Hast du Horrorqualitäten?

Happy Halloween! Bild von Cindy, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 2.0

Happy Halloween! Bild von Cindy, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 2.0

Grad bei mir im Postkasten gefunden!

Pressemitteilung von Movie Park Germany, Antje Kurz-Möller, Telefon: 02045/899741, E-Mail: Antje.Kurz-Moeller@moviepark.de :

Bottrop (idr). Während gruselige Darbietungen bei den Starcastings im Fernsehen eher unfreiwillig sind, sind für das Vorsprechen im Bottroper Movie Park tatsächlich Horrorqualitäten gefragt.

Am 1. September werden Kandidaten gecastet, die besonders effektvoll sterben oder markerschütternd schreien können.

Wer seine Sache gut macht, kann bei den Halloween-Festen im Oktober als Monster oder Untoter Besuchern Angst einjagen.

In der Jury sitzt u.a. die Hexe Elphaba aus dem Oberhausener Musical „Wicked„.

Also, wer eine höllische Ader in sich spürt – da kann sie ausgelebt werden.

Interview von „Hallo Herne“ auf der Cranger Kirmes

Katharina Kruppa interviewt für „Hallo Herne„: Fritz Pleitgen, den Vorsitzenden Geschäftsführer der Ruhr.2010, Gudrun Thierhoff, die Kulturdezernentin in Herne und Meinolf Nowak, den weltweit wohl einzigen  Kirmesdezernenten (und sonst auch noch Dezernent für Sicherheit und Ordnung;-) zur Cranger Kirmes und der Local Hero Woche in Herne:

Den entsprechenden Artikel (und viele weitere) auf Hallo Herne gibt es hier.

Stau auf der A40

Hab den ersten Rundgang von meinem Standort Block 83, Kilometer 11,7, Tisch 32 bis hinter das Kreuz A43 gemacht. Vom Kegelverein über Amnesty International, vom Heimatverein Breckerfeld über die Kluterthöhle bis zu zwei Bauchtanzgruppen und einer Trommelkombo ist alles vertreten. Circa die Hälfte der Tische sind frei, und zwar in Blockform. Ein km frei, einer wieder belegt.

Eine große Menge Leute hier unterwegs, und das wo es doch gar keinen „großen“ Programmpunkt gibt wie etwa weiter westwärts an Bochum-Stadion, wo u. a. Bochum Total steht. Und eine wirklich, wirklich riesige Menge Fahrradfahrer. Ununterbrochen radeln sie in mehreren Reihen nebeneinander und knubbeln sich an den Engstellen bei den Edekawagen oder Dixi-Klos. Kleiner Tipp: am besten immer rechts halten;-).

Aber nicht nur normales Volk ist vor Ort, grad kam auch Franz Münterfering vorbei. Wie sagt der Mensch am Nachbartisch dazu:“Ist zwar ein SPD-Mann, finde ich abba eine ganz tolle Geste.“ *smile*

Die Ruhrstauseen

Trinkwasserbrunnen Ruhr in Essen, Bild von Simplicius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Trinkwasserbrunnen Ruhr in Essen, Bild von Simplicius, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Nach dem Unwetter gestern, wo wirklich lecker Wasser bei uns runterkam hier mal eine ganz gegenteilige Meldung vom Ruhrverband: Der  Juni war der trockenste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen!

Essen (idr). Das Einzugsgebiet der Ruhr hat in diesem Jahr den trockensten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts erlebt, so der Ruhrverband in Essen. Im Mittel fielen nur 28 Litern pro Quadratmeter, das sind 31 Prozent der durchschnittlichen Juni-Niederschlagsmenge. Um die überregionale Wasserversorgung sicherzustellen, gibt der Ruhrverband aus seinen acht Talsperren im Sauerland zurzeit verstärkt Wasser ab. Da die Talsperren zu 87 Prozent gefüllt sind, ist die Wasserversorgung bis zum Winter gesichert, auch wenn der Sommer heiß und trocken bleibt.

Zum Vergleich, bei uns kamen alleine gestern innerhalb von 2 Stunden 13 Liter pro Quadratmeter runter. Aber das war ja auch schon Juli. Zurück zum Thema, die Ruhrstauseen:

Ruhrseen, Zeichnung von Helfmann, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa

Ruhrseen, Zeichnung von Helfmann, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa

Die meisten wurden in den 1920er und 30er Jahren angelegt, zwei kamen später noch dazu. Sie dienen zur Regulierung des Wasserstandes in der Ruhr (Hochwasser auffangen und in Trockenzeiten Wasser in die Ruhr ablassen) und zur Reinigung des Wasser (wie eine Art großes Absetzbecken bzw. biologische Kläranlage). Das Trinkwasser für große Teile des Ruhrgebiets wird aber nicht direkt den Stauseen entnommen sondern entlang der Ruhr durch Uferfiltrat gewonnen. Und daneben werden die Stauseen auch zur Energiegewinnung und für Freizeitaktivitäten genutzt.

Koepchenwerk am Hengsteysee, Bild von Markus Schweiss, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Koepchenwerk am Hengsteysee, Bild von Markus Schweiss, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Bereits um die Jahrhundertwende gab es Kraftwerksbetreiber, die an Wupper, Lenne, Fuelbecke und anderen Bächen Speicherbecken bauen wollten und durch den Beitragszwang im preußischen Wassergenossenschaft-Gesetzes vom Mai 1891 lohnte sich das auch finanziell. Leider wurde der Ruhr dadurch aber eine Menge abgezwackt, sodass das Ruhrgebiet auf dem Trockenen saß.

Was macht man in so einer Konfliktsituation?

Ruhrviadukt Herdecke am Beginn des Harkortsees, Bild von Stefan Scheer, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Ruhrviadukt Herdecke Beginn des Harkortsees, Bild Stefan Scheer, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Nun ja, man wirft alle Beteiligten in einen Topf, 1899 wurde der Ruhrtalsperrenverein gegründet, 1913 in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts überführt. Das ebenfalls 1913 erlassene Ruhrreinhaltungsgesetz gilt übrigens bis heute. Mehr Geschichte findest du bei 100 Jahre Talsperren an dder Ruhr, auch zum Bau der Staumauern und mit interessanten Fotos und Zeichnungen.

Nun aber zu den Seen selbst, von der Ruhrquelle in Richtung Mündung:

Villa Hügel 1907 an der Ruhr, der Baldeneysee existiert noch nicht, Wikipedia, public domain

Villa Hügel 1907 an der Ruhr, der Baldeneysee existiert noch nicht, Wikipedia, public domain

  • Baldenneysee, mit Abstand der größte der Seen, 1933 fertig geworden, ursprünglich als Absetzbecken gebaut, dient auch zur Schiffbarmachung der Ruhr (ab hier Landeswasserstraße), liegt im Süden von Essen, Villa Hügel guckt genau drauf. Im Sommer am Wochenende regelmäßig übervoll. Riesiges Freizeitangebot von Segeln, Kanu-, Kajakfahren und Surfen, Wandern, Joggen, Radfahren und Skaten, Schifffahrt, Angeln, Vogelschutzgebiet Heisinger Aue, Campingplätze, coole Gastronomie wie Seaside Beach, 2008 große Feier zum 75jährigen. Im Kulturhauptstadtjahr natürlich besonders wichtig: die Ruhr-Atolle. Baden ist im See nicht erlaubt. Zum Empfehlen ist noch das Deilbachtal nahebei.
Der schmale Kettwiger See, Foto von Heinz Albers, Wikipedia, Lizenz: vv-by-sa 3.0

Der schmale Kettwiger See, Foto von Heinz Albers, Wikipedia, Lizenz: vv-by-sa 3.0

  • Kettwiger See, der zweitkleinste Stausee an der gleichnamigen Ortschaft, dient der Flussklärung und -aufstauung für die Schifffahrt. Er sieht eigentlich gar nicht wie ein Stausee aus, so lang gezogen wie er ist. Am Wehr ist ein Kraftwerk versteckt, das auch noch Luft ins Ruhrwasser einbläst (kein Fischsterben mehr in heißen Trockenzeiten!). Von dort kann man über einen Leinpfad unter der Mintarderbrücke hindurch bis nach Mülheim mit dem Rad fahren. Freizeitspaß gibt es ähnlich wie am Baldeneysee, nur etwas kleiner und ruhiger. Empfehlen kann ich die Altstadt Kettwig und das Restaurantschiff Thetis.

Skulpturenwald Rheinelbe

Eingang

Eingang mit Nord-Ort-Tor

Zu Fuße der Halde Rheinelbe und auf der Strecke zum Zechengelände erstreckt sich ein wahrer „Urwald„, der bewusst so wachsen gelassen wird wie es die Natur vorgibt. Umgestürzte Bäume werden höchsten mal zur Sicherheit durchgesägt. Nichts wird gepflanzt oder gar Unkraut entfernt. Durch das ständige hin- und Wegbringen von Material sind steile Kanten, plötzliche Abbrüche und seltsame Täler entstanden. Die Häuser, Mauern und sonstigen menschlichen Bauwerke wurden der Natur überlassen und wuchern so langsam aber sicher zu.

Weg

Weg

Mitten im Wald finden sich Skulpturen, Treppen oder Plätze, was den Titel des Skulpturenwaldes erklärt. Selbst einige Bauwerke wurden künstlerisch umgestaltet, eine von innen heraus blau leuchtende Grotte empfängt einen am nord-östlichen Eingang zum Wald, sie war einmal ein Ziegelhaus.

Infotafel

Maßgeblichen Anteil an dem Gesamtkunstwerk hatte der Herman Prigann. Im Rahmen der IBA Emscherpark baute er nicht nur die Himmelsleiter oben auf dem Spitzkegel der Halde (massive und große Betonklötze übereinander gestapelt) sondern legte auch eine ganze Reihe von Skulpturen rund herum im Wald, teilweise auch versteckt, an.

zum Mondholz

zum Mondholz

Eine der bekanntesten ist das Mondholz, (Baumstämme im Dreiviertelkreis scheinbar aneinander gelehnt) zu der du durch eine archaisch anmutende Steintreppe hingelenkt wirst. Es lohnt sich aber auch einfach mal quer zulaufen und unbekanntes Terrain zu erkunden. Allerdings brauchst du dafür festes Schuhwerk und strapazierfähige Kleidung (Brombeerranken!). Die wenigen ausgearbeiteten Wege sind denn auch mit Kinderwagen oder Kleinkindern nur schwierig zu bewerkstelligen.

Zeche Rheinelbe

Zeche, Kokerei, Arbeitersiedlung, Halde, Kunstwerke im Skulpturenwald, Gründungszentrum, Wissenschaftspark, … was verbindet sich nicht alles mit dem Namen?

Gestern hab ich einen Ausflug nach Gelsenkirchen-Ückendorf gemacht und zeigt euch heute ein paar Bilder und Infos.

Postkarte mit Schacht 1 und 2 auf dem Infoplakat, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Postkarte mit Schacht 1 und 2 auf dem Infoplakat, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Die Zeche Rheinelbe war eine recht frühe Steinkohlenzeche, schon 1848 gab es die erste Mutung, nach schwierigen Abteuf-Arbeiten wurde ab 1861 bereits gefördert. Wegen der teuren Schachtarbeiten, politischer Wirren und der Gründerkrise ab 1873 wurde die Zeche mit der Zeche Alma zusammengelegt und war damit der Grundstein für die GBAG. 1926 -1928 war dann für die originalen Schächte 1/2/6 der Rheinelbe schon Schicht am Schacht, die Förderung wurde eingestellt, 1960 schließlich die Schächte endgültig geschlossen. Heute siehst du von Schacht 1 nur noch den Deckel, die Fördergerüste sind alle abgebaut. Die Verwaltungsgebäude der ehemaligen GBAG und die sechs ehemaligen Werkstattgebäude der Zeche wurden größtenteils erhalten und werden heute anderweitig genutzt.

Die ehemalige Maschinenhalle wurde in den 1950er Jahren umgebaut und als Lohnhalle genutzt, später kamen verschiedene Kleinbetriebe dort unter, 1993 nochmal umgebaut und ab 1996 ist dort die Tagungsstätte „Lichthof“ des Bau- und Liegenschaftsbetriebes Land NRW (mit Hotel) untergekommen. Übrigens meine Unterkunft wenn ich Anfang Mai den BildungsurlaubIn den Kulissen der Kulturhauptstadt 2010“ (PDF) besuchen werde. Vielleicht sehen wir uns da ja?

Maschinenhalle Kopfseite

Maschinenhalle

Maschinenhalle

Maschinenhalle

Schacht 1

Schacht 1

(alles eigene Bilder, Lizenz: cc-by-sa 3.0)

Eine gute Zusammenfassung der wechselreichen Geschichte der Zechen und Firmenfusionen (als ob es das nur heute gäbe;-) findest du auf der Seite des NRW Archiv Bestandes.

Die Standorte der Schächte (nicht nur Rheinelbe und Alma) findest du auf der Seite Zechensuche.

Für mehr alte Postkarten, Briefwechsel, Karten und überhaupt allerlei Geschichten zur Rheinelbe gehst du am besten auf die Seite Gelsenkirchener Geschichten. Echt was zum Stöbern!

Zoooooom – ab nach Asien

Infografik Asien des ZOOM (c)

Infografik Asien des ZOOM (c)

Gestern (4.März) war in der Zoom-Erlebniswelt die offizielle Eröffnungsfeier mit 400 geladenen Gästen, ab heute 9:00 Uhr können du und ich auch ganz schnell nach Asien fahren ;-), es liegt nämlich in Gelsenkirchen. Nach zehnjähriger Umbauzeit ist aus dem ehemaligen Ruhr-Zoo mit Alaska (2005), Afrika (2006) und jetzt Asien (2010) eine „Weltreise“ geworden, mit artgerechter Haltung der ausgesuchten Tierarten. Über 90 Mio Euro hat die ganze Welt gekostet, das neue Asien schlägt da mit 23 Mio zu Buche.

Ein paar Daten aus der Pressemitteilung des Zoos:

„Für rund 23 Millionen Euro ist auf einer Fläche von fünf Hektar die dritte naturnah gestaltete Erlebniswelt innerhalb der vergangenen fünf Jahre entstanden. Über 60 Unternehmen und rund 200 Bauarbeiter waren an der Entstehung der ZOOM Erlebniswelt Asien beteiligt.

ELE-Tropenparadies ZOOM (c)

ELE-Tropenparadies ZOOM (c)

Neben einer rund 3.000 Quadratmeter großen Insel für Orang-Utans, dem über sieben Millionen Liter fassenden See und einem Canopy Walk, einem Baumwipfelpfad in mehr als sechs Metern Höhe, beeindruckt das über 4.500 Quadratmeter große ELE-Tropenparadies. Unter dem bis zu 15 Meter hohen lichtdurchlässigen Membranendach vereinen sich das Innenrevier der Orang-Utans, die zwei großzügigen Restaurantbereiche Pangung und Ryokan mit über 1.000 Sitzplätzen und der 850 Quadratmeter große Indoor-Abenteuerspielplatz „Drachenland“.

Indoorspielplatz Tropenhalle ZOOM (c)

Indoorspielplatz Tropenhalle ZOOM (c)

In den vergangenen Wochen hat ein Großteil der Tierbewohner bereits die neuen Lebensräume bezogen. Eine siebenköpfige Orang-Utan Familie, Kleine Panda, neun Hanuman-Languren, Asiatische Kurzkrallenotter sowie Flughunde und diverse Vogel- und Reptilienarten bevölkern eine Fläche so groß wie sieben Fußballfelder.“

Orang-Utans ZOOM (c)

Orang-Utans ZOOM (c)

Die neue Tier im Asien-Bereich sind:

Mit der Eröffnung von Asien ist nicht nur die Fläche und Atraktion des Zoos gestiegen, auch die Eintrittspreise wurden erhöht. Die Karte für Erwachsene kosten jetzt 16,50, für Kinder 11 Euro, das Parkticket jetzt 3,50 Euro. Eine verbilligte familienkarte gibt es leider nicht. Es lohnt sich trotzdem, denke ich. Schließlich bleibt man den ganzen Tag in so einer Anlage. Ab März ist sie wieder von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, außerdem gibt es noch besondere Führungen (Dämmerungsführung!) und Angebote (Geburtstagsfeiern oder Firmenevents).

(alle Bilder stammen aus dem Pressematerial der ZOOM Erlebniswelt, zu den Nutzungsmöglichkeiten siehe hier)