Arbeitskampf im Ruhrgebiet

Kalenderblatt 17.02.2010 (c) DW

Kalenderblatt 17.02.2010 (c) DW

Im Netvibes hab ich das Kalenderblatt der Deutschen Welle eingebunden und was zeigt das heute morgen?

Den Arbeitskampf im Jahre 1993 bei Hoesch in Dortmund. Genauergesagt die „Nacht der tausend Feuer“, in der die Arbeiter der drei Hoeschwerke Westfalenhütte, Hörder Verein und Herrmannshütte sich zusammen mit ihren Familien und anderen Betroffenen abends zu einem Fackelmarsch trafen und damit ganz Dortmund lahmlegten. Bis zu 50.000 Menschen sollen damals im Kampf um die Arbeitsplätze auf die Straße gegangen sein. Kurz zuvor, 1991 war Hoesch in der ersten feindlichen Übernahme Deutschlands von Krupp eingesackt worden. Krupp-Chef Cromme will die Belegschaften von Rheinhausen und Dortmund gegeneinander ausspielen, die jahrelange Solidarität durchbrechen. Am Ende wird Rheinhausen geschlossen aber in Dortmund geht es auch nicht lange gut. 1999 gab es gleich die nächste Fusion, mit Thyssen. Mehr zur Geschichte von Karl Hoesch gibt es im heutigen Hoesch-Museum oder bei der Serie Ruhr-Familien. Einen Videobeitrag gibt es auf 60Jahre Deutschland.

Was ist heute noch übrig?

Hoesch ist in der ThyssenKrupp aufgegangen, 2000 wurde die moderne Kokerei „Kaiserstuhl“ geschlossen; 2001 gab es den letzten Hochofenabstich in der Westfalenhütte. Dort wird heute noch gewalzt und verzinkt, das Dortmunder OberflächenCentrum DOC ist entstanden. Es gibt immer noch die Betriebskrankenkasse BKK Hoesch, es gibt das Hoesch-Museum im alten Portierhaus der Westfalenhütte, der Gasometer steht noch und der Phönix-See entsteht.

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