit vielfältigen Freizeiteinrichtungen. Die aufstrebende Stadt bildet die Verbindung zwischen dem Niederrhein mit seiner reizvollen Landschaft und der pulsierenden Region Rhein/Ruhr. Durch die Anbindung an die Autobahnen A40 und A57 ist Neukirchen-Vluyn gut erreichbar, sowohl vom Niederrhein und den benachbarten Niederlanden, als auch vom angrenzenden Ruhrgebiet und dem Münsterland aus.“

Von 1917 bis 2001 war in und um Neukirchen-Vluyn das Bergwerk Niederberg mit insgesamt fünf Schächten in Betrieb, gefördert wurde Ess-, Mager- und Anthrazitkohle. Die Zeche hatte auch den Beinamen „Hausbrandzeche“ (die einzige im Bereich der Ruhrkohle AG), da aus der Feinkohle in der eigenen Fabrik raucharme Ruhr-CS-Briketts hergestellt wurden. 1917 begann auch der Bau der ersten Zechensiedlung, der „Alten Kolonie“. Zwischen 1926 und 1930 entstand dann die zweite, die „Neue Kolonie“. Größter Arbeitgeber war lange Jahre der Bergbau, heute ist es die Trox Group. Noch vom Bergbau zeugt die Halde Norddeutschland. 2001 wurde die Schüttung beendet, seitdem ist sie zu einer Landmarke (Hallenhaus & Himmelstreppe, beide Abends illuminiert) und Freizeitstätte (Gleitschirmflieger, Dong Open Air, Nordic Walking und Wanderrouten, Karte) ausgebaut worden. Das ortsgeschichtliche Museum zeigt alles vom Mittelalter über Flachsanbau, Textilindustrie bis Bergbau und heutzutage.

Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland, Bild von Sebastian Becker, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland, Bild von Sebastian Becker, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Route der Industriekultur: Zeche, Siedlungen, Halde, Museum. Umfangreiche Infos zur Zeche Niederberg mit Bildern, Karten, Geschichte auf fördergerüst.de.

Schloss Bloemersheim ist das älteste historische Gebäude der Stadt, heute eine Gutsverwaltung mit Land-, Forstwirtschaft und Obstplantagen. Dort finden auch Schlosskonzerte und der Weihnachtsmarkt Bloemersheim statt. Es gibt noch ein Uhrenmuseum, verschiedene Windmühlen und Dorfkirchen, Naturdenkmäler wie die Friedenseiche, und vieles mehr. Das Naturschutzgebiet Staatsforst Rheurdt/Littard wird als Naherholungsgebiet genutzt. Kulturveranstaltungen gibt es in der Stadthalle und woanders, z. B. Kunstausstellungen, Workshops, Theaterstücke, Kunstmeile, Karl-May-Tage, Internationales Gitarrenfestival, YoungArt, Themenabende, „Gipfelsturm“ auf der Halde Norddeutschland, Literaturzelt, Offene Ateliers, …

Und was ist mit der Local Hero Woche?

Klein, fein und mit einem eindeutigen Schwerpunkt, nämlich auf Kinder und Jugendliche. Die Schulen der Stadt bestreiten die meisten Programmpunkte. Eine schöne Idee. Auch gut: viele Veranstaltungen bieten freien Eintritt, z. B. vom CVJM Neukirchen: „Mit allen Sinnen erleben“ oder in der Tersteegenschule: „Afrikanische Woche und Trommelzauber für die Ohren“ (irgendwie haben es die Niederrheiner mit Afrika, oder;-). Anderes Beispiel: für 32,- Euro gibt es am Donnerstag das „Drama à la carte“. Lehrer und Schüler der Niederrheinschule bekochen und wirten die Gäste dieser Mordsgeschichte (fragt sich was spannender ist: das Essen oder die Kriminalstory).

Die Stadt gibt auch einen kleinen Flyer heraus.

Nach der Local Hero Woche gibt es auch noch weitere Aktionen, u. a. bei den Schachtzeichen, !Sing und dem Still-Leben Ruhrschnellweg.

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