SchichtWechsel in Oberhausen

Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen (Mailingliste des Forum Geschichtskultur) erfahren habe ist der neue SchichtWechsel erschienen. Es handelt sich um ein zweimal jährlich erscheinendes Journal zur Stadtgeschichte Oberhausens, herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Oberhausen.

Mit viel Liebe und Akribie und auch sehr abwechslungsreich werden in der mittlerweile 9. Ausgabe diese Themen vermittelt:

  • Klaus Weinberg: „Zinkbadewannen, Gartenpumpen und stille Örtchen“ (Entwicklung der Wasserversorgung und der Entwässerung in Oberhausen, sprich Plumpsklo und Badetag;-)
  • Thema Denkmal mit Pro und Contra zum Abriss des Vincenzhauses an der Grenzstraße.
  • Gerade richtig zur Fahrradsaison: die Radtour „Ab in die Kolonien! Mit dem Rad zu Werkssiedlungen in Oberhausen“, ca. 35 km langer Rundkurs, extra für das Heft entwickelt und mit Karte abgebildet.
  • Jenny Kohler-Svendsen schreibt zum Abwehrkampf der Arbeiter gegen den Kapp-Putsch in Oberhausen.
  • Elisabeth Osel erinnert sich an ihre Kindheit in der Glasarbeiter-Siedlung und erzählt von Räubern, Gendarmen und Erdbeeren.
  • Rubrik Straßennamen: Stöckmannstraße. Wer Wilhelm Stöckmann war, beantworten Martina Kurth und Andre Wilger.
  • Der Elefant Tuffi war 1950 in der Oberbürgermeister-Amtsstube zu Gast. Bekannt war er als das Elefantenbaby, das aus der Wuppertaler Schwebebahn fiel.
  • Werner Busch hat einen kurzen Abriss über den Güterbahnhof zusammengestellt.
  • ….

Das 44seitige Journal kostet 3,- Euro und ist in vielen Buchläden in Oberhausen, im RIM, im Centro (Village Cinemas) oder direkt bei der Geschichtswerkstatt Oberhausen (Hansastr. 20, 46049 Oberhausen, Tel. 0208-307 83 50 oder info@geschichtswerkstatt-oberhausen.de) bzw. im online-Shop erhältlich.In letzterem gibt es auch die bisher erschienen Hefte, einzeln oder als Sammelbestellung.

Tag 87

Heute war Demo in Marxloh, hier ein paar Berichte:

Interessant war auch den verschiedenem Gezwitscher zu folgen: quergestellt, gruenennrw, derwestenDU.

Aber mal weg vom aktuellen Fall. Was wirklich gegen Extremisten hilft ist Info, Aufklärung, selbstständiges Denken. Empfehlen kann ich hier zum Beispiel: Den braunen Mob. Zum auch aktuellen Fall der rechtsradikalen Post an die Schülervertretungen setzt der Blog eine Handreichung des ibs dagegen. Lesenwert. Vielleicht hilft auch ein Notfallkoffer gegen den braunen Müll? Oder wie wäre der Ausstieg zum Einstieg? Keinen Bock mehr auf die alten Treter?

Odyssee Europa – der Versuch eines Überblicks

Die Karte der Odyssee Europa, Zeichnung: Christoph Franz/raumlaborberlin (c)

Die Karte der Odyssee Europa, Zeichnung: Christoph Franz/raumlaborberlin (c)

Die Odyssee Europa findet derzeit statt: Sechs Schauspiele und eine Irrfahrt durch die Zwischenwelt.

Von sechs Häusern aufgeführt: Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Dortmund, Schauspiel Essen, Schlosstheater Moers, Theater an der Ruhr, Theater Oberhausen (und unterstützt von raumlaborberlin und RUHR.2010).

Sechs AutorenGrzegorz Jarzyna, Péter Nádas, Emine Sevgi Özdamar, Christoph Ransmayr, Roland Schimmelpfennig, und Enda Walsh.

Medienecho:

fluter.tv-Video auf YouTube mit einem Interview von raumlaborberlin (aus Sep.09):

Es ist ja schwierig …

Der Westen: Ruhr 2010 Karte (c)

Der Westen: Ruhr 2010 Karte (c)

… alles zur Kulturhauptstadt zu bringen und übersichtlich darzustellen und lesbar zu halten. Keine Frage, bestes Beispiel das „Buch Zwei“. Ein volles Programm.

Nun geht aber Der Westen hin und will alles in einer Karte zeigen, preist seinen Blog an und hat natürlich auch eine Spezialseite (welche übrigens dieselbe ist wie die der Karte). Toller Anspruch. Nur leider voll daneben.

Die Karte: Raster der Städte und Gemeinden im Ruhrgebiet, stellt man die Maus auf ein Feld erscheinen Stadtname und Anzahl Events. Unten eine Zeitachse mit dem 1.1. links und dem 31.12. rechts (beides einstellbar). Klickt man auf eine Stadt so erscheint die Schwebebox links mit den Events des ausgewählten Zeitraums, klickt man dort auf ein Event gibt es rechts genauere Infos. Dachte ich. War auch wohl so geplant. Aber zu den Local Heros steht z. b. immer derselbe Text. Keine speziellen Infos zur aktuellen Stadt Voerde. Auch nicht zu den schon gewesenen loaklen Helden oder zu den kommenden. Dito mit dem Button „weitere Informationen“ – da passiert gar nie nix. Überhaupt scheint es außer Fülleinträgen zu Local Heros und Twins und !Sing noch nicht viel zu geben.

Der Blog: Ich blogge ja selbst und ganz alleine und da weiß ich wie viel Zeit auf so einem Eintrag draufgeht. Deshalb werden es halt oft nicht so viele Einträge pro Tag auf meiner Seite. Aber wie man mit mindestens fünf Schreiberlingen seit dem 11.01.2010 nur 11 Beiträge zustande kriegt, die letzten am 2.2. (2 Stück) und am 15.2. (Local Hero Voerde) und  letzterer auch nur aus einen Satz und zwei Fotos besteht – das kann ich nicht nachvollziehen. Dann lieber gar nich bloggen, oder?

Die Spezialseite: Nun, die befindet sich direkt unter der Karte und zeigt – vermutlich alle Artikel aus Der Westen mit dem Tag Ruhr.2010. Sowas kann z. B. Feedly viel schöner. Aber es ist einfach keine Kunst sondern nur Software. Langweilig.

Fazit? Wer sich mittels Karte informieren will, dem sei die Mediathekkarte des WDR empfohlen, wer Programmpunkte sucht wird vollständiger und informativer bei Ruhr.2010 bedient und wer Blogger lesen will sollte besser auf Zwanzig10.de gehen – letzteres steht übrigens auch auf der Blogroll vom einsamen „Der Westen Blog“ drauf.

P.S. Übrigens, für diesen Beitrag und 1 Glas hervorragenden Spätburgunder von der Ahr hab ich exakt 35 Minuten gebraucht.

Tag 18 – Futtern und west.art gucken?

Zwei Sachen sind mir heute aufgefallen:

Wie wäre es mit Schinkennudellachsröllchen im Restaurant Nudeltöpfchen, Wuppertal-Sonnbron, Bild von Herrick, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 2.0
Wie wäre es mit Schinkennudellachsröllchen im Restaurant Nudeltöpfchen, Wuppertal-Sonnbron, Bild von Herrick, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 2.0

Punkt 1 —————————————-

Der Pott wird kulinarisch! Ach?

Ich halte es eher mit meinem Italiener (verrate ich nich), meinem Griechen (auch nich), meiner Dönerbude, dem Stand mit den holländischen Fritten in der City von …, dem Portugiesen in …, dem exklusiven türkischen Restaurant in …, den Spätzle von …, Wurstebrot und Kindergemüse von …, meinem Linseneintopf mit Sherry, den experimentiellen Toastrezepten meiner Kiddies, … .

Würde mich schon interessieren was du gerne ißt, wo du gerne einkehrst – aber das ManagerMagazin? Oder Der Feinschmecker? Lass sie rennen, dann bleiben meine Highlights ungestört!

Punkt 2 —————————————-

Morgen Abend unbedingt(?) Weiterlesen

Tag 8

Generalprobe: Schöne Bilder.

Die Zeit: Kulturhauptstadt – wozu?

Die Welt: Willkommen auf der Zeche Zollverein, von Wolfgang Clement

Spiegel: Entdecken Sie Deutschlands neue Hauptstadt (Veranstaltungsübersicht)

WAZ: Das wird ein Fest – Ruhrgebiet feiert Kulturhauptstadt

Letztere mit dem schönen Satz: „Eintritt ist frei – kostet aber Überwindung“.

Kopfnoten für Kulturhauptstädte

Die Welt vergibt für die aktuellen und die erste Kulturhauptstadt Kopfnoten:

Wobei die allererste aus dem Jahr 1985 eine eins bekommt, Istanbul eine drei und der Rest jeweils zwei. Warum? Keine Ahnung, die Begründung ist nicht wirklich aussagekräftig.