Mysterious Zone von Frank Schultze

Wie ein Ufo, das eben gelandet ist, setzt Frank Schultze das "Colani-Ei" in Lünen-Brambauer in Szene. Foto: LWL/Frank Schultze

Wie ein Ufo, das eben gelandet ist, setzt Frank Schultze das "Colani-Ei" in Lünen-Brambauer in Szene. Foto: LWL/Frank Schultze

Frank Schultze, Diplom-Bildjournalist, hat schon den Abbau des Dortmunder Thyssen Krupp Stahlwerkes 2003 fotografiert: „Ein Gigant auf Reisen“ und damit beim Pixelprojekt Ruhrgebiet mitgemacht. Ich hab die Bilder damals in der DASA in Dortmund gesehen.

2006, bei „Marler Wege für den Frieden“ hat er seine Reportage “Zweites Leben kleiner Mörder“ aus Uganda gezeigt.

Bei Zeitenspiegel findest du weitere Reportagen von ihm, z. B. „Einmal Frieden und zurück“ über Friedensdorf Oberhausen (verletzte Kinder ausAngola werden in Deutschland behandelt und fliegenden dann wieder zurück).

Leuchtender Brückenschlag: die Polónyibrücke im Nordstern-park in Gelsenkirchen. Foto: LWL/Frank Schultze

Leuchtender Brückenschlag: die Polónyibrücke im Nordsternpark in Gelsenkirchen. Foto: LWL/Frank Schultze

Immer wieder fotografiert er im Ruhrgebiet, oftmals auch Nachts, oft anders als üblich.

Daraus ist jetzt entstanden:

Mysterious Zone – geheimnisvolles Ruhrgebiet„.

Das Buch ist bei der edition rainruhr erschienen, kostet knapp unter 20 Euro, hat 80 Seiten, 55 farbige Abbildungen, Vorwort von Sönke Wortmann, Texte von Andrea Kath, siehe Leseprobe.

Und das Beste ist: Zum Buch gibt es auch eine Ausstellung, und zwar im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, am Sonntag, den 22. August um 11:00 Uhr wird die Ausstellung in der Galerie Industriearbeit in der ehemaligen Zechenwerkstatt eröffnet und ist dann bis Ende Oktober zu sehen (Öffnungszeiten: Di – So 10:00 – 18:00 Uhr). Aus der Pressemitteilung:

„Eine Bergehalde sieht aus wie ein Ufolandeplatz, Autobahnen bilden ein Lichtgemälde, Faultürme leuchten wie blaue Eier. Wenn Frank Schultze mit seiner Kamera durchs Ruhrgebiet streift – gerne in der Nacht -, nimmt er schon oft Fotografiertes in den Focus. Seine Motive aber setzt er in ein ganz besonderes Licht. Das macht sie spannend, mysteriös und fast ein bisschen unheimlich. …

Frank Schultzes Fotografien laden ein, sich dem Ruhrgebiet neu zu nähern. Er zeigt Orte, die man zu kennen glaubt. Und doch enthüllt der Blick seiner Kamera im Bekannten das Unerwartete. Die Bilder zeigen: Jenseits von Kohle und Stahl gibt es im Revier viel zu entdecken. Wo sonst spannt sich jede Nacht ein Regenbogen über eine Autobahn? Wo gibt es zwischen alter und neuer Industrie eine fast mediterrane Strandatmosphäre?

Also, ich werd mir das anschauen gehen.

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Aussichtpunkte zu den Schachtzeichen (Dortmund)

Egal ob Dortmund jetzt besser in Osten oder Mitte gepasst hätte, hier sind meine Vorschläge für die Aussichtspunkte.Die Ruhrnachrichten hatten übrigens letztes Jahr schon mal alle Dortmunder Punkte aufgelistet, beschrieben und bewertet, siehe hier (mit Karte)!

  • Hansa mit hölzernem Kokslöschturm, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Hansa mit hölzernem Kokslöschturm, Bild von Arnoldius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

    Der Deusenberg (40 m über Grund) ist eine versiegelte Mülldeponie in Deusen mit Mountainbike-Arena und guter Aussicht (Fotos), oben ein kleines Plateau. Allerdings ist er nicht vollständig zugänglich, nur der östliche/südliche Teil ist offen, von da aber Dortmund gut zu sehen. Parkplatz an der Lindberghstraße, Zugang entlang der Emscher. Links: Wikipedia, Ruhrgebiet-Industriekultur, Ruhrnachrichten, Google Map

  • Direkt nebenan liegt die Kokerei Hansa, die hatte ich kürzlich schon wegen dem Montantrödelmarkt. Links: Wikipedia, RIK (Führung), Industriedenkmalstiftung
  • Blick vom Förderturm Zeche Zollern, Bild von Rainer Sielker, Wikipedia, Public domain

    Blick vom Förderturm Zeche Zollern, Bild von Rainer Sielker, Wikipedia, Public domain

    Die Halde Gotthelf ist so eine einerseits/andererseits Geschichte. Als Spitzkegelhalde der 1. Generation müsste sie eigentlich eine super Aussicht bieten (hcoh & steil), laut dem Buch „Über alle Berge“ (s. Buchtipps) ist sie aber zugewuchert und hat schlechte Wege (Aussage von 2009). Olivol sagte gestern per Twitter: „Aussicht über Südwesten von Dortmund ist von Gotthelf gut. Außerdem bis in die Innenstadt.“ Links: Google map

  • Das U im Umbau, Bild von TBachner, Wikipedia, lizenz: cc-by-sa 3.0

    Das U im Umbau, Bild von TBachner, Wikipedia, lizenz: cc-by-sa 3.0

    Von Olivol (Dankeschön!) stammt auch der Tipp zum Förderturm Zollern, der während einer Führung besichtigt werden kann. Links: Wikipedia, RIK (Führungen), Homepage, Google Map

  • Das Dortmunder U sollte eigentlich am 1. Mai renoviert eröffnet werden. Bisher gab es die kleine Möglichkeit ein Etage zu besichtigen, Fotos/Videos/Installationen sollen dort gezeigt werden. Inwieweit dort ab dem 22. Mai eine Aussichtetage (Ausblick) besucht werden kann – keine Ahnung. Links: Wikipedia, RIK, Homepage, Google Map
  • Der Fernsehturm „Florian“ ist natürlich das Höchste mit seiner Aussichtsplattform in circa 145 m Höhe! Er ist auch wieder geöffnet (nachdem keine Platten mehr runterfallen;-). Leider kostet er Eintritt und zwar zusätzlich zum Eintritt in den Westfalenpark (Tipp: ab 18:00 ist das Ticket 1,-€ billiger). Im Florians kann man auch nett essen (hab ich gehört). Links: Wikipedia (mit Panoramabild), RIK, Homepage, Google Map

Nicht zu empfehlen wegen zu geringer bis gar keiner Sicht sind die Halde Zollern (nur 15-20m hoch, bewaldet) und die Deponie Schleswig (45m hoch aber noch gesperrt).

Dortmund

Zeche Minister Stein, Bild von Mario Fischer, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Zeche Minister Stein, Bild von Mario Fischer, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Eine Großstadt in der Mitte des Ruhrpotts, inzwischen sogar die größte nach Einwohnerzahlen (~585.000). Bekannt für

Was gefällt mir in Dortmund? Ein paar kleinere Sachen:

Das U ohne U, 1966, Bild vom Bundesarchiv, B 145 Bild-F022987-0007 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA

Das U ohne U, 1966, Bild von Detlef Gräfingholt, Bundesarchiv, B 145 Bild-F022987-0007 / Lizenz: cc-by-sa

Einen schönen Querschnitt durch Dortmund liefert auch die Themenroute Dreiklang: Kohle, Stahl und Bier aus der Route der Industriekultur. Oder das Portal:Dortmund aus der Wikipedia. Oder die Tourismusseite der Stadt.

Womit ich noch nicht so viel anfangen kann ist das ganze Getue um das Dortmunder U. Kreativwirtschaft hin, historische Wurzeln her, eine Menge Geld wird da reingesteckt, alles wird teurer als geplant, die Nachnutzung geht immer weiter weg vom Konzept, … Mal schauen, vermutlich muss ich erst mal drin gewesen sein bevor ich mich damit anfreunde.

Zu der Local Hero Woche (Flyer) gibt es alle Infos auf der eigenen Ruhr2010-Seite der Stadt.

Tag 65

Schönes Wetter und was mach ich? Hab mit einem Hoch-Entaster die Bäume in unserem Garten gestutzt. Meine Güte werd ich morgen einen Muskelkater haben. So sechs Meter Metallstange mit Mini-Kettensäge vorne dran hat verdammt viel Hebelwirkung, trotz Rücktrage. Und wenn die Äste unten liegen sieht das auch viel größer aus als am Baum. Und erst bei der Laubtonne. Seufz, die nächsten Wochen wird die wohl voll sein.

Aber egal. Schön, das man sich so ein Teil inzwischen leihen kann. Die hatten da auch Bagger – fehlt nur noch Blaulicht und Eifel *g*. Und ich hab mit dem Menschen ein interessantes Gespräch über die vorgeschriebenen elektrischen und mechanischen Prüfungen geführt. Sowas in der „Schreibs auf Papier“-Software vernünftig einzuführen bin ich grad am Arbeitsplatz dabei. Die Welt ist ein Dorf!

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Apropro Dorf, ich sollte mal was zur Innovation City Ruhr machen. Am Sonntag, versprochen.

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Zur Erinnerung: Das FRAUEN.ruhr.GESCHICHTE-Portal macht morgen auf. Dazu gibt es einen Festakt im LWL-Industriemuseum, Zeche Zollern II/IV, Dortmund. 07. März, 11:00 Uhr. Auf den Inhalt der Internetseite bin ich besonders gespannt.

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„Die Zweigniederlassung des Kulturbüros Hundertmeister „factory“ hat ab dem 31.03.10 besenfrei dem Vermieter zur Verfügung zu stehen. So steht es zumindest im Flur der „factory“ zu lesen. Grund sind städtische Kürzungen, hinlänglich bekannt, nicht minder beklagenswert und fragwürdig in ihren Entscheidungen.“

… schreibt KunstDU zu der letzten Ausstellung in der factory, Duisburg. Also heute und morgen hingehen und staunen und mitmalen (Kinder ausdrücklich erwünscht). Und am Sonntag, den 28. März, um 18 Uhr gibt es die Finissage mit Weißtünchung der direkt auf den Wänden gemalten Bilder statt. Bitte Kittel anziehen!

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Kuchenbäcker oder Puddingmacherinnen unter euch? Dann wäre vielleicht die Ausstellung „Kubistische Kuchen und geometrische Gelees“ was für euch. Wie beschriebt es das MKK in Dortmund so schön:

„Die Sammlung von Sturzformen des 19. Jahrhunderts aus dem Leopold Museum Wien wurde wegen ihrer bizarren, an Skulpturen erinnernden Formen angelegt. In der Ausstellung sind rund 60 dieser kunstvoll gearbeiteten Exponate assoziativ mit Architekturmotiven kombiniert. Losgelöst von ihrer konkreten Bestimmung verschwimmen für den Betrachter die Grenzen zwischen Alltagskultur und Kunst.“

Da fällt mir ein, ich könnte mal wieder einen Kuchen backen.

Frauen in der Ruhrpott-Geschichte

Henriette Davidis, Bild aus der Wikipedia, Public Domain.

Henriette Davidis, Bild aus der Wikipedia, Public Domain.

Warum schreib ich diesen Beitrag jetzt schon? Die Eröffnung ist doch erst im März? Darauf gibt es erst am Ende eine Antwort!

Jetzt mal ganz spontan und ohne im Internet zu wühlen – welche Frau fällt dir ein, die im Ruhrpott Geschichte gemacht hat? Mir, die ich mich fürs Kochen interessiere und in der Wikipedia mitschreibe, vielleicht als historische Frau die Henriette Davidis? Im Sport vielleicht noch Annegret Richter? Die Ehefrauen von Krupp, Grillo, Harkort, Thyssen, Stinnes, … (wie hießen die denn gleich nochmal)? Heutzutage Hannelore Kraft und Christa Thoben? Marie-Luise Marjan?

Bei den Männern Weiterlesen

Baukunstführer zum Ruhrgebiet mit fast 300 Objekten

Die Zechen Zollverein, Zollern oder Königsborn gehören ganz bestimmt zu den Baukunstwerken im Ruhrgebiet, auch viele Zechensiedlungen, das Dortmunder U oder die Rheinbrücke Wesel, die Tüshaus Mühle in Dorsten genauso wie das Kraftwerk Harkort in Wetter an der Ruhr.

Und dazu gibt es nun ein Webangebot.

Die Ruhr.2010 schreibt dazu: Weiterlesen

Geier.2010 Kulturhauptveranstaltung

Homepage: http://www.geierabend.de/

Termine: 2. Januar – 16. Februar 2010

Spielort: LWL Industriemuseum Zeche Zollern II/IV, Grubenweg 5, DO-Bövinghausen

Programm: Ruhrpott-Karneval, nimmt die Kulturhauptstadt aufs Korn

Tickets: Auch online, 30€ normal, 20,90€ ermäßigt