Route der Industriekultur bekommt Zuwachs

Karte der RIK auf einem Infoschild, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Die "alte" Karte der RIK auf einem Infoschild, eigenes Bild aus der Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Wie die RIK in ihren Neuigkeiten meldet werden ab 2011 die Zeche Ewald in Herten und der Tippelsberg in Bochum in die Route der Industriekultur neu aufgenommen. Damit reagiert der RVR auf die überaus positive Entwicklung an den beiden Standorten.

Die Zeche Ewald wird zukünftig der 25. Ankerpunkt der Route sein (neben z. B. Zeche Zollverein, Maximilianpark Hamm, Innenhafen Duisburg, DASA, Gasometer oder Nordsternpark) und der Tippelsberg wird in die Panoramaroute (in der schon meine Lieblingshalde Rheinelbe, der Florian in Dortmund oder das Tetraeder sind) aufgenommen. Damit müssten eigentlich alle Karten neu gezeichnet werden, denn dort sind die Ankerpunkte, Panoramen und Siedlungen eingezeichnet.

Die Zeche Ewald war vorher schon in der Teilroute Erzbahn-Emscherbruch vertreten.

Night Prayer – Religionen der Welt im Ruhrpott

Am Internationalen Friedenstag, dem 21. September von 16.30 Uhr an bis tief in die Nacht hinein macht Night Prayer die religiöse Vielfalt im Ruhrpott erlebbar (Flyer). Neun Religionen zeigen in neun Städten ihre Gotteshäuser oder spirituellen Orte, öffnen sich zum Besuchen, Meditieren, Beten. Und zum Zuhören, denn sie veranstalten religiös inspirierten Konzerte.

Viele der Orte bieten vorab Einführungen in die jeweilige Religion, wobei ich zugeben muss, dies bei der einen oder anderen auch nötig zu haben da ich noch nie oder nur sehr wenig von ihr gehört habe.

Im Einzelnen sind dies:

  • Pauenhof Dharmasala in Sonsbeck / Foto: Thomas Robbin

    Pauenhof Dharmasala in Sonsbeck Foto: Thomas Robbin

    Sonsbeck, buddhistische Zentrum Pauenhof  Dharmasala (Homepage, Presseinfo), in einem 300 Jahre alten, malerisch gelegenen Bauernhof. Eine Einführung in den Buddhismus, ein Meditationsworkshop und eine Geh-Meditation durch den Garten zu Beginn des Abends, später gibt es eine vollständige Puja-Zeremonie mit tibetischem Ritualorchester, eher ungewohnt für westliche Ohren mit Rahmentrommeln, Becken oder Trompeten.

    Essener Münster

    Essener Münster

  • Essen, der römisch-katholische Dom (Homepage, Presseinfo, Wikipedia), genauer gesagt das Essener Münster ist die Bischofskirche des Bistums Essen, des sogenannten „Ruhrbistums“ und ist zugleich Grabstätte des Heiligen Bischofs Altfrid, der als Gründer des Essener Stifts im Jahr 852 und damit als Gründer der Stadt Essen verehrt wird. „Alles, was atmet, lobe den Herrn“, so lautet das Motto der Essener Dommusik. Es gibt an diesem Abend viel Musik mit dem Mädchenchor, dazu Imbiss, Laufen im Kreuzgang, Führungen und „Klang-Raum“.

    Griechisch Orthodoxe Hl.Dimitrios Kirche in Herten / Foto: Thomas Robbin

    Griechisch Orthodoxe Hl.Dimitrios Kirche Foto: Thomas Robbin

  • eine der schönsten griechisch-orthodoxen Kirchen Deutschlands ist die Heilige Dimitrios-Kirche (Homepage, Presseinfo) in Herten. Am 21. September erklingen dort Psalmen, Antifonen, Lobgesänge und liturgische Gesänge von russischen Komponisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts (nach einer Vesper).
  • Dortmund, die serbisch-orthodoxe Gemeinde (Homepage, Presseinfo), auch hier eröffnet eine Vesper den Abend, mit Geistlichen der serbischen, russischen und rumänischen orthodoxen Kirche, anschließend das Konzert mit Divna Ljubojevic, eine international renommierte Sängerin orthodoxer Kirchenmusik.

    Sri Kamadchi Ampal Tempel in Hamm-Uentrop / Foto: Thomas Robbin

    Sri Kamadchi Ampal Tempel Foto: Thomas Robbin

  • Hamm-Uentrop, seit 2002 steht dort der tamilisch-hinduistische Sri Kamadchi Ampal Tempel (Homepage, Presseinfo, Wikipedia) als der größte Dravida-Tempel Europas. Das Programm des Abends besteht aus einem Dokumentarfilm, einer Führung durch den Tempel mit Einführung in den Hinduismus, der 40 minütigen Puja-Zeremonie und dem Konzert mit hingebungsvollen Musikern.
  • Neue Synagoge Gelsenkirchen, Bild von Daniel Ullrich, Lizenz CC-by-sa-2.0-de

    Neue Synagoge Gelsenkirchen, Bild von Daniel Ullrich, Lizenz CC-by-sa-2.0-de

    in Gelsenkirchen, in der jüdischen Synagoge (Gelsenzentrum, Presseinfo) ist es die Zeit der großen Feiertage, zwischen Versöhnungstag Jom Kippur und dem Laubhüttenfest Sukkot. Der Abend beginnt mit einer Einführung in jüdische Religion und Tradition, einem Gottesdienst und dann dem Konzert.

  • in Bochum, in der evangelischen St. Vinzentius Kirche (Bochum, Presseinfo, Wikipedia, Predigtreihe) wird es Motetten des Früh- bis Hochbarocks und instrumentale vier- bis fünfstimmige Canzoni  zu hören geben, später gibt es meditative Führungen in der nur durch Kerzen erleuchteten Kirche geben und zum Abschluss einen feierlichen Abendsegen.
  • Alevitisches Kulturzentrum Foto: Thomas Robbin

    Alevitisches Kulturzentrum Foto: Thomas Robbin

    das alevitisches Kulturzentrum (Presseinfo) in Bergkamen wird die große Gemeindezeremonie „Cem“ mit religiösen alevitischen Liedern auf Türkisch, Kurdisch und Zazaki zeigen, danach werden Lieder und Gedichte von Pir Sultan Abdal, dem berühmtesten alevitischen Dichter-Sänger präsentiert. Es handelt sich um eine in Deutschland nur wenig bekannte Musikwelt Anatoliens: poetisch, spirituell, traurig, meditativ und doch auch voller politischer Rebellion.

  • DITIB Moschee Foto: Thomas Robbin

    DITIB Moschee Foto: Thomas Robbin

    Duisburg-Marxloh, die islamische DITIB Moschee (Homepage, Presseinfo, Wikipedia) beginnt mit einer Führung durch die Moschee und einem Vortrag zur Ästhetik des Islams, Koranlesung von Birol Karakaya, um 19:41 Uhr das Abendgebet, anschließend das Konzert des Istanbuler Ensembles Mızrabın Nefesi.

Alles zusammengefasst kannst du im Flyer nachlesen. Spannend ist auch wer in dem Projekt alles mitarbeitet.

Naturerlebnisführer Ruhrgebiet

Was macht man bei so einem Dauerregenwetter? Draußen rumwandern oder radfahren und sich dabei eine dicke Erkältung holen? Eher nicht. Dann doch lieber sich hinsetzen und die nächsten Touren planen. Denn ein paar spät sommerlich schöne Tage werden wir bestimmt noch bekommen.

Dazu möchte ich dir den, vom LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) herausgegebenen Naturerlebnisführer Ruhrgebiet empfehlen.

Übersichtskarte

Übersichtskarte

Das „Kerngebiet“ des Ruhrpotts von Duisburg bis Dortmund, im Norden mit Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen, Herten, Recklinghausen und Castrop-Rauxel, im Süden mit Mülheim a.d.R., Essen und Bochum und mittendrin noch Herne sind in der Übersichtskarte dargestellt. Durch Anklicken einer Stadt wird ein passender Kartenausschnitt mit speziellen Flächen ausgewiesen. Leider klapp das aber noch nicht mit allen Städten, Gelsenkirchen zeigt nur die Meldung: „Diese Seite wird vorbereitet“. Und bei den speziellen Flächen (grad von Mülheim) sind noch nicht alle fertig.

Beispielseiten

Beispielseiten PDFs

Diejenigen aber, die bereits abrufbar sind, gefallen mir sehr gut. Es gibt immer zunächst eine allgemeine Info über das Gebiet und dann die Tourenbeschreibung per mehrseitigem, bebildertem PDF-Download und oft einem knapperen, zusammenfassendem Faltblatt mit Karte (ich empfehle immer beides mitzunehmen).

Faltblattbeispiel

Faltblattbeispiel

Alternativ können die Daten auch online durchblättert werden: Streckenlänge im Kilometern mit Zeitangaben für Fußgänger und Radfahrer, Beschaffenheit der Strecke für Rollstuhl oder Kinderwagen. Naturtipps pro Jahreszeit, wie das Froschkonzert im Frühling, die schlüpfenden Libellen im Sommer oder die Waldfärbung im Herbst, Besonderheiten und Naheliegendes werden erwähnt, Anfahrtshinweise, Markierung der Parkplätze, Spielplätze, Essen und Trinken runden den Service ab.

Nehmen wir mal ein paar Beispiele:

  • Duisburg – eines von 9 beschriebenen Gebieten sind die Rheinauen von Eppingen bis Beeckerwerth. Die 12km lange Tour hat 7 beschriebene Beobachtungspunkte, von der Anlegestelle der Rheinfähre über Altstromrinne, Brachflächen (im Winter mt arktischen Gänsen), kleine Weiher bis zum Ausblick vom Deich. Das PDF hat 6 Seiten, Faltblatt mit Karte vorhanden.
  • Oberhausen – die Tour im Kaisergarten ist zwar deutlich kürzer (1,5km), hat aber auch 7 Punkte und ist mit Tiergehege (meist einheimische Tiere und auch Streichelzoo) und Altarm der Emscher (Enten und andere Wasservögel) besonders was für kleine Kinder. Außerdem ist der Eintritt in den Kaisergarten inkl. Zoo kostenlos! Das Faltblatt ist nicht mehr ganz aktuell, noch kein Hinweis auf Minigolf und Bogenschießen.
  • Essen – zum Weltkulturerbe Zollverein gibt es einen 10seitigen Bericht mit einer umfangreichen Linksammlung zum Schluss, ein guter Einstieg in dieses weitläufige und vielseitige Gelände. Natürlich gibt es auch was zur Schurenbachhalde mit der Bramme. Außerdem aber auch noch zu weniger bekannten Punkten wie das Tal des Oefter Baches, den Schellenberger Wald oder den Ruderalpark Frintrop.
  • in Herten finde ich die schöne Ecke mit dem Emscherbruch (inkl. Ewaldsee) und die weniger bekannte Halde Hoppenbruch aber keinen Bericht zur Halde Hoheward (na ja, dazu gibt es ja wirklich genügend anderes Material;-).
  • in Bochum sind unter anderem beschrieben: Westpark, Kemnadersee, Harpener Teiche und Zeche Hannover.
  • in Dortmund neben Hohensyburg und Dellwiger Bachtal auch Bolmke oder Süggel.

Mein Fazit: Einfach mal stöbern und schauen wo und wie du den einen oder anderen Ausflug in die Natur machen kannst. Die Beschreibungen sind immer flexibel aufgebaut, es muss nicht eine Strecke ganz abgelaufen oder abgeradelt werden. Alles sehr praktische Tipps und Infos, dazu weiterführende Links und appetitmachende Fotos. Lohnt sich.

Herten

Bögen des Horizontobservatoriums, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Bögen Horizont-Observatorium, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Die Stadt Herten ist mal wieder ein Local Hero in meiner Nähe, im Kreis Recklinghausen. Ich schaue auch regelmäßig auf sie hinunter (nämlich immer wenn ich auf der Halde Hoheward bin;-).

Sie macht auch das, was meiner Meinung nach den Charme der lokalen Helden ausmacht, nämlich die eigenen Leuten vorzustellen, zu präsentieren zu feiern, selbst gestalten zu lassen.

Schloss Herten, Bild von Arnold Paul, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Schloss Herten, Bild Arnold Paul, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Aber erst mal etwas zur Stadt: Die historischen Wurzeln zeigen noch zwei Wasserschlösser (Schloss Herten und Schloss Westerholt), der schöne, kleine Dorfkern von Westerholt mit fast 60 denkmalgeschützten Fachwerkhäusern, das Spargeldorf Scherlebeck in der Hertener Riet, der Emscherbruch mit seiner hier noch (oder wieder) anzutreffenden typischen Sumpflandschaft (aber leider ohne Pferde).

Neue Logistik auf Ewald, Bild von RAG Montan Immobilien GmbH, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Neue Logistik auf Ewald, Bild von RAG Montan Immobilien GmbH, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Dann kam der Bergbau und Herten wurde die Stadt mit der größten Fördermenge in Europa (zeitweise 36.000t Kohleförderung/Tag). Drei Zechen gab es: Schlägel&Eisen, Ewald und Westerholt. Die letzte wurde 2008 geschlossen, nicht nur seitdem steckte Herten im Strukturwandel. Zeitweise gab es hohe Arbeitslosenzahlen aber auch ganz pfiffige Politiker und Geschäftsleute, sodass heute eine bunte Mischung aus alteingesessenen Firmen (z. B. Herta, Vestische Straßenbahnen), neuen Geschäftsfeldern (Zukunftszentrum Herten, Anwenderzentrum H2, Zukunftsstandort Ewald), Behörden und Versorgungseinrichtungen, Logistik-Dienstleister, kirchliche und karitative Dienstleister wie Krankenhäuser, Kindergärten, etc. für wieder mehr Beschäftigung sorgen. Spannend zu beobachten, vor allem weil es die Nachbarstadt nicht so gut hinbekommt.

Wenn du dir noch was anschauen willst hab ich diese Tipps:

  • Zwischen dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald und dem Schlosspark gibt es jetzt eine Verbindung: das Burgenland vom Künstler Nils-Udo.
  • Herten ist auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt, viele Wege gibt es schon, weitere Maßnahmen sind geplant.
  • Ist zwar noch etwas hin aber zum Erntedankfest unbedingt mal nach Langenbochum kommen, wegen des Früchteteppichs!
  • Auf dem Gelände Ewald haben sich nicht nur ein schönes und preiswertes Cafe angesiedelt sondern auch eine Kochwerkstatt und der RevuePalastRuhr.
  • Das Copa ca backum mit Wasserwelt, Sauna, Wellness

Und nun zu den Local Hero Sachen: Das Programm ist nach Tagen sortiert, Sonntags Bewegung, Montag Kunst, Dienstag Literatur usw. Motto: Herten eröffnet Horizonte.

Aussichtspunkte für die Schachtzeichen (Norden)

Ich geb es zu, die Einteilung in Himmelsrichtungen ist ziemlich subjektiv, aber ansonsten wurde ich nicht mehr Herr der Aussichtspunkte;-). Hier also die nördlich gelegenen mir bekannten Möglichkeiten sich die Schachtzeichen von einem erhöhten Standort anzuschauen:

Zeche Recklinghausen II, Bild von Rainer Halama, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 2.5

Zeche Recklinghausen II von Hoheward aus gesehen, Bild von Rainer Halama, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 2.5

An der Grenze von Recklinghausen und Herten liegt die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets:

  • Zunächst mal die Halde Hoheward mit der Sonnenuhr und dem Horizontobservatorium. Hoheward ist 110 m über dem Umgebungsniveau hoch und touristisch sehr gut erschlossen. Gepflasterte Wege führen in Spitzkehren (nich so doll für Radfahrer) hinauf, alternativ auch Spiralwege. Die Zugänge gibt es von allen Seiten, Busse fahren bis zu Eingängen, Parkplätze und Gastronomie (z. B. Ewald Cafe, Restaurant am Handweiser) gibt es rundherum. Links: Wikipedia, RIK, Landschaftspark, Herten, Horizontaltastronomie, Google Map. Wird daher wohl ziemlich voll werden und von daher ist die kleine Schwester Halde Hoppenbruch vielleicht die ruhigere Alternative. Dort tummeln sich unterm Windrad ein paar Skulpturen und deutlich weniger Besucher (außer die fahren Mountainbike;-). Dafür ist die Halde auch nicht so hoch (nur 70 m übern Grund), hat nur nach Süden freien Blick (im Norden liegt halt Hoheward) und ist leider etwas bewaldet. Links: Wikipedia, RIK, Herten, Google-Map

Marl:

  • Die Halde Brassert (früher Lipper Höhe genannt) wurde in 1999 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, seitdem ist sie still und leise fast unverändert geblieben. Dorsten, Wulfen und die Bassert Schächte lieferten hier Bergematerial ab, entsprechende Schachtzeichen kannst du von dort sehen. Parkplatz an der Zufahrt „Am Kanal“. Höhe circa 55 Meter über Grund. Links: RIK, Google-Map

Haltern:

  • Feuerwachtürme in der Haard müssen zur Brandbekämpfung  hoch sein und über die Baumwipfel hinweg schauen können. Damit werden sie auch zugleich zum Aussichtspunkt, z. B. der grade frisch gebaute auf dem Rennberg. Der 35 Meter hohe Stahlturm kann bis zur 6. Ebene begangen werden, nach ganz oben kommt nur die Wachmannschaft. Weitere stehen am „Kiebitzberg“ in Marl und am „Farnberg“ in Oer-Erkenschwick. Links: RVR, Google Map

Oer-Erkenschwick:

  • Die Halde Ewald Fortsetzung (circa 50m über Grund) wurde grad erst 2009 fürs Publikum geöffnet, mit einem Haldenfest. Entsprechend sind noch nicht alle Wege angelegt und vor allem, noch nicht viele Sichtschneisen ins Holz geschlagen. Ist also spannend zu schauen welche Schachtzeichen von da oben sichtbar sein werden. Links: Wikipedia, RAG, Kirche, Google Map
Spurwerkturm an der Zeche Waltrop, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Spurwerkturm an der Zeche Waltrop, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Waltrop:

  • Der Brockenscheidt ist unter den Halden wahrlich einer der kleinsten, circa 14 Meter ist er hoch, dazu kommen nochmal die 12 Meter des Spurwehrturmes. Nun, immerhin, für diesen Aussichtspunkt spricht die Nähe zur Zeche Waltrop, die mit vielen Baukörpern (als Gewerbegebiet genutzt, u.a. für Manufactum) aber leider keinem Förderturm mehr erhalten geblieben ist. Gastronomie (in der Lohnhalle mit angeschlossenem Verkauf der Lebensmittel) ist vorhanden, umfangreiches Programm auch, fürs Navi bitte „Landabsatz“ eingeben. Weitere Links: Wikipedia, RIK, M:AIGoogle Map

Tag 76

Demo in den Städten: „Unsere Stadt geht kaputt – Wir wehren uns!“. Die Gewerkschaften rufen zu einem Sternmarsch (Autokorso) nach Recklinghausen auf. Morgens um 10:30 Uhr trifft man sich in den Städten Bottrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gelsenkirchen, Gladbeck, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick und Waltrop. Und dann geht es zur Abschlussveranstaltung Samstag 20. März ab 13 Uhr auf dem Altstadtmarkt in Recklinghausen. Ein ganz besonderer Local Hero! Hingehen!

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Der Frühling ist da! Am Mechtenberg wird das zweite Fest gefeiert, diesmal mit vielen Eiern und anderen Frühlingsbräuchen.

Ansonsten fühle ich es auch. Zweistellige Temperaturen. Leute reden von Bikini, Biergärten und besonderen Gefühlen. Ich brauch die Standheizung nicht mehr zu programmieren. Katzen sitzen morgens vor dem Fenster und lauschen dem Vogelgezwitscher. Herrlich.

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„Der gemeinsame Fachbeirat Gewässerökologie des Deutschen Anglerverbandes und der NaturFreunde Deutschlands haben die Emscher in Nordrhein-Westfalen zur Flusslandschaft des Jahres 2010/2011 ausgerufen.“

Erster Termin ist die Proklamation am 21. März am Emscherquellhof in Holzwickede.

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Auch mit der Emscher beschäftigt sich Pilgern im Pott, eine Aktion der Evangelischen Kirchen in Westfalen und Rheinland. Gepilgert wird entlang des Emscherradweges bzw. des Emscherparkweges, evanglische Kirchen sind als Ruhrpunkte aufgezählt. Sehr schön gemachte und informationsreiche Webseite. lohnt sich!

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Stefan Brockhaus hat ein pfiffiges Plakat zum Ruhrpott entworfen, bin gespannt was da draus wird.

Die Karlstraße aus Herten geht nach Shanghai!

Glaubste nich? Aber klar doch! Datt is nämlich so.

Yolanda vom Hagen hat im Rahmen des Pixelprojektes Ruhrgebiet zwei Serien fotografiert, einmal die Doppelhäuser der Karlstraße alleine und einmal die Menschen der Karlstraße mit ihren Häusern.

Die Karlstrasse in Herten liegt parallel zur A2 gegenüber der Halde Hoheward. Die Doppelhäuser sind so um 1910 gebaut worden und haben fast unbeschadet die Jahre und auch Kriegseinflüsse überstanden. Die Bewohner waren ursprünglich Bergleute der nahen Zeche Ewald, heute sind es oft nachfolgende Generationen. Bergsenkungen und neue Bewohner haben Spuren an den Häusern hinterlassen. Yolanda geht es in den 2005 bis 2006 gemachten Aufnahmen vor allem um die Unterschiede der beiden Hälften der Doppelhäuser. In der einen Serie zeigt sie vor allem einseitig renovierte Häuser. In der anderen Serie zeigt sie die unterschiedlichen Bewohner rechts und links im Doppelhaus.

Neben dem Projekt erfährst du mehr über sie auf Xing, Freelens und ihrer Homepage.

Und was hat das mt Shanghai zu tun?

Nun, die Bilder werden einen Monat lang im Deutschen Pavilion in der Expo2010 in Shanghai zu sehen sein. Für die VIP-Lounge von balancity (so heisst der deutsche Pavillion;-) wurden 6 KünstlerInnen aus den 91 eingereichten Vorschlägen ausgewählt:

„Es wurden fotografische Arbeiten, Spray Paintings und Malereien ausgewählt, die, so die Begründung der Auswahlkommission, „durch ihre künstlerische Qualität überzeugen, die internationale Bedeutung der deutschen Kunstlandschaft widerspiegeln und die Idee von ‚balancity – einer Stadt im Gleichgewicht’ aufgreifen.

Bei ihr trifft es auch gut, das sie zwischen ihrem Studium Fotodesign an der FH Dortmund und dem Diplom Anfang 2009 auch ein Jahr an der Beijing Film Academy studiert hat und die Sprache gut spricht. Seit Februar 2010 ist sie die Pressefotografin des deutschen Pavillons auf der Expo 2010 in Shanghai. Schau doch mal auf ihren Blog, da kannst du schon erste Bilder des deutschen Pavillions sehen.

Ich hab ja die Hoffnund in ihrem Blog dann auch mal zu sehen wie die Karlstraße so auf die Besucher wirkt. Also, bitte vormerken für September 2010!