Stiftung Mercator investiert in die Wissenschaft im Ruhrpott

Wow, 22 Mio Euro für die Wissenschaft! Nicht schlecht. Wie hieß nochmal die Seite für die guten Nachrichten? Aber mal langsam zum Mitschreiben:

Stiftung Mercator investiert 22 Millionen Euro in den nächsten 5 Jahren und gründet dazu zusammen mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR).

Und jetzt schauen wir mal im Einzelnen:

Wer ist die Stiftung Mercator? Die Wikipedia schreibt dazu: Die Stiftung Mercator ist eine deutsche Stiftung, die nach dem Mathematiker, Kartographen und Theologen Gerhard Mercator benannt ist. Die Stiftung wurde 1996 von der Handelsfamilie Schmidt-Ruthenbeck (Metro AG) aus Duisburg gegründet und konzentriert sich teilweise auf das Ruhrgebiet. Sie hat ein Stiftungskapital von 124.4 Millionen Euro (Stand 2006) und hat bisher über 50 Millionen Euro an Fördergeldern ausbezahlt (Stand 2006). Die Stiftung ist in Essen angesiedelt und Geschäftsführer sind Bernhard Lorentz und Robert Faulstich.

Die UAMR (Universitätsallianz Metropole Ruhr) ist ein vor fast drei Jahren gegründeter Zweckverband der  Ruhr-Universität Bochum (RUB), Technische Universität Dortmund (TU DO) und Uni Duisburg-Essen. Alle drei bleiben selbstständige Universitäten, wollen aber Synergieeffekte nutzen (z. B. bei Verwaltung & Infrastrukrur), hohe Standards in Forschung und Lehre entwickeln, den Studierenden mehr bieten (Stichwort RuhrCampus hoch 3), sich besser absprechen, gegenseitig stärken, eine gemeinsame eLearning-Plattform nutzen und auch (im Ausland) gemeinsam werben, etc.

Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) ist ein neu gegründetes Center, Sitz in Essen, Arbeit im März 2010 aufgenommen, Direktor Winfried Schulze, ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrats. Weiter sagt Lorentz dazu in der Pressemitteilung: „Das Center fördert sowohl die Zusammenarbeit als auch den Ausbau verteilter Forschungsschwerpunkte innerhalb der drei Universitäten. Auf diese Weise beflügelt es den Kooperationsgedanken und trägt damit dazu bei, die wissenschaftliche Qualität in der UAMR nachhaltig zu steigern. Das neue Center soll zu einem Modellfall für Hochschulkooperationen werden.“

Die Förderung hat vier Linien, die ich hier mal flapsig zusammenfasse:

  • Projektförderung: Kooperation der beteiligten Unis oder Differenzierung derselben.
  • Strukturförderung: neue, gemeinsame Zentren auf Zeit, bei Erfolg gehen diese in die Unis (und deren Finanzierung) über.
  • Personenförderung: Freisemestern einzelner Hochschullehrer aber kein Sabbatjahr!
  • Anschubförderung: Kleinvieh macht auch Mist, beschleunigen durch verkürztes Verfahren, kleine Summen (<50.000€)

Was gibt es sonst noch wichtiges? Anträge können online gestellt werden. Es gibt schon PDF-Dokumente zu den Förderrichtlinien,zu Zahlplan und Mittelabruf, Verwendungsnachweis und Projektberichten. Viel Spaß!

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