Industriekultur als Dachmarke!?

Eröffneten die Industriekulturtagung auf der Zeche Zollern in Dortmund: (v.l.) LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Karl Jasper vom NRW-Wirtschafts- ministerium, Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des RVR, LVR-Direktorin Ulrike Lubek sowie Dortmunds Kulturdezernent Jörg Stüdemann.

Eröffneten die Industriekulturtagung auf der Zeche Zollern in Dortmund: (v.l.) LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Karl Jasper vom NRW-Wirtschaftsministerium, Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des RVR, LVR-Direktorin Ulrike Lubek sowie Dortmunds Kulturdezernent Jörg Stüdemann.

Der idruhr meldet: „Charta zur Zukunft der Industriekultur präsentiert“ und zwar auf der Tagung „Industriekultur 2020. Positionen und Visionen für Nordrhein-Westfalen“ in Dortmund. Veranstalter der heute und morgen stattfindenden und mit 280 Teilnehmern ausgebuchten Tagung sind: NRW, LWL und LVR, der RVR, sowie die Städte Dortmund und Essen.

Nicht nur im Ruhrpott, nein – in ganz NRW soll die Industriekultur als starke Dachmarke installiert? etabliert? werden. Der Pott macht es mit der Route der Industriekultur vor und auch an anderen Stellen kenne ich Museen zum Thema, aufbereitete und umgenutzte Gebäude und Gelände (siehe die schöne Linkliste auf Industriekultur-aktuell). Aber ein Alleinstellungsmerkmal für ein ganzes Bundesland? Hmmm, andere Länder haben / nutzen ihr altes Industrieflair nicht? Naja, vielleicht nicht so doll.

Die Charta enthält Anregungen zur Selbstverpflichtungen und Empfehlungen zu den Zielen: 

  • Industriedenkmäler sollen als Impulse für die Stadtentwicklung genutzt und der Industrietourismus gefördert
  • Qualitätsstandards ausgebaut werden 
  • mit dem industriellen Erbe will man denkmalgerecht umgehen und authentische Orte ebenso erhalten wie das Wissen (was auch noch weitergegeben gehört).

Allerdings fallen mir da spontan so ein paar Orte ein wo es mit dem Denkmalschutz nicht so doll bestellt ist (z. B. Zeche Alma).

Finanziell stemmen will man das wohl indem Unternehmen eingebunden werden und auf ehrenamtliches Engagement gesetzt wird. Ein durchaus schon praktiziertes Unterfangen, siehe Ruhr.2010 mit den dort beteiligten Firmen und den kostenlos arbeitenden Volunteers. Vermutlich heutzutage auch nicht mehr anders zu stemmen, schade.

Wer sich genauer einlesen will hier der Link auf die Pressemitteilung.

SuperPott 2010 – Vfl, BvB und Schalke

So, am Sonntag spielen die drei Topmannschaften ausem Revier (von 1997) gegeneinander um den SuperPott 2010 – und ett gibbet noch Karten (glaub ich).

Wo? Ruhrstadion in Bochum (ausführliche Stadiongeschichte).

Wann? 19. Dezember 2010, Beginn Rahmenprogramm ca. 15.00 Uhr, geplante Anstoßzeit 16.00 Uhr / 16.30 Uhr

Spiele? Jeder gegen jeden, 2mal 15 Minuten (sind halt Altherren;-)

Mannschaften (inne streng alphabetische Reihenfolge):

Spieler (jeweils mit Link aufe Wikipedia):

Delron Buckley, Bild von Helmut S. Otto, Wikipedia, Lizenz. Public domain

Delron Buckley, Bild von Helmut S. Otto, Wikipedia, Lizenz. Public domain

Bochum:

Thomas Ernst, Uwe Gospodarek, Max Eberl, Frank Fahrenhorst, Christian Herrmann, Mathias Jack, Thomas Stickroth, Tomasz Waldoch, Delron Buckley, Thoddi Gudjonsson, Karsten Hutwelker, Zoran Mamic, Kai Michalke, Peter Peschel, Thomas Reis, Olaf Schreiber, Filip Tapalovic, Dariusz Wosz, Henryk Baluszynski, Georgi Donkov, Nesat Gülünoglu, Peter Közle, Danny Winkler, Roland Wohlfarth

Und als Trainer: Klaus Toppmöller

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Matthias Sammer beim Pokalfinale 1990 DDR: 1. FC Dynamo Dresden - PSV Schwerin 2:1, Bild von Bernd Settnik, Deutsches Bundesarchiv, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Matthias Sammer Pokal 1990 Dynamo Dresden, Bild: Bernd Settnik, Deutsches Bundesarchiv, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Dortmund:

Wolfgang de Beer, Stefan Klos, Julio Cesar, Wolfgang Feiersinger, Jürgen Kohler, Martin Kree, Steinar Pedersen, Matthias Sammer, René Schneider, wladimir But, Steffen Freund, Jörg Heinrich, Paul Lambert, Andi Möller, Knut Reinhardt, Stefan Reuter, Lars Ricken, Frank Riethmann, Paulo Sousa, René Tretschok, Carsten Wolters, Michael Zorc, Stéphane Chapuisat, Heiko Herrlich, Jovan Kirovski, Lars Müller, Yahaya Mallam, Karlheinz Riedle, Ibrahim Tanko, Christian Timm

Trainer: Ottmar Hitzfeld

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Olaf Thon bei der Saisoneröffnung auf Schalke 1987, Bild von KV 28, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Olaf Thon bei der Saisoneröffnung auf Schalke 1987, Bild von KV 28, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Schalke:

Jens Lehmann, Mathias Schober, Tom Dooley, Yves Eigenrauch, Johan de Kock, Marco Kurz, Thomas Linke, Michael Prus, Frank Schön, Olaf Thon, Ingo Anderbrügge, Michael Büskens, Arnold Dybek, Oliver Held, Marco van Hoogdalem, Radoslav Latal, Andreas Müller, Jiri Nemec, Miguel Francisco Pereira, Uwe Scherr, Uwe Weidemann, Marc Wilmots, Martin Max, Mike Möllensiep, Youri Mulder, Ralf Regenbogen, David Wagner

Trainer: Huub Stevens

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Macht so richtig Spaß sich durch die Lebensläufe zu wühlen;-).

Sonne satt in Gelsenkirchen

Dreh-/kippbares Solarmodul zur Veranschaulichung der Energieausbeute, eigenes Bild

Dreh-/kippbares Solarmodul, eigenes Bild, cc-by-sa 3.0

Was die Sonne für eine Energie hat zeigt uns das aktuelle Wetter gerade, keine Frage. Aber diese Energie kann man natürlich nicht nur anmeckern und mit Klimaanlagen bekämpfen sondern vielmehr nutzen. Solarenergie ist das Stichwort. Häufigster Platz zum Aufstellen von Warmwasser- und Strommodulen ist das Dach.

Der Wissenschaftspark in Gelsenkirchen-Ückendorf macht es vor, hier steht seit 1995 die „Mutter“ aller Solaranlagen im Ruhrpott. Circa 1.200 Quadratmeter Modulfläche, streng in Richtung Süden ausgerichtet liefert im Durchschnitt 150.000 Kilowattstunden pro Jahr. Außerdem gibt es anschauliche Stationen auf dem Dach, die zum Beispiel zeigen inwieweit die Ausrichtung und Neigung von Solarelementen Einfluss haben auf die Energieausbeute (siehe Bild). Bei Besichtigungstouren werden die – neben dem tollen Ausblick auf Gelsenkirchen – erklärt, kann ich nur empfehlen!

Pommernsiedlung GE, Foto: THS (c)

Pommernsiedlung, Foto: THS (c)

Gelsenkirchen hat sich sowieso der Solarenergie verschrieben, nennt sich gar Solarstadt. Neben dem Wissenschaftspark kenn ich noch zwei sehr große Anlagen auf den Dächern des ehemaligen Großmarktes in Ückendorf und auf dem Solarbunker nahe dem Bahnhof (es gibt aber wesentlich mehr, siehe Pommernsiedlung). Aber nicht nur die großen Anlagen werden gefördert, sondern auch die kleinen, die ganz normalen Häuser sollen – wo sinnvoll – mit Solaranlagen bestückt werden.

Dazu hat die Stadt ihr Solarkataster errichtet und jetzt vollständig ins Netz gestellt (siehe hier). Hier können Hausbesitzer ganz einfach anhand der Farbe ablesen wie sehr sich ihr Hausdach für Solarenergie eignet.

Aber damit ist nicht Schluss, in der Initiative SolarGEdacht gibt es auch weitere Unterstützung:

„Ergänzt wird das Solardachkataster Gelsenkirchen durch die Beratungsinitiative „SolarGEdacht“, die gemeinsam von Stadt und Gelsenkirchener Unternehmen ins Leben gerufen wurde. In Gelsenkirchen ansässige Hersteller von Solaranlagen, Handwerker, Planungsbüros und Banken nehmen das Solardachkataster zum Anlass, um gemeinsam Informations- und Beratungsangebote und vorteilhafte Konditionen für Gelsenkirchener zu erarbeiten.“

Gelsenkirchen bewirbt sich auch zusammen mit Herten für die InnovationCityRuhr. Zusammen mit Bochum, Bottrop, Essen und Mülheim sind sie bereits im Finale. In dem Modellprojekt des Initiativkreises Ruhr soll ab Ende 2010 ein Stadtteil mit circa 50.000 Einwohnern zur Niedrigenergiestadt umgebaut werden, der Energiebedarf mit Hilfe neuer Technologien halbiert, eine umweltfreundliche und energieffiziente Mobilität erreicht werden.

Na, da ist Gelsenkirchen doch schon auf einem guten Weg, nicht wahr?

Design-Kiosk

Logo von Designkiosk RUHR.2010 / Grafik: DESIGNKIOSK RUHR.2010/Silke Seibel

Grafik: DESIGNKIOSK RUHR.2010/Silke Seibel

Nein, nein, nicht die Kioske sind designed sondern die Dinger, die du da kaufen kannst;-).

Wobei du nicht überall alles kaufen kannst, sondern immer nur 9 Artikel pro Kiosk,per Zufall der Bude zugelost. Und kann sein, datt beim nächsten Besuch ein paar ausgetauscht sind, oder auch nich. Insgesamt 30 Designer haben Produkte entworfen, von Vasen u. a. mit USB-Anschluss und  Wegwerfsteinen über Ruhrverlauf-Anstecknadel und Pottlappen bis zum Espressobecher und Wanduhr.

024 "Helfende Hände", Haushaltshandschuhe - Latex, Baumwolle. Ursula Pahnke-Felder, NL-Venlo. 11.90 EUR

024 "Helfende Hände", Haushaltshandschuhe - Latex, Baumwolle. Ursula Pahnke-Felder, NL-Venlo. 11.90 EUR

Wobei zum Konzept noch mehr gehört:

  • eigene Webseite mit allen Standorten, Infos und Links zu den einzelnen Designern (direkt am jeweiligen Produkt)
  • Routen durch die Quartiere rund um die Kioske (auch als gpx, kml, tomtom), eine Art Werbeaktion für die Kreativ.Quartiere
  • gutes Google Mashup mit allen Standorten und auch Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
  • Bestellmöglichkeit via Internet bei DHLOG
  • 021 GLUCK, Wanduhr - Schichtstoffplatte, Uhrwerk (ohne Batterie). Martin Neuhaus, D-Köln. 19,90 EUR

    021 GLUCK, Wanduhr - Schichtstoffplatte, Uhrwerk (ohne Batterie). Martin Neuhaus, D-Köln. 19,90 EUR

  • einem mobilen Kiosk, der durch den Pott wandert
  • einen Flickr-Stream mit Bildern der Kioske (hier kommen hoffentlich bald mehr Aufnahmen dazu)
  • an drei Buden kannst du brompton-Klappfahrräder ausleihen und damit das Quartier erkunden.  (leider hab ich noch keinen Preis dazu gefunden)

Was gefällt mir gut?

  • Das bereits vorhandene, ganz normale Kioske die Sachen vertreiben.
  • Das viele Designer vertreten sind und zusätzliche Produkte in ihrem Kiosk anbieten können.
  • Das auf die Umgebung eingegangen wird (Fahrräder könnten mehr sein).

Was mir nicht so gut gefällt?

  • Die Preise – selbst wo ja 20€ nie nich überschritten werden – finde ich manchmal, naja selbstbewusst. Mal schauen was der Verkauf zeigt.
  • Die künstliche Produktverknappung (ok, ok, ok, ist ein wichtiges Marketingwerkzeug, trotzdem).
  • Das So die eine oder andere praktische Infos auf den Seiten fehlt oder dem Google-Mashup nich drauf ist (Leihpreise fürs Fahrrad, Öffnungszeiten der Kioske, etc.). Kommt vielleicht noch.
019 Pottlappen, zwei Topflappen - Baumwoll-Grubenhandtücher. Barbara Lange, D-Essen. 19,90 EUR

019 Pottlappen, zwei Topflappen - Baumwoll-Grubenhandtücher. Barbara Lange, D-Essen. 19,90 EUR

Werd die Woche mal in Ückendorf schauen das ich im Kiosk 04 reinschaue. Dort stellt Barbara Lange aus. Sie macht die Pottlappen! Und Kissen zum Im-Fenster-liegen-und-rausgucken. Und Handtücher, Kochschürzen.

Air Liquid in Oberhausen-Holten

Air Liquide Oberhausen (c)

Air Liquide Oberhausen (c)

Die Firma Air Liquid hat drei Luftzerlegungsanlagen am Standort Oberhausen-Holten. An der 65 m hohen Trennkolonne neben der A3 hängen seit Ende März zwei 4 x 6 Meter große Banner mit dem Logo der RUHR.2010. Rund 100.000 Kfz fahren da täglich vorbei, netter Werbeeffekt.

Air Liquid ist Sponsorpartner der Ruhr.2010. Das Hauptengagement liegt auf dem Projekt SchachtZeichen, bei dem bis zu 400 mit Helium gefüllte Ballone vom 22. bis 30. Mai an ehemaligen Schächten und Zechen im Ruhrgebiet aufsteigen werden. Nicht nur das Helium wird in circa 1.500 Gasflaschen bereitgestellt, auch notwendiges Equipment und Unterstützung in Form von Sicherheitsschulungen steuert das Unternehmen zu diesem Projekt bei.

Helium und andere Edelgase (z. B. Argon als Schutzgas zum Schweißen) sowie Sauerstoff und Stickstoff werden bei der Luftverflüssigung und Zerlegung gewonnen. Die Anlage in Oberhausen ist eine der größten in Europa und produziert mehr als 2,5 Millionen Tonnen Luftgase pro Jahr.

Heute Nachmittag ist übrigens eine Promotionveranstaltung von Air Liquid zu SchachtZeichen. Die letzte Flasche Helium wird in Krefeld befüllt, Oliver Scheytt für die Ruhr.2010 und Markus Sieverding als Vorsitzender der Air Liquid Geschäftsführung werden dort Pressevertreter und Volunteers begrüßen. Original-Anhänger und Ballon inklusive. Bin mal gespannt.

Vormerken: Karmariders 10.07.2010

Am 10. Juli 2010 machen die Karmariders die dritte Ruhrpott – Tour. Und Herbert Knebel ist auch wieder dabei.

Tag 76

Demo in den Städten: „Unsere Stadt geht kaputt – Wir wehren uns!“. Die Gewerkschaften rufen zu einem Sternmarsch (Autokorso) nach Recklinghausen auf. Morgens um 10:30 Uhr trifft man sich in den Städten Bottrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gelsenkirchen, Gladbeck, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick und Waltrop. Und dann geht es zur Abschlussveranstaltung Samstag 20. März ab 13 Uhr auf dem Altstadtmarkt in Recklinghausen. Ein ganz besonderer Local Hero! Hingehen!

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Der Frühling ist da! Am Mechtenberg wird das zweite Fest gefeiert, diesmal mit vielen Eiern und anderen Frühlingsbräuchen.

Ansonsten fühle ich es auch. Zweistellige Temperaturen. Leute reden von Bikini, Biergärten und besonderen Gefühlen. Ich brauch die Standheizung nicht mehr zu programmieren. Katzen sitzen morgens vor dem Fenster und lauschen dem Vogelgezwitscher. Herrlich.

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„Der gemeinsame Fachbeirat Gewässerökologie des Deutschen Anglerverbandes und der NaturFreunde Deutschlands haben die Emscher in Nordrhein-Westfalen zur Flusslandschaft des Jahres 2010/2011 ausgerufen.“

Erster Termin ist die Proklamation am 21. März am Emscherquellhof in Holzwickede.

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Auch mit der Emscher beschäftigt sich Pilgern im Pott, eine Aktion der Evangelischen Kirchen in Westfalen und Rheinland. Gepilgert wird entlang des Emscherradweges bzw. des Emscherparkweges, evanglische Kirchen sind als Ruhrpunkte aufgezählt. Sehr schön gemachte und informationsreiche Webseite. lohnt sich!

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Stefan Brockhaus hat ein pfiffiges Plakat zum Ruhrpott entworfen, bin gespannt was da draus wird.

Tag der Logistik – auch im Ruhrpott

NYK Logistics (Deutschland) GmbH & D3T Duisburg Trimodal Terminal GmbH

NYK Logistics (Deutschland) GmbH & D3T Duisburg Trimodal Terminal GmbH

In gut einem Monat, am 15. April gibt es wieder mal den bundesweiten Tag der Logistik. Für dich kann das ein interessanter Blick hinter die Kulissen sein, für die beteiligten Unternehmen und Institutionen ist es eine gute Marketingkampagne. So wirbt die eigens dafür angelegte Homepage:

„Logistik ist mehr als nur Transport, Lagerung und Umschlag. Am Tag der Logistik gewähren Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik-Dienstleistung der Öffentlichkeit Einblicke in die Vielfalt logistischer Aufgaben. Logistikinstitute stellen ihre Forschungsprojekte vor, Bildungseinrichtungen präsentieren ihre Angebote.

DB Schenker in Duisburg

DB Schenker in Duisburg

Der Tag der Logistik steht unter dem Motto „Logistik macht’s möglich“. Mit einer Veranstaltung kann sich jedes Unternehmen und jedes Institut beteiligen, dass im Bereich Logistik etwas zu bieten hat. Alle Veranstaltungen sind kostenlos zugänglich und evtl. anmeldepflichtig.“

Das Programm ist ganz unterschiedlich. Fachvorträge oder allgemeine Unternehmens-Präsentationen, Werksbesichtigungen oder sogar die Möglichkeit selbst etwas auszuprobieren. Dementsprechend werden auch verschiedene Zielgruppen angesprochen: Lehrer mit ihren Schulklassen, Nachbarn des Werksgeländes, Studenten zur Orientierung bei der Studienwahl oder zur fachlichen Vertiefung, andere Unternehmen, usw.

Studententag der Logistikmetropole Ruhr in Dortmund

Studententag der Logistikmetropole Ruhr in Dortmund

Auch Standorte aus dem Ruhrgebiet beteiligen sich an dem Programm. So ist die Infracor in Marl mit ihrem Logistikbereich vertreten, aus Hünxe macht die LGI Logistics Group International GmbH mit, aus Duisburg beteiligen sich gar mehrere Firmen (DB Schenker, DIT Duisburg Intermodal Terminal GmbH, duisport packing logistics GmbH, Greiwing logistics for you GmbH, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG), aus Dortmund ist die SuperOffice GmbH dabei – und der Studententag LogistikRuhr (von BVL Regionalgruppe Ruhr). In den beiden Vorjahren waren hier jeweils mehr als 600 Studenten zusammen gekommen um sich über Unternehmen der Logistik und Fachthemen zu informieren und auszutauschen (Flyer).

(alle Photos sind Pressebilder der beteiligten Unternehmen aus den Veranstaltungen der Vorjahre, das Copyright liegt bei den jeweiligen Unternehmen!)

Ökostadt im Ruhrgebiet

Im Ruhrpott wird stark an der Ökostadt gearbeitet, les ich in den Nachrichten. Auf Neudeutsch heißt das dann Innovation City Ruhr.

Solarmodule & Sonnenkollektoren, Bild von KMJ, Wikipedia. Lizenz: cc-b-sa 3.0

Solarmodule & Sonnenkollektoren, Bild von KMJ, Wikipedia. Lizenz: cc-b-sa 3.0

Ich hatte sowas ähnliches schon mal für meinen Heimatort vorgeschlagen: ein Neubaugebiet rein für ökologisches Bauen auszuschreiben, mit Solar-/Windenergie und evtl. noch einem zentralem Heizblockkraftwerk, Regenwassersammelanlage und Trennung von Trink- und Nutzwasserkreisläufen, biologische Vorklärung der Abwässer, natürlich Niedrigenergie- und Passivhäuser, einheimischer Grünanlagenbepflanzung, …, aber wollte keiner, wäre zu teuer und kein Bedarf und vor allem: ohne Fördermittel sei das nicht zu stemmen. Und das war ein Neubaugebiet, wie gesagt.

Dem Initiativkreis Ruhrgebiet geht es aber um den Umbau einer bereits vorhandenen Stadt(teils), im WAZ-Artikel steht im kleinen Kästchen nebendran:

„Praxistest. Um die Innovationen im Sektor Energie-Erzeugung und Energie-Effizienz besser zu vermarkten, soll ihre Umsetzbarkeit vor Ort demonstriert werden. Innovation City wird also ein Praxistest. Der Initiativkreis Ruhr setzt dabei auf die Erneuerung gewachsener Stadt- und Gebäudestrukturen. Sein Ziel ist es, Kohlenstoffdioxid-Minderung mit höherer Lebensqualität und Wirtschaftlichkeit zu kombinieren. Dabei sollen die Synergien der Unternehmen genutzt und solche Projekte umgesetzt werden, die einzelne Akteure alleine nicht realisieren könnten.“

Stromtankstelle, Bild von Flominator, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Stromtankstelle, Bild von Flominator, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Wie wäre es zum Beispiel mit der Bereitschaftssiedlung in Marl nahe dem Chemiepark? Häuser mit vier bis sechs Einheiten, nahe beieinander mit viel Grün drumrum, auf die Dächer Solaranlagen setzen, Häuser besser isolieren, Heizungen umstellen auf irgendetwas was per Pipeline vom Chemiepark geliefert werden könnte, die Fahrzeuge umrüsten auf Elektro- oder Hybridantriebe und den Strom aus dem neuen geplanten Kraftwerk beziehen, vielleicht noch eine Station mit CityRad Ruhr aufbauen, … , wissenschaftlich begleitet durch das hiesige Science-to-Business Center. Hmmm, viele Häuser schon in Privatbesitz? Windräder mitten in der Stadt nicht durchsetzbar? Liegt nicht tief genug im Kohlenpott? Schade, wo doch der Projektleiter im Initiativkreis, Alfred Oberholz, sich hier als ehemaliger Degussa- und Evonik-Vorstand gut auskennt. Der hat übrigens laut dieser Zitatsammlung was sehr Interessantes dazu gesagt: „Forschung ist die Umwandlung von Geld in Wissen, Innovation ist die Umwandlung von Wissen in Geld.“

Da bin ich ja gespannt was bei der Innivation City rauskommen wird. Selbst in der FTD wird berichtet:

„Mitten im ehemaligen Kohlerevier soll eine 50.000- Einwohner-Stadt mit allen derzeitigen technischen Möglichkeiten zur Ökostadt umgebaut werden. Das Ziel sind gut 50 Prozent CO2-Einsparung durch Wärmedämmung der Häuser, Optimierung der Industrie, Elektroautos, Windräder und Solaranlagen.
Zugleich soll die ganze Stadt saniert und erneuert werden – ein Sechser im Lotto für jeden Bürgermeister. Die Investitionshöhe wird bisher nicht genannt, sie dürfte enorm sein. Die Industrie hofft aber, einen Großteil der Kosten durch Verkauf des Know-hows an andere Städte und Export wieder herein zu bekommen.“

Ja, Bingo! Die Städte konkurrieren seit jeher nicht nur um Industrie- oder Kulturansiedlungen, sondern auch um Sanierungs– und Renovierungsgelder. Das war schon bei den Zechensiedlung oder der IBA Emscher Park so. Geht einfach nur weiter. Da gefällt mir zumindest die Forderung der Linken im Ruhrparlament nach Beteiligung der Öffentlichkeit.

Aber jetzt hör ich mal auf zu meckern. Immer diese schlechte Stimmung wenn was Neues im Ruhrgebiet entwickelt wird. Ach, so neu ist das gar nicht? Gibt es schon überall auf der Welt? Selbst in China?

Weitere Infos findest du:

Tag 65

Schönes Wetter und was mach ich? Hab mit einem Hoch-Entaster die Bäume in unserem Garten gestutzt. Meine Güte werd ich morgen einen Muskelkater haben. So sechs Meter Metallstange mit Mini-Kettensäge vorne dran hat verdammt viel Hebelwirkung, trotz Rücktrage. Und wenn die Äste unten liegen sieht das auch viel größer aus als am Baum. Und erst bei der Laubtonne. Seufz, die nächsten Wochen wird die wohl voll sein.

Aber egal. Schön, das man sich so ein Teil inzwischen leihen kann. Die hatten da auch Bagger – fehlt nur noch Blaulicht und Eifel *g*. Und ich hab mit dem Menschen ein interessantes Gespräch über die vorgeschriebenen elektrischen und mechanischen Prüfungen geführt. Sowas in der „Schreibs auf Papier“-Software vernünftig einzuführen bin ich grad am Arbeitsplatz dabei. Die Welt ist ein Dorf!

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Apropro Dorf, ich sollte mal was zur Innovation City Ruhr machen. Am Sonntag, versprochen.

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Zur Erinnerung: Das FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE-Portal macht morgen auf. Dazu gibt es einen Festakt im LWL-Industriemuseum, Zeche Zollern II/IV, Dortmund. 07. März, 11:00 Uhr. Auf den Inhalt der Internetseite bin ich besonders gespannt.

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„Die Zweigniederlassung des Kulturbüros Hundertmeister „factory“ hat ab dem 31.03.10 besenfrei dem Vermieter zur Verfügung zu stehen. So steht es zumindest im Flur der „factory“ zu lesen. Grund sind städtische Kürzungen, hinlänglich bekannt, nicht minder beklagenswert und fragwürdig in ihren Entscheidungen.“

… schreibt KunstDU zu der letzten Ausstellung in der factory, Duisburg. Also heute und morgen hingehen und staunen und mitmalen (Kinder ausdrücklich erwünscht). Und am Sonntag, den 28. März, um 18 Uhr gibt es die Finissage mit Weißtünchung der direkt auf den Wänden gemalten Bilder statt. Bitte Kittel anziehen!

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Kuchenbäcker oder Puddingmacherinnen unter euch? Dann wäre vielleicht die Ausstellung „Kubistische Kuchen und geometrische Gelees“ was für euch. Wie beschriebt es das MKK in Dortmund so schön:

„Die Sammlung von Sturzformen des 19. Jahrhunderts aus dem Leopold Museum Wien wurde wegen ihrer bizarren, an Skulpturen erinnernden Formen angelegt. In der Ausstellung sind rund 60 dieser kunstvoll gearbeiteten Exponate assoziativ mit Architekturmotiven kombiniert. Losgelöst von ihrer konkreten Bestimmung verschwimmen für den Betrachter die Grenzen zwischen Alltagskultur und Kunst.“

Da fällt mir ein, ich könnte mal wieder einen Kuchen backen.