Ruhr- und Emschersagen von Dirk Sondermann

Emschersagen von Dirk Sondermann, Bild: Henselowsky Boschmann

Emschersagen von Dirk Sondermann, Bild: Henselowsky Boschmann

Dirk Sondermann beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit den Sagen im Ruhrgebiet. Er gründete 2003 das Institut für Erzählforschung im Ruhrgebiet und gab verschiedene sagenhafte Bücher heraus. Ich selbst hab das Buch der Ruhrsagen, er hat aber auch noch zur Emscher, Bochum, Wattenscheid und Hattingen was gemacht.

Dabei sind seine Bücher nicht nur einfach lesenswert.

Dirk wandert die Ruhr von der Mündung in Ruhrort bis zur Quelle am Ruhrkopf ab (>230 Kilometer!). Zu den Sagen gibt es kurze Hintergrundinformationen, Quellenangaben, wo sinnvoll Querverweise, manchmal eine Zeichnung, oft die Zugangsmöglichkeiten und Öffnungszeiten, praktisch immer die GPS-Angaben. Ich möcht nich wissen wie viel Strecke er dafür abgefahren ist, wie viel Zeit er investiert hat, das kann man nur mit Leidenschaft schaffen. Hinten findet sich auch ein Ortsregister, so dass du wirklich beim nächsten Ausflug die sagenhaften Stätten aufsuchen und auf dich wirken lassen kannst. Ob du dort allerdings dann wirklich Hexen und Werwölfen, Riesen und Zwergen, Jungfrauen und Jägern und all den anderen Sagengestalten begegnen wirst? Oder du schaust mal nach welche Sagen es rund um deinen Wohnort gibt. Ich hoffe ja darauf, das er auch zur Lippe einmal ein entsprechendes Buch herausgeben wird.

Dirk hat seinem aktuellen Verlag Henselowsky Boschmann ein Interview gegeben.

Außerdem gibt es ein Projekt von ihm im Rahmen der Ruhr.2010: Sagen-haftes Ruhrgebiet. Mit seinem Institut und der Gesellschaft für freie Informationssysteme (gfi) wird diese Internetseite aufgebaut, die mehr als 500 Sagen zur Verfügung stellen wird (im Moment ist aber noch keine da). Wieder nicht nur als Text sondern auch als Audio- und Videobetrag, mit genauen Ortsangaben, die per GPS, Goggle Maps oder anderen GeoHacks auffindbar sind. Dazu kommen Erzählveranstaltungen in den Städten des Ruhrgebiets, nächster Termin: Gladbeck, Museum der Stadt Gladbeck, Burgstr. 64, 11. Februar 2010, 19.30 Uhr. Die Internetseite soll auch nach 2010 weiter bestehen und ausgebaut werden.

Noch ein paar Links: rponline, WAZ, dtv, pflichtlektüre

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