Halde Rheinelbe

Himmelstreppe

Himmelstreppe

Die Halde Rheinelbe wurde für das Bergematerial der Zeche Rheinelbe genutzt, nach deren Schließung 1928 aber weiter Abraum von anderen Zechen, vor allem Holland, aber auch Alma und andere, weiter weg. Zwischenzeitlich schrumpfte die Halde dann wieder weil Abraum für den Straßenbau eingesetzt wurde.

Erst 1999 war Ende mit dem Auffüllen und es begann die Gestaltung als Landschaftsbauwerk und Kunstwerk.Von der Grundform her ist die Halde ein Tafelberg mit aufgesetztem Spitzkegel. Sie läuft nach Norden und Osten etwas sanfter aus um dann im Osten unmittelbar an einer künstlichen Felskante zu enden. Die Höhe über NN beträgt 100m, über Umgebungsniveau „nur“40m. Trotzem lohnt sich der Blick von da, weil wegend keine Grünzeug am Gipfel!

Der Randbereich ist mit Birken, Salweiden, Robinien, Brombeeren und vielen anderen Pflanzen bewachsen, eine typische Mischung für den sauren, salzigen und feuchten Boden aus Schlacken, Kohleschlämmen, Erdaushub und abgekipptem Schutt. Die Spitze aber ist rein aus Bergematerial und wird frei gehalten von Vegetation.

Drei gebogene Wege führen spiralförmig zum kleinen Plateau mit seiner Landmarke, was ihr auch den Spitznamen Spiralberg eingebracht hat. Diese Wege sind zwar mit Schotter belegt, können aber von Fahrradfahrern oder robusten Kinderwagen gut bewältigt werden. An der Halde führt auch der Emscherpark-Radweg vorbei.

Aufgang

Aufgang

Säulenplatz

Säulenplatz

Spitzkegel

Spitzkegel

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Skulpturenwald Rheinelbe

Eingang

Eingang mit Nord-Ort-Tor

Zu Fuße der Halde Rheinelbe und auf der Strecke zum Zechengelände erstreckt sich ein wahrer „Urwald„, der bewusst so wachsen gelassen wird wie es die Natur vorgibt. Umgestürzte Bäume werden höchsten mal zur Sicherheit durchgesägt. Nichts wird gepflanzt oder gar Unkraut entfernt. Durch das ständige hin- und Wegbringen von Material sind steile Kanten, plötzliche Abbrüche und seltsame Täler entstanden. Die Häuser, Mauern und sonstigen menschlichen Bauwerke wurden der Natur überlassen und wuchern so langsam aber sicher zu.

Weg

Weg

Mitten im Wald finden sich Skulpturen, Treppen oder Plätze, was den Titel des Skulpturenwaldes erklärt. Selbst einige Bauwerke wurden künstlerisch umgestaltet, eine von innen heraus blau leuchtende Grotte empfängt einen am nord-östlichen Eingang zum Wald, sie war einmal ein Ziegelhaus.

Infotafel

Maßgeblichen Anteil an dem Gesamtkunstwerk hatte der Herman Prigann. Im Rahmen der IBA Emscherpark baute er nicht nur die Himmelsleiter oben auf dem Spitzkegel der Halde (massive und große Betonklötze übereinander gestapelt) sondern legte auch eine ganze Reihe von Skulpturen rund herum im Wald, teilweise auch versteckt, an.

zum Mondholz

zum Mondholz

Eine der bekanntesten ist das Mondholz, (Baumstämme im Dreiviertelkreis scheinbar aneinander gelehnt) zu der du durch eine archaisch anmutende Steintreppe hingelenkt wirst. Es lohnt sich aber auch einfach mal quer zulaufen und unbekanntes Terrain zu erkunden. Allerdings brauchst du dafür festes Schuhwerk und strapazierfähige Kleidung (Brombeerranken!). Die wenigen ausgearbeiteten Wege sind denn auch mit Kinderwagen oder Kleinkindern nur schwierig zu bewerkstelligen.