Tag 82 – in den Untiefen der Speicherung gefunden

„Kann eine Radtour zu Hochöfen und Kettenfabriken Erholung für die Seele sein?“ fragt der Spiegel. Und gibt in einem vierseitigen Bericht „Radreise im ‚Pott‘ – Tour de Ruhr“ selbst die positive Antwort. Es geht um den Ruhrtalradweg.

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„Im Mittelpunkt dieser umfangreichen Ausstellung steht die Zeche Hannover in Bochum, die Bernd und Hilla Becher hauptsächlich 1973, im Jahr der Stilllegung des Steinkohlenbergwerks, in zahlreichen Photographien aufgezeichnet haben.“ So beginnt die Pressemitteilung zur Ausstellung der Fotografien von Bernd und Hilla Becher. Vom 26. März bis zum 18. Juli 2010 werden die Bilder in Köln, in der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur gezeigt.

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UPDATE vom 28. März:

Uff, so langsam komm ich wieder mit dem Schreiben hinterher. Schwelm hab ich schon fertig, dabei ist ab heute schon Gevelsberg dran. Die Bilder der Treppe hab ich noch nachtragen können. Nun, ich hab Urlaub, da werd ich noch ein wenig mehr hinkriegen. Und genießen.

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Grand Tour im Ruhrgebiet – Grand Sottise!

Grand Tour Box mit Inhalt, Foto: projekt2508

Grand Tour Box mit Inhalt, Foto: projekt2508

Ich hab mich ja schon über das Ruhr2010-Ticket und auch die Grand Tour Ruhrgebiet aufgeregt. Eigentlich mehr deshalb weil sie auch Sachen außerhalb des Ruhrgebiets anbieten (Mitnahmeeffekt).

Jetzt ist aber die Internetseite mit den konkreten Angeboten der Grand Tour rausgekommen und ich muss mich nochmal richtig aufregen, diesmal aber über die Preise. Wenn ich als Touri mir ein Paket hole erwarte ich eigentlich das es dadurch billiger wird.

Ok, ok, ok, ein paar Beispiele:

Die kleinste Box „S“:

… besteht aus 1 handlichen Metallbox, 4 Gutscheinen für Museen und weitere Attraktionen, 4 ausgewählten Thementouren, Insidertipps und Empfehlungen (Essen, Trinken, Abendveranstaltungen), dem Kulturhauptstadtprogramm RUHR.2010, Preis für alles 49,-€.

Nehmen wir mal die Themeroute Nr.1, genannt Kunsträume. Sie bietet für die Gutscheine verschiedene Möglichkeiten an, so auch Museum Folkwang (Eintrittspreise Sonderausstellungen 2010 inkl. Sammlung Di-Fr 10 €, Sa/So und an Feiertagen 12 €) oder Ludwiggalerie Schloss Oberhausen (Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr 6,50 €) oder Kunstquartier Hagen (Kombi-Ticket für das Osthaus Museum und Emil Schumacher Museum, sehr empfehlenswert!, 6 €) oder Museum Ludwig in Köln (9 €, Achtung Karnevalwoche zu!) oder NRW-Forum Düsseldorf (Kombiticket Erd- und Obergeschoss 7,80 €).

Selbst beim teuersten Museumsbesuch komm ich maximal auf 48,- €. Die Box dann noch für 1 Euro und es passt.

  • Ja, aber die Tourenbeschreibung und die Insidertipps werden jetzt einige sagen. Ok, wer keinen Reiseführer hat oder kein Internet (download der Tipps in den Tourenbeschreibungen hier), wer im Hotel oder Reisebüro nicht ein bisschen fragt der kriegt hier schnell einige Infos. Fast Food für Kunstkonsumenten sozusagen.
  • Ja, aber werden die Marketingleute sagen. Mit so einer Aktion machen wir doch die Sachen erst so richtig bekannt. Ist ja auch ok – nur warum muss ich dann dafür noch extra blechen?

Der Fairness halber sei gesagt das einige wenige Punkte aus anderen Touren durchaus zu einer Einsparung führen können. So ist das Ticket für die Biennale der Lichtkunst mit 15,- € zu veranschlagen (mal 4 macht 60,- €). Allerdings muss man das erst in Unna oder Hagen eintauschen und da würd ich mich früh aufmachen um noch einen passenden Platz zu bekommen.

Die mittlere Box „L“:

… besteht aus 1 handlichen Metallbox, 1 Übernachtung im 4***-Hotel inkl. Frühstück für zwei Personen, 2 Gutscheinen für Museen und weitere Attraktionen, 4 ausgewählte Thementouren, Insidertipps und Empfehlungen (Essen, Trinken, Abendveranstaltungen), dem Kulturhauptstadtprogramm RUHR.2010, alles zusammen für 149,- €.

Also einmal Hotel dazu und zwei Eintrittskarten weg. Upps. Ich hab zwar mehr Zeit, kann mir aber weniger angucken?

Nehmen wir ein Hotel aus den Partnern dieser Aktion, das NH-Dortmund. Abgesehen davon das ich als Touri nicht unbedingt am Hauptbahnhof übernachten muss ist es bestimmt ein sehr gutes Hotel. Mittels HRS gebucht kostet es an einem Wochentag im März 99,- € plus 2 mal Frühstück a 18,- € = 135,- €, am Wochenende nur 79,- € plus Frühstück = 115,- €.

Eine Übernachtung am Wochenende im NH-Dortmund mit schweineteurem Frühstück und teuerstem Museum macht dann zusammen 139,- €. Jetzt kostet die Box schon 10,- € (ist aber nich größer). Das Hilton in Dortmund ist an dem Wochenende übrigens für 82,-€ zu haben, inklusive Frühstück macht mit teuerstem Musem dann insgesamt 106,- €.

Da sach ich mir doch: Lieber die Tipps herunterladen, die Reise selbst zusammenstellen und das gesparte Geld gut in kulinarischen Erlebnisse im Pott investieren. Wie viele Currywürste ich dafür alleine essen könnte.

Das Ruhrgebiet ist nicht genug?

Was ist das denn nun?

  • Ein Abzwacken von Aufmerksamkeit für die eigenen Zwecke?
  • Ein echter Mehrwert für Touristen?
  • Netzwerken unter lieben Nachbarn?
  • Oder gar alles zusammen?

Das Ruhr.2010 Ticket für den ÖPNV hatte bereits Highlights außerhalb des Ruhrgebietes in seinem Rabattheft angeboten. So wird dort auf den Friedenssaal im münsteraner Rathaus hingewiesen, auf das dortige Graphikmuseum Pablo Picasso und die Städtischen Bühnen inklusive des Sinfonieorchesters . Ist ja auch sehenswert und liegt nahe. Und so groß ist die liebevolle Konkurrenz zwischen Ruhrgebiet und Münsterland ja auch nicht (oder?), das man nich doch mal in anderen Städten gucken geht oder denen mal ein bisschen Besuch gönnen täte.

Nun wirds aber bald das Grand Tour 2010 Programm geben Weiterlesen

Mörder in der Kulturhauptstadt gesichtet I

Ist dieser Mann ein Mörder? Bild von Edmond Frederik, Wikipedia, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Ist dieser Mann ein Mörder? Bild von Edmond Frederik, Wikipedia, Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Nun, mordsmäßigen Spaß wünsch ich natürlich euch allen auf der Eröffnungsfeier heute und morgen ;-).

Aber es gibt in der Kulturhauptstadt auch „echte“ Mörder:

Hat Max Ballauf den Geschäftsführer der „RUHR.2010 Stiftung“ umgebracht? Aus Eifersucht, weil er beim Klassentreffen seine Jugendliebe wiedersah, es mächtig funkte und er schon mal die Faust an dem Ehemann der Ex ausprobierte? Freund und Kollege Freddy Schenk glaubt da nicht dran sondern eher an den Zusammenhang mit seinem aktuellen Fall, einem erschossenen Bauunternehmer aus Köln. Dann gibt es da noch eine Assistentin Franziska Lüttgenjohann (dieser Name!) und die Essener Hauptkommissarin Vossbeck (sehr bissig). Und Drehorte in  Köln und Umgebung (logisch) sowie in Essen & Oberhausen, auf Zeche Zollverein, in der Margarethenhöhe, am Baldeneysee und am Gasometer in Oberhausen.

Hört sich nach einer ziemlich konstruierten Geschichte an und nach viel Spaß für Ruhris.