Die 10 Gebote 2.0

Heute findet die Uraufführung des Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ in der großen Westfalenhalle Dortmund statt. Zitat von der Webseite:

„Erleben Sie … die voller Spannung und Dramatik geladene Geschichte des Volkes Israel von der Berufung des Moses über den Auszug aus Ägypten bis zum Empfang der 10 Gebote am Berg Sinai. „

Oder auch:

„Michael Kunze und Dieter Falk zeigen mit Die 10 Gebote großes Unterhaltungs-Kino für die ganze Familie!“

Circa 90 Gospel-, Pop-, Kirchen- und Jugendchöre, damit über 2.500 Sängerinnen und Sänger, Das Junge Orchester NRW (25 Jahre jung) und andere Musiker proben seit Monaten dafür. Auch Schauspieler und Solisten beteiligen sich, z. B. Otto Sander als Stimme Gottes oder Michael Eisenburger aus Essen (der „Robbie Williams“ des Musicals;-) als Mose, die Muslimin Bahar Kızıl (1/3 Monrose) als Zipporah, Moses Ehefrau. Neben tollen Gemeinschaftserlebnissen wird bestimmt auch wunderbare Musik dabei herauskommen.

Was ich aber viel bemerkenswerter finde ist die moderne Präsentation und Vermarktung dieses christlichen Stoffes, quasi eine Bibeladaption alla Web 2.0. Da gibt es nicht nur eine Webseite mit gutem Layout, Shop-, Entertainment– und sonstigen Funktionen und einer Sponsoren- Partner & Unterstützer-Leiste sondern auch einen Weblog, da wird gezwitschert und auf Facebook und myspace findet Lobgesang statt. Videos auf YouTube:

Eine DVD-Produktion (erscheint im März, 22,95€). Planung weiterer Auftritte an verschiedenen Spielorten.

Nun denn. Wo aber sind die 10 Gebote? Ich hab ein bisschen gwühlt und siehe da, es gibt sie noch. Sie werden auf der offiziellen Kunstausstellung unter den Plakaten von Sascha Dörger genannt. Zitat von da:

„Jede kommerzielle oder nicht kommerzielle Nutzung der Motive ist nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von Sascha Dörger gestattet. Alle Rechte vorbehalten.“

Ich denke, die meine die Plakate und nicht die 10 Gebote.

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