Tweets ausem Ruhrpott

Ich zwitschere ja fleißig ausem Pott und schau mir auch Hashtags wie Ruhrpott, Ruhrgebiet, Kulturhauptstadt oder Ruhr2010 regelmäßig an. Lustige, interessante, blöde, alltägliche, … Sachen gibt es da, zum Beispiel:

–> Ralf W. aus D

–> WirZuDritt, Twitpic

–> pottblog, Weblogartikel, FW Meldung

–> Bettinariffel, Geewing, Himbeerchen__

–>Erasmus von meppen

–> azett, Herbst im Ruhrgebiet, sein Musikdownload

Und zum Schuss – der Klassiker:

–> nini_h

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Über Wasser gehen – die neue Seseke

eingedeichte Seseke in Lünen, (c) eigenes Bild

Die eingedeichte Seseke in Lünen, (c) eigenes Bild

Die Seseke wird umgebaut, ja sie ist es in weiten Gebieten schon und vor allen Dingen: Es fließt schon sauberes Wasser!

Ähnlich wie bei der Emscher findet auch im Flusssystem Lippe der Rückbau von den alten Abwasserkanälen (Köttelbecke) zu einem naturnahen Flussläufen statt. Hier ist der Lippeverband allerdings schon etwas weiter, der unterirdische Abwasserkanal ist seit 2004 fertig und hat das gesamte Schmutzwasser aufgenommen. Es wird zu den Klärwerken (Bönen und Kamen) geleitet und dort gereinigt in die Zuläufe der Seseke eingeleitet, in die Körne und den Rexebach.

Umbau der Seseke, (c) eigenes Bild

Umbau der Seseke, (c) eigenes Bild

Derzeit stehen die Bagger und Arbeitsmaschinen an vielen Abschnitten der Seseke und heben die Betonplatten aus dem Flussbett, flachen die Ufer ab, schaffen neue kurvige Verläufe, legen Hindernisse zur Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit hinein und machen sonst noch alles was man so zur Renaturierung tut. Das sieht erst mal brutal aus wenn das Grün weggekratzt wird und der Boden offen liegt, es wird aber 2011 dann ein weiteres Stück zurück zur Natur sein.

Wegweiser des Kunstprojektes, (c) eigenes Bild

Wegweiser (c) eigenes Bild

Begleitet wird das ganze im Kulturhauptstadtjahr durch ein Kunstprojekt (wie könnte es auch anders sein?-), es heißt „Über Wasser gehen“. 12 renovierte Künstler denken sich etwas zum Thema Landschaftsumbau, Renaturierung, Transformation … aus. Einige stellten Skulpturen in die Landschaft, z. B. Schaukeln oder bauen etwas in den Fluss hinein, z. B. einen Kanal oder eine Insel. Manche sind nur in der Ausstellungszeit von Juni bis September zu sehen, viele sollen permanent an Ort und Stelle bleiben. Bei einigen sind die Bürger gefragt um mitzugestalten, sich einzubringen.

Karte am Infopunkt, (c) eigenes Foto

Karte (c) eigenes Foto

Alles wichtige zum Kunstprojekt kannst du im Wikipedia-Artikel nachlesen (den hab ich heute geschrieben, hat länger gedauert als die Kunstwerke zu besuchen;-). Oder du schaust auf die Homepage, da ist vieles gut beschrieben inkl. Karte und Navi-Adresse.

Permakulturelle Seseke, (c) eigenes Bild

Permakulturelle Seseke, (c) eigenes Foto

Am Samstag war ich den ganzen Tag bei wechselndem Sonnenglück an der Seseke unterwegs und hab die Kunstwerke gesucht. Der Fahrradweg scheint gut ausgeschildert zu sein aber 50 km und mehr trau ich meinem Knie noch nicht zu und hab deshalb mit Auto und Navi geschaut was ich wo finde. Ein paar sind mir verloren gegangen aber das kann ich ja noch nachholen. Hier ein paar Eindrücke:

  • Ich hatte gedacht am Kunstwerk Nr. 1 Permakulturelle Seseke von Jeroen Doorenweerd an der Mündung der Seseke in die Lippe gäbe es bestimmt Infomaterial, aber Pustekuchen. Die einzige Infostation war an Nr. 6, der Pixelröhre, und die war zu.
  • Selbstbildnis auf der Pixelröhre, (c) eigenes Foto

    Selbstbildnis auf der Pixelröhre, (c) eigenes Foto

    Die Pixelröhre ist übrigens genauso von Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt wie das Verkehrswesen.B 233. Damit hat das einzige Doppel dann zwei Kunstwerke erstellt. Wobei die Pixelröhre wirklich genial ist!

  • So einige sind noch nicht fertig: Bei JETZT und der Fluss von Christian Hasucha werden noch die Steine in die Gabionen geschichtet, bei Landschaft im Fluss von  Thomas Stricker fehlt es noch an der Bepflanzung, bei Line of Beauty – das fünfte Klärwerk von Susanne Lorenz sind sowohl Bepflanzung als auch Radweg noch nicht fertig.
  • Trautes Heim im Reservat, (c) eigenes Bild

    Trautes Heim im Reservat, (c) eigenes Bild

    Sehr gut gefallen weil im Detail sehr witzig ausgeführt hat mit Reservat von Markus Ambach. Ihr müsst da unbedingt zwischen Auto- und Fußgängerbrücke mal raunterschauen und entdecken wer da wohnt.

  • Die Stufen zur Körne von Danuta Karsten sahen im Abendlicht sehr schön aus („dieses Licht!“), aber mit ein paar spielenden Schulkindern wäre die Bilder bestimmt besser geworden.
  • Stufen, Tische, Sitze? (c) eigenes Foto

    Stufen, Tische, Sitze? (c) eigenes Foto

    Der Versuch mit auf die Kissenlandschaft bei Sichtungen gehörter Stille von Tom Groll zu setzen hat mir eine feuchte Hose eingebracht, die Sandsäcke waren leider durchnässt.

  • Die Überwachungskamera der Abnehmende Aussicht von Bogomir Ecker könnt ihr als Webcam verfolgen, nur glaubt nicht allen Bildern, ok?!
  • Den Kahn von der Klasse Löbbert und Hogarth´s Dream von Diemut Schilling hab ich leider nicht gefunden.
  • Abends an der A2/B61 (c) eigenes Foto

    Abends an der A2/B61 (c) eigenes Foto

    Dafür kenn ich jetzt aber die beiden Klärwerke in Kamen und Bönen und hab noch Fotos vom Ostpol des Ruhrpotts, dem Förderturm der Zeche Königsborn III/IV, Schacht IV, gemacht.

  • Ich muss zu einigen Stellen unbedingt nochmal Abends im Dunkeln hin!

Weitere Bilder findet ihr im Facebook-Fotoalbum.

Wolfgang Winter

Die Grimbergbrücke bekommt einen Preis …

Grimbergbrücke, Foto von Klaus Kuliga, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Grimbergbrücke, Foto von Klaus Kuliga, Wikipedia, Lizenz: cc-by-sa 3.0

… und die Erzbahnstrecke wollte ich euch sowieso nochmal ans Herz legen.

Die Grimbergbrücke bildet den Abschluss des Wander- und Radweges am Rhein-Herne-Kanal in Höhe des Grimberghafens (daher der Name). Der halbkreisförmige Bogen aus Stahl mit einer Spannweite von 150 Metern hängt nur an einem einzigen 48 Meter hohen Stahlpylon auf der Nordseite des Kanals, der wiederum nur zwei Abspannungen als Konter hat (das Foto ist von einem dieser Anker aus gemacht worden). Beide Seiten haben Rampen, sodass man da gut rauf und runter kommt. Noch ein paar Zahlen: 600 Kubikmeter Beton, 400 Tonnen Stahl, 235 Meter Großbohrpfähle für die Widerlager und 465 Meter Seile für die Hängekonstruktion, Baukosten 3 Mio €.

Bauherr war der RVR (Ergebnis des ausgeschriebenen Wettbewerbes), das Ingenieurbüro Schlaich hat die Brücke geplant. Ausgeführt haben Bergermann & Partner aus Stuttgart, die IHT GmbH aus Bochum und der Stahlbau Raulf aus Duisburg. Alle gemeinsam erhalten sie den nur alle zwei Jahr vergebenen European Steel Bridges Award 2010, Kategorie „Fußgängerbrücken“  am 22. September in Istanbul.

Aus der Pressemeldung des idr:

Der Europäische Preis wird jährlich verliehen und ist nicht dotiert. Er würdigt herausragende Stahl-Brücken-Konstruktionen in Europa. Für den diesjährigen Preis waren 37 Brücken in drei Kategorien nominiert worden. Die Brücke über den Rhein-Herne-Kanal verbindet die Erholungsgebiete nördlich und südlich des Kanals und schafft als Verlängerung der Erzbahntrasse Anschluss an den Emscher Park Radweg.

Pfeilerbrücke Erzbahn, eigenes Bild (c)

Pfeilerbrücke Erzbahn, eigenes Bild (c)

Die Erzbahntrasse, die von hier aus bis zur Jahrhunderthalle in Bochum führt ist eine sehr schöne und ungewöhnliche Radstrecke, circa 10 km lang. Höher gelegen als die üblichen Eisenbahnlinien verfügt sie über viele Brücken, die aufwendig repariert und aufbereitet wurden, zum Beispiel die 334 m lange Pfeilerbrücke. 1918/19 errichtet, 14 m über Bodenniveau, überspannte die Güterstrecke Gelsenkirchen-Wanne und die Köln-Mindener-Strecke und schloss die Zeche Alma an den Grimberghafen an. Die einzelnen Kastenfelder konnten bei Bergschäden nachgestellt werden. Und so geht es weiter, die weiteren Brücken erzählen alle ein wenig Baugeschichte. Und wer sich dafür nicht so sehr interessiert, der kann einfach nur ein wenig oberhalb des normalen Alltags fahren. Allerdings hätte ich auch gerne zwei Verbesserung: Ab und zu mal eine Sichtachse in die Pflanzen rechts und links des Weges schneiden (ist nämlich auf dem Rest der Strecke ziemlich zugewachsen) und eine Gaststätte oder Bude darauf aufbauen, es gibt nämlich keine Versorgung auf der Strecke.

Auslaufendes Rot und andere B1|A40 Stories

Box 112% mit Regen, eigenes Bild (c)

Box 112% mit Regen, eigenes Bild (c)

So, am letzten Tag, bei strömendem Regen mach ich mich endlich auf die Socken, genauer gesagt die Unterarmgehhilfen, und erkunde die Schönheit der großen Straße. Das Kreuz Kaiserberg wollte ich erst in ein paar Wochen besuchen, der Wanderweg dort geht ja nicht verloren und lohnt sich auch unabhängig von Kunstinstallationen (ich sach mal nur: Delikatfisch Braun) und schon wegen der Landschaft (z. B. die Ruhrauenbrücken). Das RheinRuhrZentrum in Mülheim war mir dann zu weit, so ging es denn nach Essen und Wattenscheid.

Driveway Transit Exit, eigenes Bild (c)

Driveway Transit Exit, eigenes Bild (c)

Von Norden über A43 führte uns das Navi auf die A40 (wegen eines Umwegs durch die gesperrte Abfahrt Bo-Riemke kamen wir sogar an unserem Tisch auf dem Still-Leben vorbei;-) und so fuhren wir in Wattenscheid gleich auf die Tank-/Raststelle (Ausfahrt 31).

Dort gibt es die Box 112% von Martin Pfeifle zu sehen, welche mich, vor allem bei dem strömenden Regen irgendwie nich abholt (Motto: Ist das Kunst oder kann das wech?).

Seitenwechsel, eigenes Bild (c)

Seitenwechsel, eigenes Bild (c)

Außerdem war dort das Kunstwerk mit den Städtenamen und -entfernungen in Form von gelben Stangen und großen Beschriftungen (z. B. Banja Luka 1.313 km), stammt von Zinganel/Hieslmair und heißt Driveway Transit Exit. Eine liebevoll detaillierte Beschreibung findest du hier.

Für den dazu gehörenden Teil in der Kleingartenanlage war es mir zu viel Gewitter, aber die Bilder am Zaun von Peter Piller, genannt Seitenwechsel, hab ich dann doch noch aufgenommen. Mehr Photos davon gibt es dann auf Facebook. Weiter gings und trockener wurde es auch.

Wasserturm mit roten Fahnen, eigenes Bild (c)

Wasserturm mit roten Fahnen, eigenes Bild (c)

„Auslaufendes Rot“ ist eine von zwei Kunstinstallationen von Christoph Schäfer am Wasserturm auf dem Steeler Berg (die andere ist in Dortmund eine Reihe von Plakatschildern, siehe Infos des Künstlers), die auf den Kampf der Roten Ruhr Armee gegen die Militärputschisten im Jahre 1920 erinnern und auch anders verankern soll (siehe die Notizen in Video 1 und 2). Lange Jahre wurden die aufständischen Arbeiter totgeschwiegen, schlecht gemacht oder schlicht falsch dargestellt, einen Gedenkstein gab es nur für die andere Seite.

Rückwärtiger Eingang, eigenes Bild (c)

Rückwärtiger Eingang, eigenes Bild (c)

Inzwischen kann man die Geschichte genauer nachlesen, zum Beispiel auf der Internetseite Ruhr1920. Wer war damals im Recht? Wer war vor welchen Karren gespannt? Ich kenne die Wahrheit nicht, ich finde es aber schön und gut so darauf aufmerksam gemacht zu werden. Und selbst an meinem Wohnort in Haltern gab es damals Kämpfe von denen heute noch Gedenkorte existieren. Spannend, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen.

Autokino, eigenes Bild (c)

Autokino, eigenes Bild (c)

Heute wird die Turm von der Essener Tafel genutzt. Hinter dem Turm, im Ostpark findet grad das Bürgerschützenfest statt (noch bis 9. August).

Neben dem Turm führt die Markgräfer Straße gleich wieder auf die A40 zurück, wo es dann zurück nach Wattenscheid ging, diesmal auf der anderen Seite, zum Dükerweg.

BDSM-Schuppen, eigenes Bild (c)

BDSM-Schuppen, eigenes Bild (c)

Hier spielt sich das Roadmovie Ruhr ab, eine etwas provozierende Spiellandschaft für Erwachsene. Autokino, Gulaschkanone, Nissenhütten für die spartanische Übernachtungsmöglichkeit, ein BDSM-Schuppen (im wahrsten Sinne des Wortes ein Schuppen), das Motel Bochum, der Infopoint im Polo-Shop, ein U-Boot-Ausblick im Möbelhaus und ein Darkroom im D&W. Meine Güte, was es alles gibt.

Und sonst? Es gibt Schriftzüge auf den Brücken. Bei der Autobahnkirche in Bochum steht z. B. „Ich komm zur Ruhe“, was besonders bei Staus gut kommt. Am Tunnel stand „Ich bin von wir“ was ich grammatikalisch absolut nachvollziehen kann.

Die ganze Geschichte fand ich gut geerdet, nah am Volke, sprach mir aus der Seele, hatte ein Lächeln auf den lippen. Trotz des Regens. Der auch irgendwie passte.

Bald rollt das Ruhrgold wieder

Vor der Eröffnung

Vor der Eröffnung

Am 11. April rollte die schwarze zwei Meter große Kugel auf das Solardach des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen. Das war ein toller Auftakt für die Aktion, am morgigen Freitag geht es dann weiter zur zweiten Station.

Ab nach oben

Ab nach oben

Zitat von der Homepage:
Ruhrgold ist ein freies Kunstprojekt zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010, konzipiert für den sozialen und öffentlichen Raum im Ruhrgebiet von der Künstlerin Christiane B. Bethke in Zusammenarbeit mit den Fotografen Lothar Jankowski und Detlef Ilgner sowie der Autorin Bettina Brucker und Kunstkugel e.V.“
angekommen

angekommen

So eine große Kugel, außen ganz schwarz vor Kohle und doch glänzend, über 200 kg schwer und doch rollbar und überraschend beweglich, so eine Kugel ist schon ein Kunstwerk an sich. Im Wissenschaftspark stand sie zunächst noch auf ihrem Anhänger und wurde vorsichtig von den Gästen berührt.

rolle, rolle, ...

rolle, rolle, ...

In der Präsentation war der angekündigte Jan Hoet leider verhindert, Wolfgang Jung vom Wissenschaftspark und Manfred Beck, Kulturdezernent Gelsenkirchen fanden aber auch nette Worte (und natürlich auch für ein bisschen Werbung der eigenen Sache;-). Nach der Liste der Sponsoren (wie schwierig muss es sein das Geld zusammen zu bekommen?) zeigte die Künstlerin dann eine Powerpoint-Präsentation zu den Hintergründen und die ersten Fotos (im Schnee am Zentralhafen Bottrop).

und klick

und klick

Schön war auch, das die Kumpels, die auf den Fotos als Kugelroller mit Arbeitsklamotten und Helm zu sehen waren auch mit im Saal waren und beobachteten was draus geworden ist. Anschließend ging es nach draußen, gucken wie das Teil hochgezogen wurde und aufs Dach, schauen wie die Kugel rollt.

Und da zeigt sich die wirkliche Kunst.

kleine Gespräche

kleine Gespräche

Wie wirkt die Kugel auf die Menschen? Wer geht ran, wer schaut zu, wer fotografiert, wer beobachtet, wer spricht mit den Künstlern? Faszinierend zu schauen welcher Reigen sich da abspielte. Da vergisst jemand ständig sein Stativ, Kinder toben über das Dach, wildfremde Menschen rollen zusammen die Kugel über den Parcours, Fotografen warten auf freies Schussfeld, Menschen begeistern sich.

Ich bin gespannt auf die nächsten Aktionen. Die Kugel kenn ich schon. Aber was werden die Menschen dann damit machen?

Geplant ist morgen eine Aktion mit den Menschen der Zukunftsschule in Mülheim an der Ruhr, Bruchstraße 87. Nach der PowerPoint Präsentation um 10:15 werden circa 80 Schüler, Lehrer, Sozialpädagogen, ehrenamtliche Mitarbeiter, … mit großen farbigen  Bällen und dem Ruhrgold auf dem Schulhof, ja was denn wohl – spielen? interagieren? posieren?

rund, schwarz, weitreisend … Ruhrgold

Christiane B. Bethke, stammt aus und lebt in Mönchengladbach, betreibt mit über 20 Künstlerinnen und Künstlern ein Internationales Atelierprojekt in Köln (CAP Cologne, Mr.Banane Thomas Baumgärtel ist auch dabei), macht Projekte und Installationen im öffentlichen Raum.

Ein Querschnitt: Springshower lies Halme aus Duschköpfen wachsen, Spurenwechsel zeigte in roter Schrift Satzfragmente von Werbeslogans auf gelben Straßenmarkierungssteifen, Hafenkultur im Innenhafen Duisburg lies Koffer auf Rettungsringen schwimmen, Freiraum war ein Balanceakt für farbpigmentierte Glasscheiben auf Kugeln mit Musikperformance vom Cellisten Ludger Schmidt. Ach, ich bleib wieder bei den Skulpturen, Installationen, Interventionen hängen dabei macht sie auch Bilder. Mehr findest du auf ihrer Webseite.

Zur Ruhr.2010 macht sie wieder eine Installation: Ruhrgold

„RUHRGOLD ist ein freies Kunstprojekt zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010, konzipiert für den sozialen und öffentlichen Raum im Ruhrgebiet von der Künstlerin Christiane B. Bethke in Zusammenarbeit mit den Fotografen Lothar Jankowski und Detlef Ilgner sowie der Autorin Bettina Brucker und Kunstkugel e.V.“

Es handelt sich um eine Kugel mit zwei Meter Durchmesser, die in der mechanischen Werkstatt der Kokerei Prosper von außen mit Anthrazitkohle beklebt wurde (übrigens mit einem Fliesenkleber;-)). Wobei nicht nur die Kugel das Projekt ist sondern vielmehr die Bewegung derselben durch verschiedene Stationen, an verschiedenen kulturellen, öffentlichen, historischen und sozialen Standpunktenorten. Und Frau Bethke macht diese Kunst nicht alleine, die Akteure sind:

„Drei Kreative werfen mit RUHRGOLD mehr als einen Blick ins Ruhrgebiet: Die Künstlerin  Christiane B. Bethke hat die Idee und die Skulptur geschaffen. Sie bringt sie ins Rollen und lässt sie an ausgewählten Orten wirken und setzt sie in Szene. Ins rechte Licht rücken: Dafür steht der Essener Fotografen Lothar Jankowski und der Mönchengladbacher Detlef Ilgner hinter der Kamera. Die Autorin Bettina Brucker ist für die lebendigen Interviews und für verbindende Worte zuständig. In der ersten Phase stehen die rund 15 Stationen im Mittelpunkt. In der zweiten Phase werden Fotos und Texte in einem umfangreichen Bildband veröffentlicht. Dieser bezieht auch Menschen in das Geschehen und in die Auseinandersetzung ein, die nicht Teilnehmer oder Zeuge von RUHRGOLD vor Ort waren.“

Die geplanten Stationen findest du hier und die Einladung zum ersten Termin hier. Der Termin ist übrigens der 11. April (Sonntag, ich werd per Twitter noch dran erinnern;-) um 16:00 Uhr, Munscheidtstraße 14 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.Leider sind noch keine Pressefotos raus aber vielleicht kann ich ja da welche machen.

P.S. glaub bitte niemandem das Ruhrgold eigentlich Senf mit Honig wäre, ok? Und das Restaurant in Wetter mit gleichem Namen wird auch grad umgebaut. Auch Doggen oder Werbeagenturen gehören nicht zum Kunstprojekt.