Tag 37

Es gibt doch wunderbare Sachen im Pott. Und im Internet. Durch das Zwitschern bin ich mal auf die Suche gegangen und habe zwei wirklich wichtige Dinge gefunden:

  • #wodkawickblau – Zubereitung siehe hier
  • Vacuum-Kaffee krümelfrei umfüllen gibt es im 13Maul

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Ruhrgebiet für Lau hat einen neuen Tipp im Blog, den ich euch ans Herz legen möchte:

  • Privatbrauerei Moritz Fiege
  • Ausstellung „Bier“ (basierend auf dem Buch)
  • 17. Februar Eröffnung
  • Lesung mit Uwe Fellensiek
  • aus dem Buch „Bier
  • Eintritt zur Ausstellung (geht bis 21.) & zur Lesung ist frei

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Karl Janssen, Dezernent der Stadt Duisburg, einer der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH (DMG), Kulturmanager des Jahres 2009, ….,  blogt, posterous und zwitschert. Manche Sachen von ihm finde ich nicht gut, zum Beispiel spricht er sich gegen die Loveparade in Duisburg aus. Gleichzeitig startet aber die DMG einen Aufruf zum Partylifter, der Spendenaktion. Das er finanzielle Unterstützung für das Museum Küppersmühle (neuester Tipp von ihm ist die Webcam zum Umbau) geholt hat find ich wiederum gut, allerdings nicht den Schuhkarton, der da oben draufgesetzt wird. Nunja, was ich eigentlich schreiben will: er ist lesenswert.

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Das neue Prinz Sonderheft zum Ruhrgebiet schon gekauft (5,90 €)? Ist interessant, eine Mischung aus Hintergrundinfos (Interviews mit Asli Sevindim u.a., Stadtimpressionen, große Projekte wie A40), Kulturführer (Festivals, Theater, Museen, …) und Szene (Nachtleben, Essen & Trinken, …). zum Schluss noch einiges an Terminen. Die Zusammenstellung gefällt mir. Teile davon kannst du aber auch im Netz lesen:

Schön auch, das Prinz bei den altbekannten Begrifflichkeiten bleibt, Ruhrgebiet statt Metropole Ruhr!

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Bernd und Hilla Becher

Fotografie Installation an der Kraftzentrale Landschaftspark Duisburg-Nord, Bild von Raimond Spekking, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Fotografie Installation an der Kraftzentrale Landschaftspark Duisburg-Nord, Bild von Raimond Spekking, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Bernd und Hilla Becher waren einander Symbionten. Ungefähr zu der Zeit als ich geboren wurde fingen sie an ihre verschiedenen Kunstrichtungen auf eine gemeinsame zu vereinen. Fortan fotografierten sie Industriebauten von Zechen über Fabriken, Wassertürme, Gasometern, Hochöfen, Kohlebunkern, Getreidesilos bis zu komplexen Industrielandschaften. In einem ganz neuen, eigenem Stil. Im Ruhrgebiet und auch in Frankreich, England oder den USA. Während ihre Aufnahmen betont sachlich waren, meiste schwarz/weiß und in Zentralperspektive die Gesamtanlage zeigten – war ihre Auswahl der fotografierten Objekte sehr subjektiv und selektiv. Sie wollten das Typische zeigen, die Typologie der Bauten, den Vergleich zu anderen, ähnlich entstandenen, geplanten, gewirkten Bauten. Bernd Becher übernahm 1976 bei der Kunstakademie Düsseldorf eine Professur für Fotografie, trotzdem war es ein gemeinsames Arbeiten und Werken bei dem seine Frau gleichberechtigt neben ihm tätig war. Zusammen wurden sie als Becher-Schule bekannt, die legendäre „Künstlerklasse für Fotografie“. Bernd Becher verstarb 2007 in Rostock bei einer schwierigen Operation.

Kunstaspekte schreiben (Verzeichnis zu den beiden):

„Die Bechers haben bereits früh begonnen, Orte im Ruhrgebiet fotografisch festzuhalten. Die Zeche Zollern II in Dortmund, die kurz vor dem Abriss stand, markiert in den späten 1960er Jahren den Beginn ihres Engagements für das Ruhrgebiet. Später entstanden Projekte in Duisburg (Thyssen Stahlwerk), Oberhausen (Zeche Concordia), Bochum (die Zechen Hannover und Hannibal) und auch in Bottrop (Zeche Prosper).“

Im Quadrat Bottrop gibt es ab morgen, Sonntag, den 7. Februar bis zum 2. Mai 2010 im Rahmen von „Mapping the Region“ der RuhrKunstMuseen eine Ausstellung mit ihren Typografien: „Bergwerke und Hütten – Industrielandschaften von Industriebauten“. Eine wundersame Ausstellung, unbedingt zu empfehlen.

Hier mal eine typische Fotografie aus der Ausstellung als Beispiel – gegen übergestellt zu dem, was heute noch von der Zeche Hannover in Bochum über ist, der Malakowturm nämlich. Die zweite Aufnahme ist um eine 180° gedrehte Ansicht desselben Turmes (man beachte die Belüftungsröhren im Vordergrund).

Zeche Hannover 1/2/5, Bochum-Hordel, 1973. (c) Bernd und Hilla Becher

Zeche Hannover 1/2/5, Bochum-Hordel, 1973. (c) Bernd und Hilla Becher

Zeche Hannover, Maschinenhaus und Malakow-Turm über Schacht 1, 2006, Bild von Arnold Paul, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 2.0

Zeche Hannover, Maschinenhaus und Malakow-Turm über Schacht 1, 2006, Bild von Arnold Paul, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 2.0