Zeche Rheinelbe

Zeche, Kokerei, Arbeitersiedlung, Halde, Kunstwerke im Skulpturenwald, Gründungszentrum, Wissenschaftspark, … was verbindet sich nicht alles mit dem Namen?

Gestern hab ich einen Ausflug nach Gelsenkirchen-Ückendorf gemacht und zeigt euch heute ein paar Bilder und Infos.

Postkarte mit Schacht 1 und 2 auf dem Infoplakat, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Postkarte mit Schacht 1 und 2 auf dem Infoplakat, eigenes Bild, Lizenz: cc-by-sa 3.0

Die Zeche Rheinelbe war eine recht frühe Steinkohlenzeche, schon 1848 gab es die erste Mutung, nach schwierigen Abteuf-Arbeiten wurde ab 1861 bereits gefördert. Wegen der teuren Schachtarbeiten, politischer Wirren und der Gründerkrise ab 1873 wurde die Zeche mit der Zeche Alma zusammengelegt und war damit der Grundstein für die GBAG. 1926 -1928 war dann für die originalen Schächte 1/2/6 der Rheinelbe schon Schicht am Schacht, die Förderung wurde eingestellt, 1960 schließlich die Schächte endgültig geschlossen. Heute siehst du von Schacht 1 nur noch den Deckel, die Fördergerüste sind alle abgebaut. Die Verwaltungsgebäude der ehemaligen GBAG und die sechs ehemaligen Werkstattgebäude der Zeche wurden größtenteils erhalten und werden heute anderweitig genutzt.

Die ehemalige Maschinenhalle wurde in den 1950er Jahren umgebaut und als Lohnhalle genutzt, später kamen verschiedene Kleinbetriebe dort unter, 1993 nochmal umgebaut und ab 1996 ist dort die Tagungsstätte „Lichthof“ des Bau- und Liegenschaftsbetriebes Land NRW (mit Hotel) untergekommen. Übrigens meine Unterkunft wenn ich Anfang Mai den BildungsurlaubIn den Kulissen der Kulturhauptstadt 2010“ (PDF) besuchen werde. Vielleicht sehen wir uns da ja?

Maschinenhalle Kopfseite

Maschinenhalle

Maschinenhalle

Maschinenhalle

Schacht 1

Schacht 1

(alles eigene Bilder, Lizenz: cc-by-sa 3.0)

Eine gute Zusammenfassung der wechselreichen Geschichte der Zechen und Firmenfusionen (als ob es das nur heute gäbe;-) findest du auf der Seite des NRW Archiv Bestandes.

Die Standorte der Schächte (nicht nur Rheinelbe und Alma) findest du auf der Seite Zechensuche.

Für mehr alte Postkarten, Briefwechsel, Karten und überhaupt allerlei Geschichten zur Rheinelbe gehst du am besten auf die Seite Gelsenkirchener Geschichten. Echt was zum Stöbern!

%d Bloggern gefällt das: