Tag 34

Bit du poetisch veranlagt? Magst du Castrop-Rauxel? Wie wäre es denn mit einem Gedicht von dir an einem Baum in der Stadt? Oder in einem Schaufenster? In einem Cafe? Dann schau doch mal bei Castrop-Rauxel … ein Gedicht rein. Die suchen noch Gedichte, eigene oder Lieblingsgedichte. Insgesamt 2010 Stück werden von Ende Juni bis Ende August im gesamten Stadtgebiet präsentiert werden.

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Freizeittipps-NRW Blog will nicht mehr. Stress mit Google.

Bringt mich zum Nachdenken wofür ich selbst blogge. Kerngeschäft im Auge behalten, nicht verzetteln oder vermischen! Hoffentlich denk ich dran. Das Katzenfutter kann auch anders bezahlt werden.

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Ich hab mich ja schon über Ruhr2010-Tickets und Grand Tour aufgeregt weil die den Mitnahmeeffekt für eigene Werbung ausnutzen. Jetzt nochmal ein kleiner Aufreger über dito in Münster. Die nennen das nämlich „Das Ruhrgebiet ist europäische Kulturhauptstadt 2010. Nördlich des Ruhrgebietes liegt in diesem Jahr das Kulturgebiet – und zwar in Münster. ….“ siehe Ahlener Zeitung. OK, ok, ok, reicht jetzt.

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Besuch aus Oslo ist da. Wir reden über Neuseeland. Schön. Vieles wieder zu erkennen, vieles neu erfahren. Weckt die Lust da wieder hin zu fahren.

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Grimme-Preis: 52 nominiert, 1 bereits vergeben

Die Nominierungen für die drei Kategorien des Adolf-Grimme-Preises im Jahre 2010 (ist übrigens schon der 46.) stehen fest.

52 Stück sind es geworden.

Genauer kannst du das auf den Webseiten des Grimme-Instituts nachlesen in den Kategorien Fiction, Information & Kultur und Unterhaltung.

Das Prozedere ist sehr schön nachzulesen in den dort auch veröffentlichten  Statuten: Der Preis des Deutschen Volkshochschul-Verbandes zeichnet jedes Jahr Fernsehproduktionen des  öffentlichen Rechts und von privaten TV-Sendern aus, die „die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Form und Inhalt Vorbild für die Fernsehpraxis sein können.“ Welche Sendeanstalt (schöne Bezeichnung;-) und welcher Produzent wie viele Sendungen, Serien, Mehrteiler oder ähnliches vorschlagen darf ist genau geregelt (ARD vor ZDF vor dem Rest). Auch Zuschauer dürfen Vorschläge einreichen (netterweise ohne Kontingentvorgaben). Dann gibt es eine Nominierungskommission (die ebend jetzt mit der Arbeit fertig ist), die eine erste Auswahl trifft. Dann kommt die eigentliche Jury zum Zuge. Neben den Profis gibt es auch noch den Publikumspreis der Marler Gruppe (den find ich wirklich spannend). Noch ne Bemerkung am Rand: Psssst, liebes Grimme-Institut, die Statuten würd ich mal überarbeiten (Bürgermeister wechseln auch durchaus im Laufe seines Jahres).

Die bisherigen Preisträger mit Inhaltsangabe und weiteren Infos findest du in dieser Liste.

Alexander Kluge 2009 in der Frankfurter Paulskirche, Bild von Dontworry, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Alexander Kluge 2009 in der Frankfurter Paulskirche, Bild von Dontworry, Wikipedia. Lizenz: cc-by-sa 3.0

Und welcher Preis ist jetzt schon vergeben? Die Besondere Ehrung! Sie geht in diesem Jahr an den Filmemacher, Fernsehproduzenten, Schriftsteller und Drehbuchautor (und außerdem noch ein Rechtsanwalt) Alexander Kluge. Bekannte Filme sind u. a. Die Macht der Gefühle“ von 1983, Deutschland im Herbst von 1978. Bücher? Z. B. „Die Lücke, die der Teufel lässt.“ oder „Vom Nutzen ungelöster Probleme.“ oder „Die Kunst, Unterschiede zu machen.“

Aber eigentlich ist es seine Art Fernsehen zu machen, für die er wohl ausgezeichnet wurde. Auf seiner Homepage steht dies schön beschrieben:

„Seit 1988 produziert Alexander Kluge innerhalb der dctp unabhängige Kulturmagazine im deutschen Privatfernsehen (in 20 Jahren etwa 1500 Std. Sendezeit). Sein Ziel ist es, das Fernsehen offen zu halten für das, was außerhalb des Fernsehens stattfindet. …
Neben diesem Gesprächsformat, … hat Kluge andere Formate entwickelt, die ausloten, was Fernsehen eigentlich kommunikativ leisten kann, wenn es nicht ängstliches Quoten-TV sein muss: Magazine ohne Worte, Stadtmagazine, Musikmagazine, die von Bildmontage und Musik leben, sowie das vielleicht bekannteste Format der Facts & Fakes. …“

Bravo, sag ich da. Und typisch Grimme-Preis, mal wieder auf unabhängiges, ausergewöhnliches im Fernsehen zu setzen. Hoffentlich zeigt sich das auch bei den anderen Preisverleihungen.