Videos zu den Schachtzeichen

Die Pressekonferenz am 20. Mai bot BKFMedia Gelegenheit zu mehreren Interviews:

[Youtube=http://www.youtube.com/watch?v=8oedFiAyauQ]

Die Deutsche Welle hat Volker Bandelow auf der Halde Howeward und Peter Wagner auf der Zeche Recklinghausen befragt:

[Youtube=http://www.youtube.com/watch?v=GTQnCbbgPpg]

Und der Pottblog filmte den Aufstieg des Ballons auf Friederica in Bochum, etwas wackelig und teilweise beschleunigt, aber ein echtes Zeitdokument;):

[Youtube=http://www.youtube.com/watch?v=eh72AeTyTD4]

Aussichtpunkte zu den Schachtzeichen (Dortmund)

Egal ob Dortmund jetzt besser in Osten oder Mitte gepasst hätte, hier sind meine Vorschläge für die Aussichtspunkte.Die Ruhrnachrichten hatten übrigens letztes Jahr schon mal alle Dortmunder Punkte aufgelistet, beschrieben und bewertet, siehe hier (mit Karte)!

  • Hansa mit hölzernem Kokslöschturm, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Hansa mit hölzernem Kokslöschturm, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Der Deusenberg (40 m über Grund) ist eine versiegelte Mülldeponie in Deusen mit Mountainbike-Arena und guter Aussicht (Fotos), oben ein kleines Plateau. Allerdings ist er nicht vollständig zugänglich, nur der östliche/südliche Teil ist offen, von da aber Dortmund gut zu sehen. Parkplatz an der Lindberghstraße, Zugang entlang der Emscher. Links: Wikipedia, Ruhrgebiet-Industriekultur, Ruhrnachrichten, Google Map

  • Direkt nebenan liegt die Kokerei Hansa, die hatte ich kürzlich schon wegen dem Montantrödelmarkt. Links: Wikipedia, RIK (Führung), Industriedenkmalstiftung
  • Blick vom Förderturm Zeche Zollern, Bild von Rainer Sielker, Wikipedia, Public domain

    Blick vom Förderturm Zeche Zollern, Bild von Rainer Sielker, Wikipedia, Public domain

    Die Halde Gotthelf ist so eine einerseits/andererseits Geschichte. Als Spitzkegelhalde der 1. Generation müsste sie eigentlich eine super Aussicht bieten (hcoh & steil), laut dem Buch „Über alle Berge“ (s. Buchtipps) ist sie aber zugewuchert und hat schlechte Wege (Aussage von 2009). Olivol sagte gestern per Twitter: „Aussicht über Südwesten von Dortmund ist von Gotthelf gut. Außerdem bis in die Innenstadt.“ Links: Google map

  • Das U im Umbau, Bild von TBachner, Wikipedia, lizenz: cc-by-sa 3.0

    Das U im Umbau, Bild von TBachner, Wikipedia, lizenz: cc-by-sa 3.0

    Von Olivol (Dankeschön!) stammt auch der Tipp zum Förderturm Zollern, der während einer Führung besichtigt werden kann. Links: Wikipedia, RIK (Führungen), Homepage, Google Map

  • Das Dortmunder U sollte eigentlich am 1. Mai renoviert eröffnet werden. Bisher gab es die kleine Möglichkeit ein Etage zu besichtigen, Fotos/Videos/Installationen sollen dort gezeigt werden. Inwieweit dort ab dem 22. Mai eine Aussichtetage (Ausblick) besucht werden kann – keine Ahnung. Links: Wikipedia, RIK, Homepage, Google Map
  • Der Fernsehturm „Florian“ ist natürlich das Höchste mit seiner Aussichtsplattform in circa 145 m Höhe! Er ist auch wieder geöffnet (nachdem keine Platten mehr runterfallen;-). Leider kostet er Eintritt und zwar zusätzlich zum Eintritt in den Westfalenpark (Tipp: ab 18:00 ist das Ticket 1,-€ billiger). Im Florians kann man auch nett essen (hab ich gehört). Links: Wikipedia (mit Panoramabild), RIK, Homepage, Google Map

Nicht zu empfehlen wegen zu geringer bis gar keiner Sicht sind die Halde Zollern (nur 15-20m hoch, bewaldet) und die Deponie Schleswig (45m hoch aber noch gesperrt).

Aussichtspunkte für die Schachtzeichen (Mitte)

Ab Samstag gehen die gelben Ballone bei Schachtzeichen in die Luft. In der Mitte des Ruhrpotts gibt es ´ne Menge an Hochpunkten, meist Halden. In den Zentren aber oft auch Hochhäuser, die du vielleicht dann benutzen kannst. Der Pottblog hatte da schon eine Meldung (siehe hier). Achte einfach mal auf die Tagespresse, Linktipps im Internet oder ruf doch selbst dort an! Und ein Apell an die Besitzer der Hochhäuser, wie Versicherungen, Sparkassen und sonstige Firmen: wer schlau ist nutzt das als Werbeplattform für sich und ermöglicht (zukünftigen) Kunden den Zugang zu den oberen Etagen!

Infotafel Tetraeder, eigenes bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Infotafel Tetraeder, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

In Bottrop gibt es zwei Halden mit super Aussicht:

  • Der Tetraeder (58 Meter hoch) steht auf der Halde Beckstraße (70 Meter über Grund), auf der höchsten Aussichtsplattform macht das über 100 Meter. Die Zufahrten sind prima geregelt, Parkplätze vorhanden, mit dem Bus etwas schwieriger weil Fußmarsch nötig. Der Anstieg kurz aber knackig ( Treppe mit 387 Stufen ab der Zechenbahn von Prosper III, Fahr-/Laufweg ab Beckstraße). Auf dem Haldentop ist jede Menge Platz, allein auf dem Tetraeder könnte es eng werden. Aber das ist auch nur was für schwindelfreie: Lochgitterroste, schwingende Planken, schiefe Ebene (guckst du). Direkt dabei: Kokerei Prosper, die regelmäßig Löschwolken losschickt, Skihalle Bottrop, ehemalige Zeche Prosper. Die Nachtbeleuchtung könnte Beobachtung der Nachtzeichen stören. Weitere Links: Wikipedia, RIK, Google Map
  • Amphitheater unterhalb der Totems, Bild von Abdull, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Amphitheater unterhalb der Totems, Bild von Abdull, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Die Halde Haniel liegt westlicher, ist hammerhoch (159 Meter über Grund, 185 über NN) und vor allem oben sehr, sehr großflächig (Karte). Ich denke mal, die verträgt eine Menge Besucher. Es gibt den großen Parkplatz direkt am noch aktiven Bergwerk (Fernewaldstraße), dort kommst du via Kreuzweg hoch. Oder du fährst die Halde von hinten an (Kirchhellenerstraße), da ist der Parkplatz aber kleiner. Im Zickzack gehts es recht lang zu Fuß nach oben, Vorsicht beim Abkürzen vor den Downhill-Fahrern! Oben liegt eine grünfreie Mondlandschaft mit der Installation Totems und einem Amphitheater. Weitere Links: Wikipedia, RIK, Bottrop mit Anfahrtsbeschreibung, Google Map.

In Essen:

  • Bramme, Bild von Frank Vincentz, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Bramme, Bild von Frank Vincentz, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Die Schurenbachhalde (gut 50 m über Grund) ist vor allem durch die „Bramme für Das Ruhrgebiet“ von Richard Serra bekannt (67 T schwer, 28 m hoch wovon 15 m rausgucken), sie liegt am Rhein-Herne-Kanal in der Nähe des Nordsternparks. Oben auf dem Buckel wird sie vom Grün freigehalten, damit die Bramme richtig wirkt. Für meinen Geschmack ist es dort immer zu windig aber die Aussicht ist super. Vielleicht ein wenig überlaufen? Links: Wikipedia, RIK mit Faltblatt, Altenessen, Google Map

  • Das RuhrMuseum ist in der Kohlewäsche auf Zollverein untergebracht. Und dort kann man aufs Dach, nämlich durch die Ausstellung „Portal Industriekultur“ hindurch (wenn du die Rolltreppe hochgefahren bist quasi auf der anderen Seite der Kassen). Achtung, Eintritt bezahlen nicht vergessen (2,-€) und normale Öffnungszeit ist nur bis 19:00 Uhr. Links: Wikipedia, Homepage, Google Map
  • Ruhrschnellweg mit RWE-Turm links, Bild von Doco, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Ruhrschnellweg mit RWE-Turm links, Bild von Doco, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Es gibt einige Hochhäuser in Essen: Rathaus (bietet immerhin normale Führungen an, vielleicht mal nachfragen) und RWE-Turm (jeden 3. Sa kostenlose Führungen und am 22. Mai zusätzlich zu Schachtzeichen)

In Gelsenkirchen gibt es (IMHO;-) die schönsten Halden:

  • Halde Rungenberg (60 m über Grund) ist die mit den beiden Scheinwerfern, die sich angucken. Eigentlich eine normale Halde, nur oben ein Kegel aufgesetzt und eingekerbt. Mit Straßenbahn 301 bis Emil-Zimmermann-Allee. Mit Auto von Rungenberg- oder Horsterstraße, dann zu Fuß/Fahrrad in langen Schleifen hoch. Alternativ Treppenaufgang (300 Stufen) aus der Schüngelbergsiedlung.  Schalkes Stadion liegt zum Greifen nah und auch der Rest vom Pott ist rundum gut zu sehen. Ganz oben an den Licht-Kanonen könnte der Platz knapp werden. Links: Wikipedia, RIK, Stadt Gelsenkirchen, Reviermagazin, Google Map
  • Rheinelbe, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Rheinelbe, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Die Halde Rheinelbe ist meine erklärte Lieblingshalde, 40 m über Grund, sehr gut erreichbar über Leithestraße, kurzer Anstieg, oben Schuttkegel, sehr gute Rundumsicht, mitten im Pott (Schätze mal hier kannst du die meisten Schachtzeichen sehen. Links: Wikipedia (mit Panorama), RIK (mit Faltblatt), Reviermagazin, Google Map

  • Zollverein in Essen hat mehrere Halden nahebei gehabt (die aber wegen Bergeversatz klein blieben), die Halde Zollverein 4/11 liegt schon auf Gelsenkirchener Gebiet an der Trabrennbahn (Halde wird auch für Training der Pferde genutzt!). Sie bietet einen ähnlichen Ausblick (45 m über Umgebung) wie die Schurenbachhalde, ist aber deutlich stärker bewaldet und viel einsamer, die Beschilderung fehlt leider völlig, eher was für Abenteurer. Links: Wikipedia, RIK, Google Map

In Bochum:

  • Tippelsberg vom Bergbaumuseum aus gesehen, Bild von Simplicius and Simplicius II, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Tippelsberg vom Bergbaumuseum aus gesehen, Bild von Simplicius and Simplicius II, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Der Tippelsberg (40 m über Grund) besteht zur Abwechslung mal nicht aus Bergematerial sondern aus Schutt und Bodenaushub (U35). Außerdem liegt das Gipfelkreuz auf dem Pflaster anstatt zu stehen. Eine gute Idee sind die Stelen, die erklären was wo zu sehen ist. Anfahrt von der Hiltroperstraße, liegt an der A43 zw. Bo-Riemke und Bo. Links: Wikipedia, Günter Pilger, Revierpanorama, Google Map

  • Das Bergbaumuseum hat einen Förderturm. Der stammt zwar von der ehemaligen Zeche Germania in Dortmund, steht aber fest und kann begangen werden. Rauf mittem Aufzug auf 50m oder 62m und gucken (und das Anschauungsbergwerk lohnt auch). Kostet allerdings Eintritt (Erw. 6,50, Kiddies 3 Euro, Montags zu!). Anfahrt zum Europaplatz oder U35 mit eigener Station. Links: Wikipedia, RIK, Homepage, Google Map
  • Bomin-Haus, Tipp vom Pottblog, Königsallee 175, Bo-Süd, Google Map

In Castrop-Rauxel:

  • Sonnenuhr und hinten der Hammerkopfturm Erin 3, Bild von Schue, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Sonnenuhr und hinten der Hammerkopfturm Erin 3, Bild von Schue, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Die Halde Schwerin (25 m über Grund) im gleichnamigen Ortsteil (Anfahrt via Bodelschwingher Straße) nahe der gleichnamigen Zeche ist ziemlich abwechslungsreich gestaltet, vier verschiedene Aufgänge aus allen Himmelsrichtungen (Geokreuz), oben drauf eine begehbare Sonnenuhr, zwischendrin immer mal was verstecktes (Wassertempel, Skulturen, …). Oben leider recht flach und bewachsen, daher nur begrenzte Aussicht. Links: Wikipedia, RIK, Regionalkunde, Google Map

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Hier sollte eigentlich noch Dortmund hin, schaffe ich aber heute nicht mehr. Und gehört, glaub ich, auch eher in den Osten? Egal, geplant: Deusenberg, Halde Zollern, Dortmunder U, Fernsehturm Florian, …

Aussichtspunkte für die Schachtzeichen (Osten)

Wo (im Osten des Ruhrpotts) hinstellen um die Schachtzeichen zu gucken?

In Lünen gibt es zwei frei begehbare Halden, die aber wegen der geringen Höhe und dem Baubewuchs sich kaum für die Beobachtung anbieten. Allerdings war ich da schon lange nicht mehr (bzw. noch gar nicht), vielleicht gibt es bauliche Veränderungen?

  • Colani-Ei auf Minister Achenbach in Lünen-Brambauer, Bild von Arnold PAul, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Colani-Ei auf Minister Achenbach in Lünen-Brambauer, Bild von Arnold PAul, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Die Preußenhalde am Kanalhafen und Horstmarer See ist circa 15 Meter hoch (über Grund), kein Aussichtsturm, viel Baumbewuchs, Spazierwege. Nahebei der Seepark Lünen, daher guter Freizeitwert (Flyer). Links: Wikipedia, RIK, Google-Map

  • Die Halde Minister Achenbach IV liegt weiter westlich bei Brambauer, ist ebenfalls nicht sehr hoch (aber immerhin noch fast 40 Meter über Grund) und oben weniger bewaldet. Nebenan steht das Colani-Ei (kriegt das eigentlich auch einen Ballon?). Der Blick soll bis nach Dortmund reichen, hier war ich aber noch nicht. Links: Wikipedia, RIK, Google-Map
Skulptur auf Großes Holz, Bild von Smial, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa-nc

Skulptur auf Großes Holz, Bild von Smial, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa-nc

In Bergkamen:

  • Die Halde Großes Holz klingt zwar sehr nach Baumbestand, oben (90 m über Grund, 148 m über NN) kannste aber sehr gut und weit und vor allem rundherum gucken, sehr empfehlenswert. Mit dem blauen Korridor ist sie auch richtig schön geworden. Zufahrt von zwei Seiten (Oberaden und Bergkamen) via Waldstraße, wenig Parkplätze, bitte unbedingt die Anwohnerparkplätze beachten! Gute Wege, viel zu entdecken, wird immer noch weitergeschüttet und weitergestaltet, bleibt spannend. Weitere Links: Wikipedia, RIK, Bergkamen, Google Map

Tief im Osten, in Hamm gibt es das Bergwerk Ost (dessen letzter Schacht dieses Jahr schließen wird) und natürlich auch Erhebungen zu Gucken:

  • Blick von der Kissinger Höhe auf Heinrich-Robert, Bild von Spantax, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Blick von der Kissinger Höhe auf Heinrich-Robert, Bild von Spantax, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Die Kissinger Höhe liegt direkt am Bergwerk Ost (Zeche Heinrich-Robert), ist sehr groß (nach Fläche) und mit 55 Metern über Umgebung nich gar sooo hoch, trotzdem sehr guter Blick (ein Panorama kannst du auf diesem Faltblatt sehen). Auch sonst schön gestaltet, viele Wanderwege (17km! 4%-16% Steigung), ein Bergbaulehrpfad mit praktischem Anschauungsmaterial. Anfahrt über B61 und dann „Zum Bergwerk“ oder vom Bahnhof Hamm mittem Bus bis zur Zeche. Links: Wikipedia, RIK, Förderverein, Faltblatt zur Eröffnung 2001, Google Maps

  • Die Halde Sachsen ist wieder etwas niedriger (30 m über Grund), überschaubarer, liegt aber auch direkt an der gleichnamigen Zeche.  Sie hat sogar drei Gipfel, von denen aber der höchste (Waschberg) die schlechteste Aussicht (Bäume!) und die Panoramahalde mit guter Aussicht (nach Süden und Westen) die niedrigste ist. Während der local hero Woche von Hamm wurde das 8 Meter große Sachsenkreuz auf die Halde geflogen und aufgestellt. Außerdem sehenswert: ein Windsegel (steht auf dem Fundament der abgerissenen Windkraftanlage, Zugang von Norden via Treppe), vier Obelisken, viele Überreste der Bauten, vielfältige Natur. Mit dem Bus oder Auto bis zum Ökozentrum fahren, ausreichend Parkplätze vorhanden. Weitere Links: RIK, RVR, Google Map

Aussichtspunkte für die Schachtzeichen (Norden)

Ich geb es zu, die Einteilung in Himmelsrichtungen ist ziemlich subjektiv, aber ansonsten wurde ich nicht mehr Herr der Aussichtspunkte;-). Hier also die nördlich gelegenen mir bekannten Möglichkeiten sich die Schachtzeichen von einem erhöhten Standort anzuschauen:

Zeche Recklinghausen II, Bild von Rainer Halama, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 2.5

Zeche Recklinghausen II von Hoheward aus gesehen, Bild von Rainer Halama, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 2.5

An der Grenze von Recklinghausen und Herten liegt die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets:

  • Zunächst mal die Halde Hoheward mit der Sonnenuhr und dem Horizontobservatorium. Hoheward ist 110 m über dem Umgebungsniveau hoch und touristisch sehr gut erschlossen. Gepflasterte Wege führen in Spitzkehren (nich so doll für Radfahrer) hinauf, alternativ auch Spiralwege. Die Zugänge gibt es von allen Seiten, Busse fahren bis zu Eingängen, Parkplätze und Gastronomie (z. B. Ewald Cafe, Restaurant am Handweiser) gibt es rundherum. Links: Wikipedia, RIK, Landschaftspark, Herten, Horizontaltastronomie, Google Map. Wird daher wohl ziemlich voll werden und von daher ist die kleine Schwester Halde Hoppenbruch vielleicht die ruhigere Alternative. Dort tummeln sich unterm Windrad ein paar Skulpturen und deutlich weniger Besucher (außer die fahren Mountainbike;-). Dafür ist die Halde auch nicht so hoch (nur 70 m übern Grund), hat nur nach Süden freien Blick (im Norden liegt halt Hoheward) und ist leider etwas bewaldet. Links: Wikipedia, RIK, Herten, Google-Map

Marl:

  • Die Halde Brassert (früher Lipper Höhe genannt) wurde in 1999 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, seitdem ist sie still und leise fast unverändert geblieben. Dorsten, Wulfen und die Bassert Schächte lieferten hier Bergematerial ab, entsprechende Schachtzeichen kannst du von dort sehen. Parkplatz an der Zufahrt „Am Kanal“. Höhe circa 55 Meter über Grund. Links: RIK, Google-Map

Haltern:

  • Feuerwachtürme in der Haard müssen zur Brandbekämpfung  hoch sein und über die Baumwipfel hinweg schauen können. Damit werden sie auch zugleich zum Aussichtspunkt, z. B. der grade frisch gebaute auf dem Rennberg. Der 35 Meter hohe Stahlturm kann bis zur 6. Ebene begangen werden, nach ganz oben kommt nur die Wachmannschaft. Weitere stehen am „Kiebitzberg“ in Marl und am „Farnberg“ in Oer-Erkenschwick. Links: RVR, Google Map

Oer-Erkenschwick:

  • Die Halde Ewald Fortsetzung (circa 50m über Grund) wurde grad erst 2009 fürs Publikum geöffnet, mit einem Haldenfest. Entsprechend sind noch nicht alle Wege angelegt und vor allem, noch nicht viele Sichtschneisen ins Holz geschlagen. Ist also spannend zu schauen welche Schachtzeichen von da oben sichtbar sein werden. Links: Wikipedia, RAG, Kirche, Google Map
Spurwerkturm an der Zeche Waltrop, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Spurwerkturm an der Zeche Waltrop, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Waltrop:

  • Der Brockenscheidt ist unter den Halden wahrlich einer der kleinsten, circa 14 Meter ist er hoch, dazu kommen nochmal die 12 Meter des Spurwehrturmes. Nun, immerhin, für diesen Aussichtspunkt spricht die Nähe zur Zeche Waltrop, die mit vielen Baukörpern (als Gewerbegebiet genutzt, u.a. für Manufactum) aber leider keinem Förderturm mehr erhalten geblieben ist. Gastronomie (in der Lohnhalle mit angeschlossenem Verkauf der Lebensmittel) ist vorhanden, umfangreiches Programm auch, fürs Navi bitte „Landabsatz“ eingeben. Weitere Links: Wikipedia, RIK, M:AIGoogle Map

Aussichtspunkte für die Schachtzeichen (Westen)

Hier dann mal die Hochpunkte, die ich während der Schachtzeichen nutzen will bzw. empfehlen kann (von West nach Ost):

Geleucht auf der Halde Rheinpreußen, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Geleucht auf der Halde Rheinpreußen, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Linksrheinisch gibt es relativ wenig Zechen aber schöne Halden:

  • Die Halde Pattberg (65 m überm Gelände) liegt in Moers an der Ecke A 57 / A 42, ist ein relativ flacher, langgestreckter, bewaldeter Bergrücken mit einem Gipfelkreuz und ein paar Funkamateuren, wenig los, keine Nachtbeleuchtung. Per Bus erreichbar plus PKW-Parkplatz. Links: Wikipedia, RIK, Stadt Moers zu ihren Halden, Google-Map
  • Die Halde Norddeutschland (77 m über Grund) in Neukirchen-Vluyn ist was für Ausdauersportler (vor allem wegen der endlosen Treppe mit ~360 Stufen und LED-beleuchtetem Handlauf;-). Oben gibt es das Hallenhaus und einen ungestörten Rundumblick. Links: Wikipedia, RIK, Neukirchen-Vluyn zu Halde, Treppe und Haus, Übersichtsplan, Google-Maps
  • Die Halde Rheinpreußen (78 m über Umgebungsniveau) liegt in Moers an der A 42 nahe dem Rhein, sie hat auf 70m Höhe das Geleucht von Otto Piene drauf, einen 28 m hohen Aussichtsturm (begehbar bis in 10m Höhe) in Form einer Grubenlampe. Der Turm ist nur an einigen Tagen in der Woche für ein paar Stunden geöffnet und wird Abends rot beleuchtet (siehe Homepage). Rundherum gibt es ein paar Zechen (siehe Karte). Am 24. Mai findet direkt dort eine Schachtzeichen-Veranstaltung statt. Anfahrt mit Bus möglich, Parkplatz in der Nähe (Gutenbergstraße). Weitere Links: Wikipedia, RIK, Stadt Moers zu ihren Halden, Google-Map

In Duisburg gibt es – wie auch sonst im Emschergebiet – viele Zechen (=viele Schachtzeichen):

  • Blick vom Alsumer Berg auf Kokerei und Hochofenwerk Schwelgern, Bild von Rainer Halama, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Blick vom Alsumer Berg auf Kokerei und Hochofenwerk Schwelgern, Bild von Rainer Halama, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Der Alsumer Berg (circa 50 m über dem Gelände) ist eine Schutthalde (auch Beecker Halde genannt) auf dem ehemaligen Ort Alsum (Gipfelkreuz erinnert noch daran). Wegen der Nähe zu den Industrieanlagen am Rhein ist er ein beliebter Standort für Fotografen, auch Nachts. Es gibt allerdings relativ wenig Zechen rundherum, die meisten in östlicher oder südlicher Richtung wo Bäume ein wenig die Aussicht trüben. Die Anfahrt mit ÖPNV ist kompliziert und mit 1h Fußweg verbunden (Maternatunnel!), fürs Auto das Navi auf Alsumer Steig programmieren. Vorteil: Neben den Ballonen kannst du auch die weiterverarbeitende Industrie (Kokerei, Kraftwerk, Stahlwerk) begucken. Links: Wikipedia, RIK, Revierpanorama mit beschrifteten Ausblicken, Google-Map

  • Im Landschaftspark Duisburg-Nord (LaPaDu) an der Ecke A 59 / A42 (nahe Ikea) gibt es den Hochofen 5, der in 70 m Höhe eine Aussichtsplattform hat. Der gesamte Park ist das ganze Jahr über rund um die Uhr und kostenlos begehbar. Abends wird die inzwischen auf energiesparende Leuchtdioden umgestellte Lichtinstallation von Jonathan Park eingeschaltet, das könnte bei den Nachtzeichen zu Sichtproblemen führen. Ansonsten sehr gut erreichbar (Straßenbahn von Duisburg Hbf), Parkmöglichkeiten, Besucherzentrum, Restauration, Spielplätze, Kletterwände, Hochseilparcour , Tauchgasometer, viel Freizeitwert! Links: Homepage, Parkplan, Wikipedia, RIK (Karte Industrienatur), Google-Map

In Oberhausen:

  • Blick vom Gasometer auf die Neue Mitte Oberhausen, Bild von Raimond Spekking, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0 & GDFL

    Blick vom Gasometer auf die Neue Mitte Oberhausen, Bild von Raimond Spekking, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0 & GDFL

    Der Gasometer (Höhe 117,5 m über Grund) hat in der Schachtzeichenwoche bis 22:00 Uhr geöffnet und er hat schon mal den großen Vorteil, das ein Aufzug nach oben führt. Ist also auch für Leute mit Rolli geeignet (an der Info Bescheid sagen, der „normale“ Aufzug fährt erst ab der 3. Ebene! Rampen auf dem Dach sind ziemlich schräg.). Nachteil ist, das der Eintritt zur Ausstellung fällig wird (die ist aber auch absolut sehenswert!), Eintritt 7 Euro, Tipp: gleich ne Dauerkarte nehmen, die kostet nur 15 Euro. Außerdem: Gut erreichbar via Centro Oberhausen (Parkplätze, ÖPNV, plus Fußweg). Auch im Dunkeln kein Problem da Wege beleuchtet sind. Essen gehen und weitere Freizeitgestaltung im Umfeld gut möglich. Evtl. aber überlaufen und oben nur begrenzt Platz auf dem Dach! Am 28. Mai (18:00-24:00 Uhr) nicht wundern wenn dir Darth Vader entgegenkommt, da ist die „Vollmondnacht: Star Wars“! Weitere Links: Wikipedia, RIK, ERIH, Google-Map

  • Die Knappenhalde (Höhe 55m über Grund) liegt auf der anderen Seite des Centros und ist stark bewaldet, hat aber oben einen Aussichtsturm, der ein paar (nicht alle!) Blickrichtungen ermöglichen sollte. Direkt dabei liegt die Zeche Oberhausen, die sich einen der Ballone im letzten Jahr mit dem KulturRun selbst erlaufen hat und ein prima Programm anbietet. Der Aufstieg von der Knappen- oder Lipperstraße (leider nur wenige Parkplätze) dauert ein bisschen, da er größtenteils in Spiralen hochgeht, ein wenig Kunst ist rechts und links des Weges zu sehen, keine Beleuchtung. Vorteil: wenig bekannt, Anfahrt von Oberhausen Hbf mit Bus bis zur „Zeche Oberhausen“ möglich (Achtung Fahrtzeiten checken!), preiswerte Übernachtungsmöglichkeit im Hostel. Nachteil: nur begrenzter Platz auf der Aussichtsplattform. Links: Wikipedia, RIK, Oberhausen-Rheinland, Google-Map

… Fortsetzung folgt …

Tolle Aussichtspunkte für die Schachtzeichen (Linktipps)

SchachtZeichen beim Landschaftspark Duisburg-Nord, (c) Foto von ujesko

SchachtZeichen beim Landschaftspark Duisburg-Nord, (c) Foto von ujesko

Das Projekt Schachtzeichen steht an und viele fragen nach Infos. Ich mach hier mal weiter mit einigen Linktipps:

Zunächst einmal die Homepage selbst, dort gibt es inzwischen wirklich, wirklich gute Infos! Ich hatte ja schon mal davon berichtet, deshalb nur die Kurzfassung:

Damit du weist wie die Zechen ausgesehen haben und vor allem heute noch aussehen – schau mal auf die Seite Zechensuche, dort bekommst du nach Städten sortiert Bilder angezeigt. Hat mir schon oft weiter geholfen die Fördertürme anhand ihres Aussehens zu identifizieren. Ähnlich geholfen hat mir auch immer die Seite Zechenkarte, die nicht nur die Schächte in Google-Maps anzeigt sondern auch einige Daten, weiterführende Links und Fotos. Am besten wäre es wenn du diese Daten mitnehmen würdest oder vor Ort abrufen könntest.

Solche, mit viel Liebe und Arbeitsaufwand privat erstellten Webseiten gibt es eine Menge, ich lese öfters:

  • Fördergerüste.de (sehr umfangreich, Liste Bergwerke im Ruhrpott, Arten von Fördergerüsten erklärt, Geschichte des Bergbaus, Ausbauarten untertage, 3D Modelle, Animationen, viel aktuelles, ständig gepflegt!)
  • Der-Förderturm.de (tolle Postkarten aber auch technische und Geschichtsdaten, Lage der Grubenfelder, Entwicklung der Förderturmbauweise, pflegt auch Infos zu anderen Bergbaugebieten)
  • Günter Pilger macht viele Fotos, nicht nur aus dem Ruhrgebiet oder Essen.

Offizieller geht es bei der RAG zu, sie hat zum Beispiel eine Seite mit den noch laufenden Betrieben (Zechen, Kokerei, Verwaltung). Und lesenswerte Publikationen (als PDF herunterladbar). Außerdem betreibt die RAG das Steinkohle-Portal. Und dort gibt es eine praktische Haldenkarte, beim Anklicken springst du in Google-Maps ab!

Ruhrgebietskarte von Threedots (Daniel Ullrich), Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Ruhrgebietskarte von Threedots (Daniel Ullrich), Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Dann gibt es noch die Wikipedia, die sowohl zu den Halden im Ruhrgebiet als auch zum Bergbau im Ruhrgebiet schon viele Artikel hat. Einen guten Einstieg bieten die beiden Portale: Ruhrgebiet und Route der Industriekultur, die die Artikel ein wenig übersichtlicher präsentieren. Gerade weil die Wikipedia ja kein Reiseführer ist findest du hier weitergehenden Infos als anderswo. Mein Tipp ist der Artikel über die RIK-Landmarken (mit Karte).

RIK Hinweisschild, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

RIK Hinweisschild, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Die Route der Industriekultur gibt es schon seit Mai 1999. Sie zeigt an über 900 Standorten die Vielfalt im Ruhrgebiet anhand von Zechen, Halden, Siedlungen, Wasserwegen mit Häfen und Schleusen, ehemalige und aktuelle Industrieanlagen, Parks und Friedhöfe, Denkmäler, Eisenbahnstrecken und Bahnhöfe, usw. Also sowieso schon eine tolle Sache. Du kannst dort nach den Halden und anderen Aussichtspunkten stöbern, entweder per Name suchen oder mittels der Panoramen oder in den verschiedenen Themenrouten nachschlagen. Der große Vorteil bei der RIK sind die Zusatzinfos: die Anfahrt wird immer wieder erklärt, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, der Absprung zum Geodatenserver mit gutem Kartenmaterial ist verlinkt (oder du schaust gleich auf LuKaS). Hier kannst du dich gründlich über Anfahrt und Aufstieg informieren!

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat seine Webseiten aufpoliert und nennt sie jetzt metropoleruhr ;-o. Du kannst dort suchen, zum Beispiel nach Halde. Und einen Stadtplan aufrufen und ausdrucken. Das Angebot ist etwas unübersichtlich sortiert und erfordert dort etwas Phantasie beim Suchen. Wenn man es aber gefunden hat dann gibt es eine Menge guter und aktueller Infos.