Tag 13

Seit ich am Sonntag auf Zollverein mich in ein Zelt der blauen Route gesetzt hatte um meinen armen Rücken einfach mal einige Minuten Pause zu gönnen – seit dem interessiere ich mich für Marxloh. Denn was ich da zu sehen bekam, von einem Filmemacher aus dem Medienbunker war ein Lobpreisen auf seinen Stadtteil, auf seine Heimat. Ich hab das Teil bestimmt zehnmal verfolgt, gefühlt zwischen 3 und 10 Minuten lang und jedesmal hab ich was Neues entdeckt, jedesmal hat mich irgendetwas Anderes angerührt, jedesmal hab ich an einer anderen Stelle geschmunzelt. Prima gemacht, völlig subjektiv, stellt sich auf die Seite des Stadtteils, optimistisch, euphorisch.

Gut, das ich Rücken hatte, sonst hätt ich mir das vermutlich nur einmal angeschaut.

Was war drin in dem Film?

„Hier lebe ich, hier in Marxloh, …“ eine Stimme aus dem Off begleitet die mit einer Handkamera gefilmten alltäglichen Bilder: eine Bude, Zechenhäuser, rauchende Schlote hinter den Häusern, Menschen – viele erkennbar Nicht-Deutsche – auf der Straße und in Geschäften, der (damals noch nicht fertige) Moscheebau, die Garage (mit einer Klingel auf der Bitte-Klopfen steht;-) in der der Sprecher seine Firma gründete, eine hochfliegende leere Tüte, Zeitungsblätter auf der Straße treibt der Wind im Kreis herum, kleine Jungs mit Grimassen laufen vor kopfschüttelden und grinsenden Streifenpolizisten her, einige Dienstleister und Einzelhändler des Viertels, die Hochzeitskleiderläden, auch leerstehende Läden, der Bunker in dem jetzt die Garagenfirma arbeitet mit einer Katze auf dem Kratzbaum … .

Den Film hab ich leider nicht im Internet gefunden, trotzdem hier ein paar Links:

Hmmm. Hätte eigentlich ein Beitrag zu Marxloh werden können und kein Tag für Tag. Aber irgendwie fehlte einfach der Film.

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