Kokerei Rheinelbe und Nebenanlagen

Die Kokereien direkt an der Zeche Rheinelbe wurden so richtig nur von 1904 bis 1919 betrieben, die an der Zeche Alma blieb allerdings wesentlich länger erhalten, sie bekam die Kohle aus anderen Zeche angeliefert, wurde sogar zur Zentralkokerei ausgebaut. Für das Gelände Rheinelbe waren die Kokerei selbst mit ihrer kurzen Laufzeit eine Belastung, die erst mit der Sanierung während der Internationalen Bauausstellung Emscherpark beendet wurde. Wobei ein Teil des belasteten Bodens extern thermisch gereinigt und ein Teil in einem gesicherten Landschaftsbauwerk nahe des ehemaligen Umspannwerkes verbaut wurde. Auf dem Radweg kommst du daran vorbei, es ist eine kleine, abgezäunte  Pyramide mit vermauerten Flanken. Foto siehe hier und die genaue Beschreibung findest du beim Brachflächenrecycling der Stadt Gelsenkirchen.

Das Umspannwerk wurde inzwischen umgebaut und saniert. Die Transformatoren befinden sich jetzt hinter dem Gebäude im Freien. In der Station selbst hat das größte und ungewöhnlichste Forsthaus des Landes  Eingang gefunden, es ist heute Außenstützpunkt des Projektes Industriewald Ruhrgebiet (Flyer). Hier kannst du eine  Führung buchen, die Bienen bestaunen oder auch einfach eine Pause auf deiner Wander- oder Fahrradtour machen.

Bienenhaus am Forthaus Rheinelbe

Bienenhaus

Forsthaus Rheinelbe

Forsthaus

Transformatoren

Transformatoren

Zwischen dem Forthaus und dem Maschinenhaus liegen noch sechs alte Werkstätten bzw. Hallen der Zeche Rheinelbe. Die Bauweise mit erinnert mich stark an die Zeche Zollern, ein kleines Schmuckstück, etwas versteckt gelegen. In der Gebäuden haben sich teilweise Ateliers („Atelier Auf Rheinelbe“ und „Kunststation Rheinelbe“) niedergelassen. Aber auch die Gasübergabestation mit den grün-bläulich angestrichenen Kugeltankball liegt dort.

Werkstatthallen

Werkstatthallen

Kunststation

Kunststation

Kugelball

Kugelball

Den Gasball (Farbe Gasblau) übrigens nicht verwechseln mit dem Kugeltank mit Punkten im Stadtteil Erle! Siehe auch die passenden Gelsenkirchener Geschichten.

(alles eigene Bilder, Lizenz: cc-by-sa 3.0)

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