Nachtaufnahmen im Ruhrpott – hier ein paar Tipps

Faultürme und Treppenhaus des Klärwerks Bottrop, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Faultürme und Treppenhaus des Klärwerks Bottrop, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Beim Twittern kommt mir dieser Tage immer wieder die Anfrage vor Augen: Wo gibt es schöne Plätze für tolle Nachtaufnahmen im Revier? Ich find das  prima, das die Leute hier losziehen wollen. Und der Pott bietet viele Gelegenheiten dazu.

Außerdem hat die Jahreszeit einem entscheidenden Vorteil: Es gibt ein bisschen weniger Blätter an den Bäumen! Ich sollte also nochmal zum Klärwerk Bottrop fahren ;-). Allerdings gibts auch einen entscheidenden Nachteil: es ist kälter. Während sich der Mensch hinter der Kamera dagegen noch wappnen kann ist das doch für die Kamera ein bisschen ungesund. Vor allem in Zusammenhang mit Feuchtigkeit.

Aber nun zu meinen Vorschlägen:

  • Bestimmt kein Geheimtipp mehr ist der Alsumer Berg in Duisburg. Von der ehemaligen Schutthalde (heute begrünt und Landschaftsschutzgebiet) hat man einen herrlichen Rundblick auf die umliegenden Industrieanlagen, den Rhein und das Kraftwerk Walsum. Entsprechend voll kann es da zugehen! Aber das kann ja auch Spaß machen bei anderen mal zu schauen, ins Gespräch zu kommen, zu fachsimpeln.
  • Wo wir grad in Duisburg sind: Der Innenhafen wird abends schön illuminiert inklusive Stadtpark und Brücken, Tipp: auch mal in die Hinterhöfe gehen!, die Ruhrorter Häfen zeigen mehr das geschäftige Treiben. Der Landschaftspark Duisburg-Nord bietet sogar Nachtlichtführungen an. Das Wasserwerk Bergheim ist dagegen ein eher selten fotografiertes Motiv. Architektonisch interessant sind auch das Pumpwerk alte Emscher oder das Krematorium am Waldfriedhof (bei den beiden kenn ich aber die abendliche Beleuchtung nicht!).
  • Mülheim an der Ruhr bietet ebenda an diesem Fluss auch schöne und vielfotografierte Abend- oder Nachtmotive (z. B. Stadthalle, Hauptverwaltung der RWW). Wie wäre es denn mit dem Wasserbahnhof, Wasserkraftwerk Kahlenberg oder dem weiter flussaufwärts gelegenen Sperrwerk an der Florastraße?
  • Essen mit seinen Hochhäusern und auch nachts befahrenen Straßen gibt auch immer ein nettes Bild ab, zum Beispiel an der A40 mit Blick auf den RWE-Turm. Oder die Zeche Bonifacius mit der Alten Lohnhalle in Kray. Die Schurenbachhalde bietet aufgrund des nackten Plateaus einen guten Rundumblick: Stadtsilhouette Essen, Rhein-Herne-Kanal, Müllheizkraftwerk, Nordsternpark, usw. Die Bramme wird meines Wissens nicht angestrahlt aber du könntest ja eine Langzeitbelichtung machen und mit einer Taschenlampe rumwedeln.
  • Neben dem  Centro in Oberhausen und dem Gasometer gibt es dort auch noch den angeleuchteten Bahnhof mit seinem Stangengewirr. Ganz in der Nähe und sehr ruhig: die Brache Vondern mit Leuchtobjekten auf dem ehemaligen Zechengelände.

Noch ein paar Tipps für alle, die Nachtaufnahmen mal ausprobieren wollen: Unbedingt vorher mal im Hellen vorbeifahren und die Gegend (und den besten Standplatz) erkunden. Eine Taschenlampe mitnehmen (zumindest für den Rückweg im Stockdunkeln). Ein GPS-Gerät oder Navi hilft oder du klickst bei den verlinkten Wikipedia-Artikeln oben rechts auf die Koordinaten und nutzt den dann angebotenen GeoHack (Karten ausdrucken, mitnehmen – dann weißt du was du siehst bzw. fotografierst).

Ich wünsch euch viel Spaß und werd demnächst mehr Plätze aus anderen Ecken des Potts veröffentlichen.

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Eine Antwort

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Renate Sythen, Renate Sythen. Renate Sythen said: Nachtaufnahmen im #Ruhrgebiet? Hier ein paar Tipps im Blog: http://bit.ly/8JocRo […]

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