Interview von „Hallo Herne“ auf der Cranger Kirmes

Katharina Kruppa interviewt für „Hallo Herne„: Fritz Pleitgen, den Vorsitzenden Geschäftsführer der Ruhr.2010, Gudrun Thierhoff, die Kulturdezernentin in Herne und Meinolf Nowak, den weltweit wohl einzigen  Kirmesdezernenten (und sonst auch noch Dezernent für Sicherheit und Ordnung;-) zur Cranger Kirmes und der Local Hero Woche in Herne:

Den entsprechenden Artikel (und viele weitere) auf Hallo Herne gibt es hier.

Tag 50

Viele Städte des Ruhrpott haben hohe Schulden – und einige schließen sich jetzt mit anderen NRW-Städten zum Bündnis „Raus aus den Schulden“  zusammen (Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Kreis Ennepe-Ruhr, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hagen, Hamm, Herne, Leverkusen, Mülheim a.d.R., Oberhausen, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Solingen, Wesel, Kreis Wesel, Witten und Wuppertal). „Wege aus der Kommunalverschuldung“, heißt die Tagung zu der sich Kommunalvertreter in der Messe Essen trafen. Das „Essener Signal„, heute auf der Tagung verabschiedet, fordert einen Entschuldungsfonds für Kommunen und Kreise. Weitere Infos: RPonline, Aachener Nachrichten, WDR, WAZ.

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So schlimm stinkt es doch im Ruhrpott nun wieder auch nich, oder? Aber wahrscheinlich hat es demjenigen zu viel aufem Pott gestunken, der dort zwei Dosen Raumspray geleert hatte. Leider hat sich das Luft-Spray-Gemisch anschließend entzündet, der Verursacher sowie ein Kollege erlitten Brandverletztungen. Der Kollege bekommt jetzt 20.000 € Schmerzensgeld. Quellen: Locus & Spiegel. *g*

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Das Interview mit Mario Kalweit hat mir endlich mal die Sache erklärt wie auskräftig-deftiger Bergmanns oder Bauernküche die neuen, leichten Sachen gemacht werden. Da wird aus Spanisch-Fricco, auch Schusterpastete genannt (geschichteter, im Ofen gegarter Kartoffelauflauf mit Rind- und Schweinefleischlagen, gewürzt mit Zwiebeln, Paprika, oben drauf Sauerrahm) eine nette Vorspeise (geschichtete Sülze mit Bratkartoffeln und Fleisch, Sauerrahm geliert, plus Paprikasaft als Sauce). Also die Zutaten nehmen, das grundsätzliche Erscheinungsbild nehmen und dann neue Ideen entwickeln und die Geschichte/Gerichte „übersetzen“.

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Juhuhhh, ich hab die neuen Rubbellose von WestLotto. Hat mir mein Göttergatte mitgebracht. Sechs verschiedene Motive aus dem Ruhrpott. Tetraeder, Datt U, Landschaftspark Duisburg-Nord mit Schachtzeichen-Ballon, Gasometer, Henrichenburg, Zollverein. Werd morgen vielleicht mal eins einscannen. Jedes vierte Los gewinnt 1,-€, jedes 20. gewinnt 2,-€, zwei Lose der 4.000.000 Stück werden 50.000,- € Gewinn bringen. Wie heißt es so schön hinten drauf: „Bedenken Sie: Sie riskieren den Verlust des Spieleinsatzes.“

Ruhr- und Emschersagen von Dirk Sondermann

Emschersagen von Dirk Sondermann, Bild: Henselowsky Boschmann

Emschersagen von Dirk Sondermann, Bild: Henselowsky Boschmann

Dirk Sondermann beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit den Sagen im Ruhrgebiet. Er gründete 2003 das Institut für Erzählforschung im Ruhrgebiet und gab verschiedene sagenhafte Bücher heraus. Ich selbst hab das Buch der Ruhrsagen, er hat aber auch noch zur Emscher, Bochum, Wattenscheid und Hattingen was gemacht.

Dabei sind seine Bücher nicht nur einfach lesenswert.

Dirk wandert die Ruhr von der Mündung in Ruhrort bis zur Quelle am Ruhrkopf ab (>230 Kilometer!). Zu den Sagen gibt es kurze Hintergrundinformationen, Quellenangaben, wo sinnvoll Querverweise, manchmal eine Zeichnung, oft die Zugangsmöglichkeiten und Öffnungszeiten, praktisch immer die GPS-Angaben. Ich möcht nich wissen wie viel Strecke er dafür abgefahren ist, wie viel Zeit er investiert hat, das kann man nur mit Leidenschaft schaffen. Hinten findet sich auch ein Ortsregister, so dass du wirklich beim nächsten Ausflug die sagenhaften Stätten aufsuchen und auf dich wirken lassen kannst. Ob du dort allerdings dann wirklich Hexen und Werwölfen, Riesen und Zwergen, Jungfrauen und Jägern und all den anderen Sagengestalten begegnen wirst? Oder du schaust mal nach welche Sagen es rund um deinen Wohnort gibt. Ich hoffe ja darauf, das er auch zur Lippe einmal ein entsprechendes Buch herausgeben wird.

Dirk hat seinem aktuellen Verlag Henselowsky Boschmann ein Interview gegeben.

Außerdem gibt es ein Projekt von ihm im Rahmen der Ruhr.2010: Sagen-haftes Ruhrgebiet. Mit seinem Institut und der Gesellschaft für freie Informationssysteme (gfi) wird diese Internetseite aufgebaut, die mehr als 500 Sagen zur Verfügung stellen wird (im Moment ist aber noch keine da). Wieder nicht nur als Text sondern auch als Audio- und Videobetrag, mit genauen Ortsangaben, die per GPS, Goggle Maps oder anderen GeoHacks auffindbar sind. Dazu kommen Erzählveranstaltungen in den Städten des Ruhrgebiets, nächster Termin: Gladbeck, Museum der Stadt Gladbeck, Burgstr. 64, 11. Februar 2010, 19.30 Uhr. Die Internetseite soll auch nach 2010 weiter bestehen und ausgebaut werden.

Noch ein paar Links: rponline, WAZ, dtv, pflichtlektüre

Streit-Video von Fritz Pleitgen und Stefan Keim

Die WAZ hat einen Video-Streit zwischen Stefan Keim und Fritz Pleitgen veröffentlicht. Leider will es mir nicht gelingen den Code hier unterzubringen (grrrr an WordPress). Aber du kannst ja auch dort schauen.

Die Fragen von Stefan find ich gut und richtig. Und er kommt auch sehr lebendig und interessiert rüber. Kritische Fragen, nett verpackt.

Fritz dagegen wirkt fast wie eine Schlaftablette, so abgeklärt und ruhig antwortet er. Sicher ist dies auch sein Job (abgeklärt zu sein), sicher gehört dies auch zum Marketing sich die Aktionen nicht negativ reden zu lassen (und auf die allgemeinen Effekte hinzuweisen, die mit Leuchtturmprojekten erzielt werden). Aber könnte er das nicht ein wenig lebendiger rüberbringen? Und könnte er nicht konkreter auf die Kritikpunkte eingehen?

Und überhaupt, das ganze Interview wirkt auf mich irgendwie zusammen geschnitten oder gestellt. Waren das Live-Fragen von Stefan? Wie oft hat Pfleitgen eine Antwort gegeben bevor sie im Kasten war?

Lohnt sich eigentlich doch nicht, das Video hier einzubinden. Höchstens die Kommentare dort zu beobachten.

Trekhaak gezocht in Ruhr.2010-TV

Leider noch nicht auf YouTube und deshalb nicht hier eingebunden. Auf der Ruhr.2010-TV-Seite findet sich das Interview mit Tjerk Ridder vom Eröffnungswochenende (Sonntag oder Montag?). Mit Musik, Dachs, Einblick in den Wohnwagen …. Schön.