Tag 16

Heute einen kleinen Ausflug in den Ruhrpott gemacht. Wir mussten sowieso zum Ostermann nach Bottrop-Boy, etwas abholen das wir schon länger bestellt hatten. Das Wetter war trocken, der meiste Schnee zumindest auf den Wegen weggetaut, wir interessiert an allem was so in der Nähe liegt.

Also auf die A52, danach auf der 224 Richtung Bottrop / Gladbeck und ab in den Wittringer Wald. Das war mal ein sogenanntes Luft- und Lichtbad für die arbeitende Bevölkerung des Ruhrgebiets mit Herrenhaus / Wasserschloss im Stil der „niederrheinischen Renaissance“, dazu Vogelinsel und Vogelwarmhaus, ein nach Plänen aus dem 17. Jahrhundert rekonstruiertes Eichenfachwerkhaus mit dem Heimatmuseum der Stadt Gladbeck, einer Minigolfbahn (im Winter leider zu), Tennisplätzen, vielen Wald-, Wiesen- und Wasserflächen. Heute würde ich noch Lärmbad dazu zählen denn die nahegelegene A2 und die Eisenbahnstrecke der NordWestBahn geben doch kräftig Laut. Aber macht nix. Wir sind viel gelaufen und haben lecker Kaffee&Kuchen im Schlosscafe gehabt. Dort gibt es ansonsten noch ein Restaurant, große und kleine Säle für Feierlichkeiten und ab zu zu spezielle Dinnerangebote (überleg ich mir noch, ich mag keine Blutwurst;-). Weitergehende Infos: Wikipedia, Route der Industriekultur, Homepage Schloss.

Danach ein kleiner Abstecher zur Boye, ungefähr ab der A2 immernoch ein offener, ausbetonierter Schmutzwasserkanal. Schnell ein Foto machen, das Emschersystem wird ja umgebaut und bald soll der Bach naturnah werden.

Husch, husch, rein ins Möbelparadies (Ostermann&Trend) und die Sachen eingekauft, deren wegen wir losgefahren waren. Das Gelände hier war ganz früher mal der Bauernhof Niermann, dann eine Zeche mit zwei Schächten (Welheim 1/2) von denen heute nur noch die Belüftung zu sehen ist. Danach war es mal ein Industriegebiet mit Chemiefirma und heute Gewerbegebiet mit Möbel-, Garten-, Heimwerkbedarf. Moderndeutsch nennt sich das Strukturwandel. In der Ruhr2010 wird es hier (hoffentlich) ein Schachtzeichen geben. Ich find es lustig, das heute Autos fast genau auf dem Schacht parken, darunter ein wenig Verfüllung und dann – ein mehrere hundert Meter tiefes und fünf Meter breites Loch. 😉 Weiterführende Links: Geschichte Zeche Welheim, Route der Industriekultur

Zurück zur älteren Geschichte geht es dann auf der 224 bis Scholven und rechts ab zum Lüttinghof, das älteste erhaltene Bauwerk (Anfang 14. Jhr.) der Stadt Gelsenkirchen. Ein Wasserschloss mit Gräften. Mit harmonisch eingefügten Bauten auf der Vorburg.  Und einem Seminar für Lehramt fast aller Schultypen in Gelsenkirchen. Und einem tollen Restaurant, wo wir allerdings nur einen kleinen Absacker nehmen, wir sind noch zu satt vom Kuchen. Weiterführende Links: Homepage, Kammerkonzerte (auch 2010).

So, das war unser kleiner Ausflug vor die Haustür. Ich hoffe, es hat euch auch gefallen.

Alles eigene Bilder, Lizenz: CC-BY-SA 3.0.

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