Tag 77

Der neue Ruhrbischof, Franz-Josef Overbeck, ist in das Bergwerk Prosper-Haniel (Schacht 10 in Kirchhellen) eingefahren und hat dort Overbeck-Schnaps getrunken. Solche Besuche haben durchaus Tradition, wobei ein Papst meines Wissen noch nicht eingefahren ist. Aber immerhin hat Papst Johannes Paul II. das Gipefelkreuz auf der Halde Haniel mal gesegnet gehabt (1987 gesegnet, 1992 aufgestellt). Der aktuelle Ruhrbischof wird dort – auch wieder tradionell – am Karfreitag eine Messe zelebrieren (09:00 Uhr).

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Nochmal erinnert sei an die Frühjahrsakademie in der Uni Duisburg-Essen, sie findet vom 22. bis 29. März statt:

„Die Frühjahrsakademie ist einer der zentralen universitären Programmpunkte. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in der Zukunft urbaner Systeme. Im interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung sollen Szenarien für das Ruhrgebiet im Jahre 2030 erarbeitet und diskutiert werden.

Dazu finden neben einer Auftaktveranstaltung, einem Exkursionstag und einer Abschlussveranstaltung verschiedene Workshops statt. Sie werden von jeweils einem Professor der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Zusammenarbeit mit je einem externen Praktiker aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung etc. geleitet, um so einen interdisziplinären Dialog zu fördern.“

Die Veranstaltung wird von den Ruhrreportern begleitet.

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In Bottrop wurde ein Neubau eingeweiht, der betreuungsbedürftigen Menschen ein selbstständiges Leben in den eigenen 4 Wänden ermöglicht und doch eine hohe Betreuungsdichte bietet. Bei uns umme Ecke ist ein Haus, in dem behinderte junge Menschen betreut wohnen, allerdings hat dort nicht jeder eine eigene Wohnung. Beide Formen sind aber so gnaz anders als das frühere „Wegschließen“ und das ist auch gut so!

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Die am 25. Juni 2008 vorgelegten Empfehlungen der Expertenkommission „Kunst NRW“ finden inzwischen in der Landesregierung Umsetzung:

„In seiner Sitzung am vergangenen Dienstag (16. März 2010) billigte das Kabinett der Landesregierung einen Bericht zur Umsetzung dieser Vorschläge und Empfehlungen. Grosse-Brockhoff: „Mit einer ge­zielt an Qualität ausgerichteten Theaterförderung, dem neuen „Tanz­konzept 2009“, dem Mahler-Chamber-Orchestra als Residenz-Orchester Nordrhein-Westfalen, zusätzlichen Mitteln für Kreativquartiere im Ruhr­gebiet und einer vollkommen neuen Dimension Internationaler Kulturpo­litik haben wir bereits einige der Vorschläge der Expertenkommission als wichtige Impulse begriffen und umgesetzt. Andere Vorschläge, wie ein neues Literaturzentrum mit Schreibwerkstatt in Münster, sollen mit­telfristig auf den Weg gebracht werden.““

Den Bericht kannst du hier nachlesen, die Vorschläge hier. Tenor ist wohl eher: Kein Staatstheater!

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